Basketball Co@ches Corner

von Günter Steppich

SCHNELLIGKEIT

Schnelligkeit ist eine der wichtigsten motorischen Grundeigenschaften eines Basketballspielers. Leider ist sie auch die am schlechtesten trainierbare Komponente, da sie in hohem Maß von genetischen Voraussetzungen abhängig ist.

Grundsätzliches zum Schnelligkeitstraining:

– Bewegungstechnik und -koordination haben eine überragende Bedeutung für Schnelligkeitsleistungen
– Maximal- und Schnellkraft wirken sich positiv auf Schnelligkeit aus
– eine Erhöhung der Maximalkraft in Verbindung mit koordinativ-technischen Übungen steigert hochgradig die Schnelligkeitsleistung, Krafttraining mit überproportionaler Zunahme an Körpermasse ist jedoch nicht geeignet. Für Basketballer ist daher das sogenannte intramuskuläre Koordinationstraining (die Kraftzunahme resultiert hierbei überwiegend aus einer Kraftzunahme der einzelnen Muskelfaser, ohne großes Dickenwachstum, und aus dem verbesserten Zusammenspiel der Muskelfasern) mit Belastungen von mindestens 70% der Maximalkraft bei 6 Wiederholungen (5% mehr Gewicht = 1 Wh. weniger) in 4-6 Serien zweckmäßig (siehe unten).
– Muskuläre Dysbalancen (Beuger-Strecker-Ungleichgewicht, z.B. zwischen zwischen vorderer und hinterer Oberschenkelmuskulatur), häufig verursacht durch falsches, einseitiges Training, bewirken einen erheblichen Verlust an Schnelligkeit und erhöhen das Verletzungsrisiko
– Muskuläre Dehnfähigkeit optimiert die Muskelausbildung und somit die Schnelligkeitsleistung
– Spezifische (lokale) Ausdauer hat positive Wirkungen auf die Schnelligkeitsleistung
– im Schnelligkeitstraining geht Qualität vor Quantität, d.h.: höchstmögliche Schnelligkeit wird durch einen komplizierten Steuerungs- und Regelungsprozeß erzielt – man verbessert seine Schnelligkeit nur bei maximal schneller Bewegungsausführung.
– Schnelligkeitsübungen mit submaximaler Geschwindigkeit fördern Bewegungsmuster im Gehirn mit ebenfalls submaximaler Geschwindigkeitsausprägung, nicht mit maximaler, d.h.: zu viele Läufe im submaximalen Bereich machen den Sprinter langsamer!
Daraus folgert für die Trainingspraxis:
1. Schnelligkeitsübungen nur im ausgeruhten Zustand, also zu Beginn des Trainings (nach intensivem Aufwärmen!) durchführen
2. schon bei geringen Geschwindigkeits- oder Präzisionsverlusten die Übungen sofort einstellen
3. ausreichend lange Serienpausen (2-4 Min.) einhalten, je müder die Spieler werden, desto länger die Pausen

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