Abgeschickt von Matthias am 24 August, 1999 um 22:33:32
Antwort auf: Spielertrainer von Thorsten Enderlein am 11 Juli, 1999 um 11:42:19:
Ich habe in den 3 Jahren, die ich waehrend des Studiums gespielt habe, zwei als Spielertrainer absolviert. Ich bin der Meinung, dass man eine optimale Leistung nur bringen kann, wenn man sich auf eines konzentriert. Ich stand 40 Minuten auf dem Feld (da der einzige auf meiner Position im Team) und sollte von dort
a) das Spiel lenken und
b) die Mannschaft coachen.
Irgendwie hat das jedoch nicht geklappt. Als Mitglied dieser Mannschaft wollte ich spielen, als Coach muss ich bestrebt sein, die bestmoegliche Formation auf dem feld zu haben. Habe ich als Spielertrainer eine absolut objektive Einschaetzung darueber, ob ich zu dieser besten Formation gehoere?
Als groesstes Problem sehe ich den Abstand zum Spiel selbt. Von der Bank aus habe ich einen ganz anderen UEberblick. Wir haetten einige Spiele gewinnen koennen, wenn wir jemanden auf der Bank gehabt haetten, der das ganze etwas koordinieren kann. Obwohl ich als Spieler und Trainer akzeptiert war und auch niemand
irgendeine Entscheidung in Frage stellte, gab es doch Schwierigkeiten, Spieler in entscheidenden Situationen vor fehlern zu bewahren. Die Akzeptanz allein reicht nicht aus, um einigermassen vernuenftig zu spielen. Bei einer eingespielten und erfahrenen Mannschaft gibt es da sicherlich weitaus weniger Probleme,
da die Spieler ohnehin wissen, was sie tun muessen. Mit juengeren Spielern stellt sich das Ganze stwas schwierig dar.
Wenn ein Spielertrainer im Regelfall nur coacht und nur aushilft, wenn es notwendig ist, kann es auch funktionieren. Somit braucht er auch nicht unbedingt der beste Spieler des Teams zu sein, er sollte jedoch ueber die groesste Erfahrung verfuegen.