Basketball Co@ches Corner

von Günter Steppich

Dribbling

Dribbling

 

Taktische Ratschläge für das Dribbling

 

1) Körper immer zwischen Ball und Gegner, wenn der Gegner nahe ist.

Andererseits: Nicht zu früh eindrehen, den Gegner mit Finten auf Distanz halten (bessere Übersicht)

2) Nie einen gefangenen Ball ohne Grund zu Boden werfen und wieder fangen (“Stopping”). Individualangriff wird dadurch unmöglich.

3) Dribbeln ist eine Notmaßnahme, ein Pass ist besser und schneller, wenn er möglich ist. Gedribbelt werden soll:

a) zur Überwindung des freien Raumes, wenn ein Paß unmöglich oder unsicher ist

b) zur Befreiung, wenn man von attackierenden Gegnern eingekreist und ein Paß unmöglich oder unsicher ist.

c) in Situationen 1 gegen 1 oder 1 gegen 0, wenn nicht ein Mitspieler noch besser postiert ist.

d) zur Verbesserung des Passwinkels

e) um eine Zonenverteidigung zu einer Reaktion zu zwingen

 

Sinnloses Dribbling außerhalb dieser Möglichkeiten ist ein schwerer Fehler

4) Nie in eine Ecke dribbeln, immer zur Mitte (Ausnahme beim Spiel gegen Zone)

 

Dribbelübungen:

 

Dribbling im Stand paarweise, Partner kontolieren, dabei Dribbelhlöhe und Rhythmus ändern

Dribbelspiegel (Dribbling des Partners nachmachen) im Stand, mit Vorwärts- und Rückwärtsgang, mit freien Bewegungen, auch mit zwei Bällen gleichzeitig

Handwechsel vor dem Körper im Stand mit Zurücksteigen

Ball im Achter durch die Beine und rund um den Körper dribbeln (im Stand)

Alle Arten von Handwechsel in der Bewegung alleine, mit Hindernissen, mit Partner

“Dribbelballett” (Trainer “dirigiert” oder Spieler ist Führer), auch mit zwei Bällen (Richtungswechsel ist Handwechsel)

Dribbelslamom: Sessel gerade andribbeln und stoppen (Dribbling nicht unterbrechen), dann Handwechsel links bzw. rechts vorbeidribbeln

Auf den Trainer (Partner zudribbeln, vor ihm die Vorwärtsbewegung unterbrechen und dabei die Schrittfrequenz erhöhen, Sprint auf der Stelle, Dribbling nicht unterbrechen). Trainer sperrt eine Seite durch Armheben ab: Auf der anderen Seite vorbeidribbeln. Auch mit 2 Bällen.

Paß zu Trainer (Partner), dem Paß nachlaufen und das Zuspiel ca. 1m vorm Trainer entfernt mit Stoppschritt fangen. Trainer sperrt eine Seite durch Armheben ab. Dribbelstart auf die andere Seite.

 

1 gegen 1 (jeder hat einen Ball) im Sprungkreis. Jeder versucht, dem Gegner den Ball wegzuschlagen. a) Handwechsel ist nur auf Kommando erlaubt, b) Handwechsel unbeschränkt.

 

Angreifer gegen 2 Verteidiger

 

 

Dribbelstafetten und Spiele

Staffel ohne Hindernisse, offensives Dribbling wird geübt. Bei Umkehrstaffeln nicht mit der Hand an die Wand schlagen.

Staffeln mit Hindernissen Stühle, Hochsprungständer, Medizinbälle, Matten, Spieler aus der gegnerischen Mannschaft (z.B. auf einen Sessel sitzend Ball herausschlagen lassen), Langbänke, Slalomstangen

Alle Arten von Fangspielen (a) alle mit Ball, (b) einer mit Ball, (c) einer ohne Ball

 

Schwarzer Mann (auch mit Korbwurf); alle dribbeln auf den Korb zu, der “schwarze Mann” (Spieler ohne Ball) versucht die Bälle zu stehlen. Wer den Ball verloren hat wird schwarzer Mann. Wer kommt am häufigsten durch?

 

Blindrennen: Durch aufgelegte Matten wird eine Dribbelstraße geschaffen, durch die ein Spieler, dessen Augen verbunden sind, von einem Kameraden durch Zurufe gelotst wird. Ballverluste sind Strafpunkte. Welche Mannschaft hat in kürzester Zeit ihre Spieler mit weniger Strafpunkte durch?

 

Strafpunkte entscheiden in erster Linie dieses Spiel

4 – Felder Spiel Spielbeginn im Feld I mit Dribbling jeder gegen jeden. Wer den Ball aus der Kontrolle verliert, geht ins nächste Feld. Dort kämpft er gegen den nächsten Spieler der ausgeschieden ist. Wer aus Feld II ausscheidet geht ins Feld III. Im Feld I bleibt der Sieger übrig.

 

Spiel 5 gegen 5 auf Halbfeld mit Dribbling und Übergabe (Sternschritt erlaubt). 3 gelungene Übergaben = Punkt. Wer gewinnt in 5 Minuten

 

Antrittsübung aus der Grundstellung mit Ball
Die Spieler stehen an der Grundlinie in Basketballgrundstellung mit Ball. Auf ein Signal dribbeln sie möglichst schnell zur Mittellinie. Nach erreichen dieser wird langsam bis zur anderen Grundlinie gedribbelt.
Variante:
Ausgangsstellung variieren ( Stand mit dem Gesicht zur Wand, in der Hocke, im Langsitz, Sternschritt) Fortbewegung im Dribbeln verändern ( vorwärts, rückwärts)
unterschiedliche Streckenlängen wählen

 

Dribbling nach Signal
Die Spieler dribbeln von einer Grundlinie zur anderen. Nach einem akustischen Signal sollen sie schnellstmöglich in die entgegengesetzte Richtung dribbeln.
Variante:
Änderung der Dribbelrichtung an festgelegten Spielfeldmarkierungen
Handwechsel an den Wendepunkten
Richtungswechsel auf optische Signale

 

Verfolgungsdribbling
Der Spieler ohne Ball steht ca. 0,5m hinter dem Ballbesitzer. Auf ein Signal dribbelt der Angriffsspieler zum gegenüberliegenden Korb, Sein Gegenspieler versucht, ihn einzuholen und bei der Korbwurfaktion zu stören.
Variante: Abstände zwischen den beiden Spielern variieren
Länge der Dribbelstrecke variieren (z.B. Mittelllinie)

 

Dribbling und weites Zuspiel
Der Ballbesitzer in der Spielfeldecke führt ein Dribbling aus, spielt den Ball zum diagonal gegenüber stehenden Mitspielter und läuft weiter. Etwa an der Freiwurflinie bekommt er den Ball wieder, dribbelt und wirft auf den Korb.
Variante: .mit der schwachen Hand üben
verschiedene Zuspieltechniken anwenden
verschiedene Würfe anwenden.

 

Dribbeln gegen einen Abwehrspieler
Ballbesitzer und Abwehrspieler starten gleichzeitig zum Gegenüberliegenden Korb und umlaufen dabei die gleiche Anzahl an Hindernissen. Der Dribbler wirft auf den Korb, der Abwehrspieler soll den Ball im Wurf abwehren. Danach tauschen die Beiden die Positionen.
Varianten: Anzahl und Anordnung der Hindernisse verändern
sowohl mit der rechten, als auch mit der linken Hand werfen.

 

Slamlomdribbeln und Ballübergabe
Die Spieler beginnen an der Grundlinie. Auf der einen Spielfeldseite sind Hindernisse aufgestellt, auf der anderen sind drei Zuspieler.
Slalomdribbeln um die Hindernisse und Korbwurf. Danach Ballabgabe zum ersten Anspielpunkt, nachlaufen und Ballübergabe. Anschießend Ballabgabe zum nächsten Zuspieler.
Varianten: Anzahl der Hindernisse und Zuspiele verändern
Zuspieler hält bei der Ballübergabe den Ball über dem Kopf
Handwechsel und Drehung vor dem Hinderniss

 

Spiel 3:3:3
Eine aus drei Spielern bestehende Mannschaft greift gegen drei Abwehrspielern an, während eine dritte Mannschaft – am anderen Korb passiv bleibt.
Mannschaft A spielt gegen Mannschaft B auf einen Korb. Erobert Mannschaft B den Ball greift sie auf den gegenüberliegenden Korb Mannschaft C an. Danach spielet C gegen A.
Varianten: Überzahlangriff 3:1, 3:2 ( die restlichen Spieler stehen an der Seite und greifen erst bei Balllbesitz ein)
Spiel 2:3 mit 2 Angreifern gegen 3 Abwehrspieler (das Doppeln üben).

 

Zuspiel oder Korbwurf
Der Angreifer beginnt von der Mittellinie in Richtung Korb zu dribbeln. Zwei Mitspieler befinden sich in den Eckenpositionen. In Höhe der Freiwurflinie muß der Ballbesitzer je nach Reaktion der beiden Abwehrspieler entscheiden, ob er auf den Korb wirft, oder den freien Mann anspielt.
Varianten: Reaktion der Abwehrspieler durch Zeichen festlegen
Handwechsel oder Drehung im Dribbling
Dribbelrichtung ändern

 

Dribbeln mit zwei Bällen
Ein Spieler dribbelt mit zwei Bällen gleichzeitig
Varianten:
asynchron dribbeln
Ausgangsstellung verändern (z.B. Sitzen, Bauchlage, Kniestand) oder in der Bewegung (Gehen, Laufen)
unterschiedliche Bälle verwenden ( Handball und Basketball)
Dribbelbewegung auf Handzeichen durchführen) Handwechsel während des Dribblings

 

Spiel mit mehreren Bällen
Zwei Mannschaften spielen gegeneinander, jeder Angreifer hat einen Ball und dribbelt. Mit der freien Hand wird der Spielball zugespielt und auf den Korb geworfen..
Varianten: Handwechsel
unterschiedliche Bälle verwenden ( mit dem Volleyball dribbeln und mit dem Basketball spielen).
mit einer Hand dribbeln und zur gleichen Zeit mit dem Fuß einen Ball führen (vorwärts, rückwärts, Slalom)
jeder Spieler dribbelt mit einem Ball und gleichzeitig mit dem Fußball auf Tor spielen

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