Basketball Co@ches Corner

von Günter Steppich

DRIBBELN

Das Dribbling ist eine Deiner gefährlichsten Waffen, wenn Du es richtig anwendest. Es sinnlos zu vergeuden ist eine der größten Sünden, die ein Basketballspieler begehen kann.
Viele Spiele werden nur deshalb verloren, weil Spieler sinnlos dribbeln. Manche sind so ballverliebt, dass sie den freien Mitspieler nicht anspielen, weil sie sich den Ball lieber noch zweimal durch die Beine dribbeln, manche sind beim Dribbeln so sehr mit dem Ball beschäftigt, dass sie kaum noch etwas anderes sehen, andere vergeben sichere Chancen, weil sie in der Zone noch einmal dribbeln, anstatt sofort zu werfen. Ganz schlechte Spieler „dotzen“ den Ball sofort auf, wenn sie ihn bekommen und nehmen ihn dann auf – die gefährlichste Lage, in die man sich selbst bringen kann, denn der Verteidiger kann Dich nun hauteng decken.
Wenn Du den Ball in beiden Händen hältst, hast Du ständig Kontrolle über ihn, bei jedem Dribbling aber verlierst Du sie für kurze Zeit, während der Ball aufspringt. Die Nachteile sind klar: 1. Oft ist ein Mitspieler gerade dann frei, wenn der Ball auf dem Boden aufspringt. 2. Dein Verteidiger hat eine größere Chance, Dir den Ball wegzuspielen.
Wie oft hast Du Dich schon geärgert, weil Du völlig frei warst, aber Dein dribbelnder Mitspieler Dich nicht bemerkt hat? Spiele so, dass es den anderen mit Dir nicht genauso geht. Dribbeln solltest Du nur, wenn es einem Ziel dient, das ohne Dribbling nicht erreichbar ist, z.B.: als Aufbauspieler den Ball nach vorne bringen oder mit einem schnellen, explosiven Dribbling am Gegenspieler vorbei zum Korb ziehen. „Parkdribbeln“ auf der Stelle bringt Dich nirgendwo hin! Wenn Du nach einem Dribbling nicht in einer besseren Position bist als davor, war es mit ziemlicher Sicherheit überflüssig!
Von dieser Regel gibt es nur eine Ausnahme, die hauptsächlich Aufbauspieler betrifft: nach einem begonnenen Dribbling darfst Du den Ball erst wieder aufnehmen, wenn Du danach sofort passen kannst, sonst bringst Du Dich in die gleiche gefährliche Lage wie unser „Dotzer“ am Anfang dieses Kapitels!

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