{"id":987,"date":"2012-02-19T23:15:33","date_gmt":"2012-02-19T23:15:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bbcoach.de\/wp\/?p=987"},"modified":"2012-02-20T19:38:04","modified_gmt":"2012-02-20T19:38:04","slug":"1-1-angreiferschulung-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bbcoach.de\/wp\/1-1-angreiferschulung-1\/","title":{"rendered":"1-1 Angreiferschulung &#8211; 1"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><strong><span style=\"color: #000080;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: small;\">Pr&uuml;fungslehrprobe zum Basketball-C-Trainer-Lehrgang, CA 187 HE, 1987, <\/span><span style=\"font-family: Verdana; font-size: small;\">G&uuml;nter Steppich<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: medium;\">Schulung des Angreifers im Spiel 1:1<\/span><\/strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: medium;\"><br>\nSchwerpunkt: Finten<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana;\"><strong>1. EINLEITUNG<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">1.1. Diskussion und Definition des Themas.<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Im Spiel 1:1 bieten sich verschiedene T&auml;uschungsbewegungen an, die entsprechend der jeweiligen Spielsituation und in Abh&auml;ngigkeit von der Spielst&auml;rke des jeweiligen Gegenspielers, aber auch im Sinne der St&auml;rken und Schw&auml;chen des Ausf&uuml;hrenden anzuwenden sind. Finten k&ouml;nnen sowohl vom Angreifer als auch vom Verteidiger benutzt werden. Sie haben den Zweck den Gegenspieler zu einer bestimmten Reaktion zu verleiten, die ihn in eine ung&uuml;nstige Situation (Position\/Haltung) gegen&uuml;ber dem T&auml;uschenden bringt, wodurch dieser seine Aktion weitgehend unbehindert ausf&uuml;hren kann. Jede im Spiel vorkommende Handlung kann als T&auml;uschung verwendet werden. Entscheidend ist dabei, da&szlig; der reagierende Spieler die Finte nicht als solche erkennt, sondern das zur T&auml;uschung verwendete Verhalten als &sbquo;echt&lsquo; interpretiert.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Diese Lehrprobe wird sich ausschlie&szlig;lich mit den Finten des Angreifers befassen.Es mu&szlig; jedoch gesagt werden, da&szlig; diese Trennung nur in der ersten Lernphase erfolgen kann, denn die hohe Schule des Fintierens lernt der Angreifer erst in der direkten Auseinandersetzung mit dem Gegenspieler, der seinerseits t&auml;uscht,z.B. durch scheinbares Eingehen auf eine T&auml;uschung.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">1.2. Ziele der Trainingseinheit<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Wichtig ist, da&szlig; die Finte nicht um ihrer selbst Willen, sondern nur in einer sinnvollen, d.h. a) glaubw&uuml;rdigen und b) sinnvollen Situation angewendet werden soll. Es ist daher darauf zu achten, da&szlig; Finten nicht ausschlie&szlig;lich als motorische Stereotype in Verbindung mit bestimmten Folgehandlungen &sbquo;automatisiert&lsquo; werden, sondern da&szlig; ihre situativ richtige, flexible, in gewissem Sinne &sbquo;kreative&lsquo; Anwendung gelernt wird (eine in Verbindung mit einem Durchbruch einstudierte Wurffinte auf H&ouml;he der Mittellinie wird in den seltensten F&auml;llen erfolgreich sein). Im ung&uuml;nstigen Fall kann sich eine automatisierte, falsch angewendete Finte auch negativ auswirken. Oft geben Spieler durch &uuml;berfl&uuml;ssige T&auml;uschungen den schon herausgearbeiteten Vorteil wieder auf. (z.B. &sbquo;pump-fake&lsquo; unter dem Korb, obwohl kein Gegenspieler in &sbquo;gef&auml;hrlicher&lsquo; N&auml;he ist, oder Wurft&auml;uschung und Durchbruchversuch vom Fl&uuml;gel,obwohl der Verteidiger zwei Meter entfernt steht). Die eigentliche Schwierigkeit (und damit die Kunst) des Fintierens liegt also nicht so sehr in der Beherrschung der technischen Fertigkeit, als vielmehr in der kognitiven F&auml;higkeit, die Situation richtig einzusch&auml;tzen und die Folgehandlung nach demVerhalten des Gegenspielers zu richten, vor allem, wenn dieser in einer andernfalls der erwarteten Weise reagiert. Oft ist keine Finte immer noch besser als eine falsche oder schlecht ausgef&uuml;hrte Finte, durch die sich der Ausf&uuml;hrende selbst in eine ung&uuml;nstige Situation man&ouml;vriert. Ziele der Schulung von T&auml;uschbewegungen des Angreifers sind also (in dieser Reihenfolge): <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol style=\"color: #ffffff;\" type=\"a\">\n<li><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">die Bewegungsoptimierung als motorisches Stereotyp, im Sinne einer technisch richtigen Ausf&uuml;hrung und<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">die Bewegungsdifferenzierung als dynamisches Stereotyp, um die variable, situationsgerechte Anwendung der erlernten Fertigkeit zu gew&auml;hrleisten.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Nur die Verwirklichung beider Teilziele gew&auml;hrleistet die Glaubw&uuml;rdigkeit und damit die Wirksamkeit einer Finte. Das Verh&auml;ltnis dieser Teilziele innerhalb einer Trainingseinheit richtet sich nach dem K&ouml;nnensstand der Spieler.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">1.3. Inhaltliche &Uuml;berlegungen<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Die T&auml;uschungsm&ouml;glichkeiten des Angreifers lassen sich wie folgt gliedern:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">a. ohne Ball <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"color: #ffffff;\">\n<li><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">K&ouml;rpert&auml;uschung<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Schritt&auml;uschung<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Tempowechsel<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Richtungswechsel (z.B. V-Cut, I-Cut, u.s.w.)<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">b. mit Ball <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"color: #ffffff;\">\n<li><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Durchbrucht&auml;uschung<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana;\">Passt&auml;uschung<\/span> <\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Wurft&auml;uschung<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Dribbelt&auml;uschung (Tempo-, Richtungs-, Handwechsel)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Stopt&auml;uschung<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Hat ein Spieler bereits gedribbelt, reduzieren sich seine M&ouml;glichkeiten zwangsl&auml;ufig auf Pa&szlig;-, Wurf- und Sternschritt&auml;uschung. Da all diese Inhalte nicht in einer Trainingseinheit abgehandelt werden k&ouml;nnen, mu&szlig; eine Auswahl aus obigem Angebot getroffen werden. Zun&auml;chst einmal wird die Situation so eingegrenzt, da&szlig; sie sich im Vorfeld im korbgef&auml;hrlichen Raum abspielt, der sich nat&uuml;rlich nach dem Leistungsverm&ouml;gen der Spieler richtet. Es wird eine Situation gew&auml;hlt, in der a) das Fintieren sowohl mit als auch ohne Ball geschult werden kann und b) verschiedene Finten m&ouml;glich sind.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Die &Uuml;bungsreihe wird mit allen Spielern durchgef&uuml;hrt, also mit Centern, Fl&uuml;gel-und Aufbauspielern. Die Situation ist folgende:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Spieler-ohne-Ball wird mit Hilfe einer T&auml;uschung zum Spieler-mit-Ball; Ziel:Ballerhalt au&szlig;erhalb des Drei-Sekunden-Raums\/Pivotieren zum Korb\/Finte +Folgeaktion.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">In der Situation Spieler-mit-Ball sollen Durchbruch-, Pa&szlig;- und Wurffinten erarbeitet werden. Grundlegende technische Elemente des Angriffs wie Fangen,<a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Passen&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Es gibt ein ganz einfaches Rezept, um jeden Gegner zu schlagen: gib keine Fehlp&auml;sse! Keine Verteidigung kann Dir mit Gewalt den Ball abnehmen, sie kann Dich nur unter Druck setzten und hoffen, dass Du Fehler machst. Also bleibe ruhig und spiele sichere P&auml;sse. Aber welcher Trainer kennt nicht die gelangweilten Gesichter bei Pass&uuml;bungen. Alle Spieler denken, sie k&ouml;nnten Passen. Nichts einfacher als das! Und dann gehen sie ins Spiel und geben einen Fehlpass nach dem anderen! Dabei ist Passen so einfach, wenn man ein paar Grunds&auml;tze beherzigt:1. Gib keine Hoffnungsp&auml;sse, sondern nur solche, von denen Du absolut sicher bist, dass sie auch ankommen. Jeder Fehlpass kann Dich vier (oder mehr) Punkte kosten: zwei (drei), die Dein Team nicht macht und zwei (drei), die die andere Mannschaft dann erzielen kann! Bei jedem noch so schlechten Wurf gibt es noch eine Reboundchance, aber Fehlp&auml;sse enden meist mit Schnellangriffen des Gegners. Also gib sichere, feste, kurze P&auml;sse und passe nur, wenn Dein Mitspieler Dir mit Handzeichen und Blickkontakt anzeigt, dass er den Ball auch wirklich haben will. Was n&uuml;tzt es Dir, wenn er Deinen Pass knapp verfehlt und Du denkst: &amp;quot;Den h&auml;tte er aber kriegen k&ouml;nnen...&amp;quot;? Mit &amp;quot;h&auml;tte&amp;quot; gewinnt man keine Spiele!2. Vergiss &amp;quot;Zauberp&auml;sse&amp;quot; hinter dem R&uuml;cken, durch die Beine usw. Je mehr schwierige, riskante P&auml;sse Du spielst, desto mehr Ballverluste wirst Du produzieren. Jeder &amp;quot;Superpass&amp;quot; ist ein potentieller Fehlpass. Es gibt nur einen &amp;quot;Magic&amp;quot; und der zauberte auch erst, wenn das Spiel schon entschieden war. Seine wahre St&auml;rke war der Blick f&uuml;r freie Mitspieler, die er dann 100%ig genau anspielte, nicht die Zirkusp&auml;sse, die er beim All-Star-Game gab. &Uuml;brigens: Magic hatte in seiner Mannschaft zwar die meisten Assists, aber auch die meisten Ballverluste!3. Wenn Dein Gegenspieler Dich eng verteidigt, t&auml;usche vor dem Abspiel, um einen sichere Passm&ouml;glichkeit zu schaffen. Die drei sichersten Passwege an Deinem Verteidiger vorbei sind a) direkt &uuml;ber seinen Kopf (wenn er keinen Arm oben hat) an seinem Ohr vorbei (wenn er einen Arm oben hat) oder c) als Bodenpass an seinem Fu&szlig; vorbei (wenn er einen oder beide Arme oben hat).4. Wenn Du den Ball h&auml;ltst, lass&amp;#039; Deine Arme immer gebeugt, damit Du blitzschnell, ohne Ausholbewegung passen kannst. Strecke auch bei einer Passt&auml;uschung die Arme nur ganz wenig.5. Bleibe immer im Gleichgewicht, Knie gebeugt, Oberk&ouml;rper aufrecht. Sehr viele Fehlp&auml;sse passieren, weil der Passgeber die Balance verloren hat.6. Ein h&auml;ufiger Fehler ist, den Ball hinter den Kopf zu nehmen, wie beim Fu&szlig;balleinwurf. Aus dieser Position kannst Du nicht mehr gut und schnell passen, und wenn der Verteidiger Dich jetzt ganz eng deckt, kommst Du aus dieser Position nur noch mit viel Gl&uuml;ck heraus.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/www.bbcoach.de\/wp\/glossary\/passen\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'>Passen<\/a>, <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Dribbeln&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Das Dribbling ist eine Deiner gef&auml;hrlichsten Waffen, wenn Du es richtig anwendest. Es sinnlos zu vergeuden ist eine der gr&ouml;&szlig;ten S&uuml;nden, die ein Basketballspieler begehen kann. Viele Spiele werden nur deshalb verloren, weil Spieler sinnlos dribbeln. Manche sind so ballverliebt, dass sie den freien Mitspieler nicht anspielen, weil sie sich den Ball lieber noch zweimal durch die Beine dribbeln, manche sind beim Dribbeln so sehr mit dem Ball besch&auml;ftigt, dass sie kaum noch etwas anderes sehen, andere vergeben sichere Chancen, weil sie in der Zone noch einmal dribbeln, anstatt sofort zu werfen. Ganz schlechte Spieler &amp;quot;dotzen&amp;quot; den Ball sofort auf, wenn sie ihn bekommen und nehmen ihn dann auf - die gef&auml;hrlichste Lage, in die man sich selbst bringen kann, denn der Verteidiger kann Dich nun hauteng decken. Wenn Du den Ball in beiden H&auml;nden h&auml;ltst, hast Du st&auml;ndig Kontrolle &uuml;ber ihn, bei jedem Dribbling aber verlierst Du sie f&uuml;r kurze Zeit, w&auml;hrend der Ball aufspringt. Die Nachteile sind klar:1. Oft ist ein Mitspieler gerade dann frei, wenn der Ball auf dem Boden aufspringt.2. Dein Verteidiger hat eine gr&ouml;&szlig;ere Chance, Dir den Ball wegzuspielen.Wie oft hast Du Dich schon ge&auml;rgert, weil Du v&ouml;llig frei warst, aber Dein dribbelnder Mitspieler Dich nicht bemerkt hat? Spiele so, dass es den anderen mit Dir nicht genauso geht. Dribbeln solltest Du nur, wenn es einem Ziel dient, das ohne Dribbling nicht erreichbar ist, z.B.: als Aufbauspieler den Ball nach vorne bringen oder mit einem schnellen, explosiven Dribbling am Gegenspieler vorbei zum Korb ziehen. &amp;quot;Parkdribbeln&amp;quot; auf der Stelle bringt Dich nirgendwo hin! Wenn Du nach einem Dribbling nicht in einer besseren Position bist als davor, war es mit ziemlicher Sicherheit &uuml;berfl&uuml;ssig! Von dieser Regel gibt es nur eine Ausnahme, die haupts&auml;chlich Aufbauspieler betrifft: nach einem begonnenen Dribbling darfst Du den Ball erst wieder aufnehmen, wenn Du danach sofort passen kannst, sonst bringst Du Dich in die gleiche gef&auml;hrliche Lage wie unser &amp;quot;Dotzer&amp;quot; am Anfang dieses Kapitels!&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/www.bbcoach.de\/wp\/glossary\/dribbeln\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'>Dribbeln<\/a>, Pivotieren und Werfen sind nat&uuml;rlich Voraussetzung f&uuml;r das Erlernen von Finten.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">1.4. Methodische &Uuml;berlegungen<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Die Trainingseinheit mu&szlig; nach den Prinzipien der Trainingslehre &ndash; vom Leichten zum Schweren, vom Bekannten zum Unbekannten, vom Einfachen zum Komplexen -gestaltet werden. Da dies relative Begriffe sind, mu&szlig; sich die Gestaltung der &Uuml;bungsreihe nach dem (mir unbekannten) K&ouml;nnensstand der Trainingsgruppe richten.Danach entscheidet sich, ob die einzelnen &Uuml;bungsformen ohne, mit halbaktivem oder aktivem Verteidiger durchgef&uuml;hrt werden. Das gleiche gilt f&uuml;r die Dauer der einzelnen &Uuml;bungen. Das Weitergehen zu einer komplexeren Form kann erst erfolgen,wenn die vorhergehende &Uuml;bung gen&uuml;gend beherrscht wird. Wird eine Aufgabe nicht bew&auml;ltigt, mu&szlig; ein Schritt zur&uuml;ckgegangen werden. Feste Zeiten f&uuml;r die einzelnen &Uuml;bungen der Reihe Zeiten k&ouml;nnen daher nicht genannt werden. Es w&auml;re ein schwerer Fehler, die geplante Trainingseinheit um jeden Preis &sbquo;durchziehen&lsquo; zu wollen,ohne den Lernfortschritt der Spieler zu ber&uuml;cksichtigen. Die im Hauptteil dargestellte &Uuml;bungsreihe kann h&ouml;chstwahrscheinlich in dieser Trainingseinheit nicht komplett durchgef&uuml;hrt werden. Grunds&auml;tzlich sollte man lieber zu viele als zu wenige &Uuml;bungen parat haben, um sich der Situation besser anpassen zu k&ouml;nnen.Elemente die nicht ge&uuml;bt werden konnten, k&ouml;nnen in der n&auml;chsten Trainingseinheit erarbeitet werden. Die Frage, wieviele Korbanlagen verwendet werden, richtet sich nach der Anzahl der Spieler. Es ist von Vorteil, alle Spieler an einem Korb zu haben, um zu Beginn auftretende Fehler sofort korrigieren zu k&ouml;nnen. Man kann auch an zwei K&ouml;rben arbeiten, und die Spieler im Kreisverkehr rotieren lassen,sodass ebenfalls alle &Uuml;benden kontrolliert werden k&ouml;nnen. Ich bevorzuge letztere Organisationsform, da man an dem einen Korb auf der rechten, am anderen auf der linken Seite &uuml;ben lassen kann.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"100%\" border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"90%\"><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">2. STUNDENVERLAUF<\/span> <\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\"><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Zeit<\/span><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"90%\"><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\"><strong>Einstimmung: <\/strong><\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">1) Kurze Ansprache des Themas, Skizzierung des Stundenverlaufs.<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">2) Freies Dribbling durch die Halle, <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Passen&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Es gibt ein ganz einfaches Rezept, um jeden Gegner zu schlagen: gib keine Fehlp&auml;sse! Keine Verteidigung kann Dir mit Gewalt den Ball abnehmen, sie kann Dich nur unter Druck setzten und hoffen, dass Du Fehler machst. Also bleibe ruhig und spiele sichere P&auml;sse. Aber welcher Trainer kennt nicht die gelangweilten Gesichter bei Pass&uuml;bungen. Alle Spieler denken, sie k&ouml;nnten Passen. Nichts einfacher als das! Und dann gehen sie ins Spiel und geben einen Fehlpass nach dem anderen! Dabei ist Passen so einfach, wenn man ein paar Grunds&auml;tze beherzigt:1. Gib keine Hoffnungsp&auml;sse, sondern nur solche, von denen Du absolut sicher bist, dass sie auch ankommen. Jeder Fehlpass kann Dich vier (oder mehr) Punkte kosten: zwei (drei), die Dein Team nicht macht und zwei (drei), die die andere Mannschaft dann erzielen kann! Bei jedem noch so schlechten Wurf gibt es noch eine Reboundchance, aber Fehlp&auml;sse enden meist mit Schnellangriffen des Gegners. Also gib sichere, feste, kurze P&auml;sse und passe nur, wenn Dein Mitspieler Dir mit Handzeichen und Blickkontakt anzeigt, dass er den Ball auch wirklich haben will. Was n&uuml;tzt es Dir, wenn er Deinen Pass knapp verfehlt und Du denkst: &amp;quot;Den h&auml;tte er aber kriegen k&ouml;nnen...&amp;quot;? Mit &amp;quot;h&auml;tte&amp;quot; gewinnt man keine Spiele!2. Vergiss &amp;quot;Zauberp&auml;sse&amp;quot; hinter dem R&uuml;cken, durch die Beine usw. Je mehr schwierige, riskante P&auml;sse Du spielst, desto mehr Ballverluste wirst Du produzieren. Jeder &amp;quot;Superpass&amp;quot; ist ein potentieller Fehlpass. Es gibt nur einen &amp;quot;Magic&amp;quot; und der zauberte auch erst, wenn das Spiel schon entschieden war. Seine wahre St&auml;rke war der Blick f&uuml;r freie Mitspieler, die er dann 100%ig genau anspielte, nicht die Zirkusp&auml;sse, die er beim All-Star-Game gab. &Uuml;brigens: Magic hatte in seiner Mannschaft zwar die meisten Assists, aber auch die meisten Ballverluste!3. Wenn Dein Gegenspieler Dich eng verteidigt, t&auml;usche vor dem Abspiel, um einen sichere Passm&ouml;glichkeit zu schaffen. Die drei sichersten Passwege an Deinem Verteidiger vorbei sind a) direkt &uuml;ber seinen Kopf (wenn er keinen Arm oben hat) an seinem Ohr vorbei (wenn er einen Arm oben hat) oder c) als Bodenpass an seinem Fu&szlig; vorbei (wenn er einen oder beide Arme oben hat).4. Wenn Du den Ball h&auml;ltst, lass&amp;#039; Deine Arme immer gebeugt, damit Du blitzschnell, ohne Ausholbewegung passen kannst. Strecke auch bei einer Passt&auml;uschung die Arme nur ganz wenig.5. Bleibe immer im Gleichgewicht, Knie gebeugt, Oberk&ouml;rper aufrecht. Sehr viele Fehlp&auml;sse passieren, weil der Passgeber die Balance verloren hat.6. Ein h&auml;ufiger Fehler ist, den Ball hinter den Kopf zu nehmen, wie beim Fu&szlig;balleinwurf. Aus dieser Position kannst Du nicht mehr gut und schnell passen, und wenn der Verteidiger Dich jetzt ganz eng deckt, kommst Du aus dieser Position nur noch mit viel Gl&uuml;ck heraus.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/www.bbcoach.de\/wp\/glossary\/passen\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'>Passen<\/a> an die Wand, Fangen in der Bewegung, Stop, vorderer Sternschritt, weiterdribbeln.<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">3) Stretching<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">4) Ein Teil der Spieler befindet sich mit je einem Ball in abgegrenztem Feld der Halle (Ausbrecher), die anderen stehen auf den Linien dieses Feldes (W&auml;chter). Die Ausbrecher versuchen aus ihrem Feld herauszukommen, ohne von einem W&auml;chter ber&uuml;hrt zu werden. Ein Fu&szlig; des W&auml;chters mu&szlig; immer auf der Linie sein. Wer ausgebrochen ist, macht einen Korbleger an einem beliebigen Korb, &uuml;bergibt danach seinen Ball einem W&auml;chter. Beide tauschen die Rollen.<\/span><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\"><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">ca.15 min<\/span><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"90%\"><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\"><strong>Hauptteil<\/strong>:<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">1) Au&szlig;en freimachen mit kleiner Finte (K&ouml;rper-, Schritt&auml;uschung), Fangen, vorderer Sternschritt auf dem Innenfu&szlig;, SPD-Position, (Korb bedrohen), zur&uuml;ckpassen.<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">2) wie 1), aber freimachen mit V-CUT<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">3) wie 2), + 1 Dribbling (Kreuzschritt), Korbleger.<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">4) wie 3), aber Dribbling nach innen (Pa&szlig;gang), (Sprung-)Wurf.<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">In den folgenden &Uuml;bungen folgt auf die Finte wahlweise Kreuzschrittdurchbruch au&szlig;en (mit Korbleger) oder Pa&szlig;gang-Dribbling nach innen (mit Sprung-\/Standwurf).<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">5) wie 4), aber vor Dribbling Wurffinte.<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">6) wie 5), aber vor Dribbling Durchbruchsfinte<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">7) wie 6), aber vor Dribbling Pa&szlig;finte zum Zuspieler<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">8) wie 7), aber vor Dribbling wahlweise Finten aus 5\/6\/7.<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">9) Au&szlig;en freimachen, dann Backdoor schneiden, Fangen, Wurffinte, Wurf.<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">10) 1:1+1. <\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Dem Angreifer steht nur der Platz bis zur gedachten Korb-Korb-Linie zur Verf&uuml;gung, sowohl zum Freimachen, als auch zur Aktion mit Ball. Rotation:Zuspieler, Angreifer, Verteidiger. Der Trainer entscheidet, wie aktiv der Verteidiger sein soll. Alternative: Der Trainer &sbquo;verteidigt&lsquo;, der Angreifer mu&szlig; die Verteidigung lesen und nach 2-10 handeln (Der Trainer kann sein Abwehrverhalten besser auf das K&ouml;nnen des Spielers abstimmen als ein Mitspieler).<\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Die zeitliche Dauer der einzelnen &Uuml;bungen richtet sich nach dem Lernfortschritt.Je komplexer die Aufgaben werden, desto mehr Zeit ben&ouml;tigen sie. Auf jeden Fall sollte am Schlu&szlig; der Einheit das Spiel 1:1+1 stehen, unabh&auml;ngig davon, wie weit man in der &Uuml;bungsreihe gekommen ist. Das Erproben des Durchgenommenen im Spiel1:1 verdeutlicht erst den Zweck des Ganzen. Vermutlich wird zumindest &Uuml;bung 9)dem zeitlichen Rahmen zum Opfer fallen. Auch &Uuml;bung 8) kann &uuml;bersprungen werden,da deren Inhalte in 10) erarbeitet werden k&ouml;nnen. <\/span><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\"><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">ca.25 min<\/span><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"90%\"><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\"><strong>Ausklang:<\/strong><\/span><br>\n<span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">-Spiel 2:2 oder 3:3, Vorgabe: aggressive Manndeckung. <\/span><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\"><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">ca. 10 min<\/span> <\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"90%\"><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">Stretching <\/span><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\"><strong><span style=\"color: #000080; font-family: Verdana; font-size: small;\">ca. 10 min<\/span><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pr&uuml;fungslehrprobe zum Basketball-C-Trainer-Lehrgang, CA 187 HE, 1987, G&uuml;nter Steppich Schulung des Angreifers im Spiel 1:1 Schwerpunkt: Finten 1. 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