Basketball Co@ches Corner

von Günter Steppich

Triangle Shooting Drill

Triangle-Shooting-Drill

Voraussetzungen:

3 Spieler – 1 Ball – eine halbe Spielfeldhälfte mit Korb

>> kann in der Grundform also 12 Spieler mit vier Bällen auf einem normalen Feld in Bewegung halten

Beschreibung:

– ein Spieler (1) mit Ball an der Ecke der Freiwurflinie (Wurfposition
kann variiert werden, auch lay-ups oder verschiedene moves möglich)
– ein Spieler (2) in Verlängerung der Freiwurflinie an der Außenlinie
– ein Spieler (3) am Mittelkreis

Spieler 1 wirft, holt seinen eigenen Rebound, und passt zu Spieler 2.
Spieler 3 startet in Richtung Wurfposition (cut!), sobald Spieler 1 den
Rebound gesichert hat. Er bekommt das Anspiel von Spieler 2 zum Wurf.

Die Spieler rotieren nach jedem Wurf von Position 1 zu 2 zu 3 zu 1 …

Erweiterungen/Varianten:

– Wurf/move mit zusätzlichem Verteidiger und Kampf um den Rebound (löst
auch Probleme bei nicht passender Spielerzahl) – nur der Rebounder
rückt auf die nächste Position
– bei ganz wenig Platz oder sehr vielen Spielern: zu fünft/sechst mit zwei Bällen
– Startposition von Spieler 3 kann nach Zielsetzung und Fitnessstand variiert werden (gegnerische Freiwurflinie oder Grundlinie)
– Anspiele zum Wurf aus der tiefen Flügelposition oder aus dem low-post
– cut zum Wurf von der anderen Flügelposition (realistischer zur set-play-offense)

Fitnessvariante:

– Spieler 1 macht nach dem outlet Pass zwei bis vier Bahnen sidesteps entlang der Grundlinie zwischen Korb und Seitenlinie
– Spieler 2 macht drei bis fünf Liegestütz auf dem Ball
– Spieler 3 sprintet bis zur gegnerischen Grundlinie, macht 3-5 jump and reach Sprünge und sprintet in seine Wurfposition
Problem: kann Schwierigkeiten im Timing zwischen den einzelnen
Stationen geben. Aufgaben der einzelnen Stationen dem Leistungsstand
entsprechend anpassen, um zu lange Wartezeiten zu verhindern

Vorteile:

– gute Variation des Anstrengungsgrades
– hohe Motivation der Spieler bei einer Wettkampfform auf Zeit oder Punkte (bei jedem Treffer den Punktestand laut rufen)
– bei Freigabe des Abschlusses kann jeder Spieler seinen Wurf schulen
– viele Elemente einbaubar (verschiedene Pässe, dribble-move vor jedem Wurf, defense am Schützen, Reboundarbeit, Fitnessarbeit)

Ich habe in verschiedenen Teams sehr gute Erfahrungen mit dieser Übung
gemacht, da sie in der Grundform sehr einfach vermittelbar und in jeder
Leistungs- und Altersklasse anwendbar ist, und dann nach und nach
erweitert werden kann. Auch die Aufteilung der Gruppen ist nicht
ausschlaggebend, sondern eher spannend, da vom Dreierschützen bis zum
Brettcenter jeder seinen Wurf einbringen kann und daher fast immer ein
anderes Team gewinnt.
Dazu merken die Spieler kaum, was sie in der Fitnessvariante alles
abarbeiten, da sie mit jeder Menge Spaß und Motivation mit dem
Wettkampf beschäftigt sind.

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