Basketball Co@ches Corner

von Günter Steppich

GLEICHGEWICHT

Für viele amerikanische Mannschaften gehört regelmäßiger Ballett- oder Jazztanzunterricht zum Trainingsprogramm! Warum? Weil Tanzen in höchstem Maße das Gleichgewichtsgefühl, die Körperbeherrschung schult. Auch ein Basketballspieler muss seinen Körper zu jeder Zeit im Griff haben, um jede seiner Bewegungen selbst kontrollieren zu können. Jeder Wurf, Pass, Schritt oder Stop ohne Gleichgewicht ist eine schlechte Aktion, denn dann bestimmt die Schwerkraft das Resultat, nicht mehr Du selbst. Schulterbreite Fußstellung, gebeugte Knie, ein aufrechter Oberkörper und „Kopf hoch“ sind die Merkmale eines stabilen Stands. So wie Autos mit tieferem Schwerpunkt und breiterem Fahrwerk besser auf der Straße liegen, stehst auch Du damit stabiler auf dem Spielfeld. Durch den aufrechten Oberkörper liegt Dein Körperschwerpunkt genau über Deinem „Fahrwerk“ – jetzt wirft Dich so schnell keiner um! Viele Spieler richten sich auf und geraten in Rücklage, wenn sie von einem oder mehreren Verteidigern bedrängt werden; sie verlieren das Gleichgewicht und geben einen Hoffnungspass, der meist beim Gegner landet. Gute Spieler bleiben in ihrer tiefen, stabilen Position und schützen den Ball durch flache Sternschritte (s.u.), bis ein Mitspieler frei ist. Auch für den Verteidiger ist Gleichgewicht oberstes Prinzip: ein unkontrollierter Schritt auf den Angreifer zu, ein kurzes Aufrichten aus der Grundstellung – schon hat er verloren
Nur wenn Du zu jeder Sekunde des Spiels „stabil“ bist, kannst Du Dich kontrolliert bewegen, passen, werfen und springen. Jede andere Aktion wird mehr vom Zufall bestimmt als von Dir selbst.

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