Sprungwurf, Festigung


Lehrprobenentwurf zur D-Trainerausbildung
Bezirk Gießen 1998, 17.08.1998


 von Burkhard Hahn
Tannenweg 16
35418 Buseck


Thema: Übungen zur Festigung des Sprungwurfs


 




I. Der Sprungwurf


Der Sprungwurf ist eine der wichtigsten Wurfarten im Basketball. Mit ihm kann man leichter über einen Verteidigungsspieler hinweg werfen als beim Standwurf. Er ist schwerer abzuwehren, weil er höher abgeworfen wird und auch schnell ausgeführt werden kann. Der Werfer kann aus dem Stand oder direkt aus dem Abstoppen werfen.


Der einhändige Sprungwurf findet gegenwärtig am häufigsten aus mittlerer und weiter Entfernung Anwendung. Für einen einwandfreien Abdruck vom Boden ist die Fußstellung von großer Wichtigkeit und das besonders beim Heransetzen des Fußes (Rechtswerfer – rechter Fuß, Linkswerfer – linker Fuß) und beim Stoppen aus dem Lauf.


Gleichzeitig mit dem kräftigen Absprung wird der Ball bis über den Kopf geführt oder der bereits in dieser Höhe angenommene Ball dort gehalten (nicht heruntergenommen). Die Wurfbewegung erfolgt wie beim einhändigen Standwurf, wobei die Schwierigkeiten hier in der guten Koordination der Sprung- und der relativ schnellen Wurfbewegung liegen.


 


Taktische Gründe erfordern, den Zeitpunkt des Abwurfs folgendermaßen zu variieren:


 





Den Ball gleichzeitig mit dem Sprung (in der aufsteigenden Phase) auf den Korb werfen. Dazu ist ein kräftiger Absprung Voraussetzung.


Den gesamten Bewegungsablauf in zwei deutlich sichtbare Phasen trennen. Die Armstreckung wird am Ende des Sprunges begonnen, wenn der Spieler gewissermaßen in der Luft „steht“, so daß Sprung und Wurf augenfällig voneinander unterschieden werden können.


Der Wurf erfolgt mit Verzögerung. Hier sind die zwei beschriebenen Phasen noch deutlicher zu betonen, indem die Armstreckung erst erfolgt, wenn der Werfer bereits wieder mit der Landung beginnt. Dieser verzögerte Wurf aus mittlerer Entfernung wird oft mit einem Zurückbeugen des Oberkörpers verbunden.


 


Statthafte Abweichungen



– Leichtes Springen nach vorn, ohne bedeutenden Raumgewinn


– Leichtes Springen nach hinten, ohne bedeutenden Raumgewinn


– Im Wurfansatz leichtes Zurücknehmen des Balles hinter den Kopf


– „Lockerer Sprung“ (unvollständiger Absprung mit 60 bis 80 Prozent der maximalen Höhe).


 


Fehlerhafte Abweichungen



– Sprung mit Raumgewinn nach vorn


– Sprung mit Raumgewinn nach hinten und Verlieren des Gleichgewichts


– Seitlich schräge Körperhaltung nach dem Absprung


– Mangelhafter Absprung, der die nachfolgenden Bewegungen so beeinträchtigt, daß sie disharmonisch und hastig erfolgen


– Konterbewegungen im Sprungverlauf (Hüfte, Oberkörper).




 


II. Trainingssituation


Es ist davon auszugehen, daß die zu trainierenden Jugendlichen den Sprungwurf nahezu beherrschen. Die Anzahl der Trainingsteilnehmer ist nicht so entscheidend, die einzelnen Gruppen sollten jedoch nicht zu groß sein, so daß ein gezieltes trainieren eines jeden Einzelnen gewährleistet ist.


Der Leistungsstand (konditionelle und koordinative Fähigkeiten, motorisches Fertigkeitsniveau) sollte bereits fortgeschritten sein, dies ist wohl bei Jugendlichen im C-, eher noch im B-Jgd. Bereich zu erwarten.




 


III. Didaktische Überlegungen


Der Korbwurf stellt die Endphase jeder Angriffsaktion dar und ist zugleich das schwierigste Element der Basketballtechnik. Die Schnelligkeit der Spielbewegungen muß mit einer genauen und harmonischen Korbwurfbewegung verbunden werden. Hierin liegt auch der wesentlichste Unterschied zu den anderen Sportspielen, in denen die Angriffsaktionen mit scharfen Würfen oder Schüssen beendet werden.


Früher unterschied man bei den Korbwürfen verschiedene Arten: von unten, von der Brust, aus Kopfhöhe, über Kopfhöhe. Heute wird grundsätzlich angestrebt, die Spieler in den Korbwürfen so auszubilden, daß ein möglichst hoher Wurfansatz – also möglichst über Kopfhöhe gewählt wird. Unterschieden wird vor allem in beid- und einhändige Korbwürfe aus Nah-, Mittel- und Weitdistanz.


Die größte Zeitverschwendung beim Basketballtraining wird bei der Durchführung des Wurftrainings durch Zulassen von Freiem Werfen gemacht . Es ist ein großer Fehler, Spielern – wenn sie in die Halle kommen – zu gestatten, wahllos auf den Korb zu werfen. Schießen ohne Ziel wird zu sinnlosem Herumballern. Der Lehrer/Trainer muß daher für das Wurftraining immer Ziele und Aufgaben setzen, die die korrekte Technik und dabei besonders Konzentration, Vorstellungskraft, Schnelligkeit, Kraft und Streß (Gegner wie Mitspieler) berücksichtigen. Folgende Formen und Merkmale sollte ein Wurftraining beinhalten:


 





Imitations – Training: Der Werfer macht alle Wurfbewegungen ohne Ball, z. B. 10 Sprungwürfe oder Dribbling plus Sprungwürfe, und imitiert die gesamte Bewegung. Der Werfer macht alle Wurfbewegungen ohne Ball, z. B. 10 Sprungwürfe oder Dribbling plus Sprungwürfe, und imitiert die gesamte Bewegung.


Zweierwurftraining: ein Spieler wirft, der andere paßt den Ball zurück, so daß der Werfer den Ball fangen und mit den Füßen in eine Wurfposition gehen muß; z. B. stets links-rechts als Rechtshänder. ein Spieler wirft, der andere paßt den Ball zurück, so daß der Werfer den Ball fangen und mit den Füßen in eine Wurfposition gehen muß; z. B. stets links-rechts als Rechtshänder.


Zweierwurftraining mit Positionswechsel: Werfer wechselt nach jedem Wurf in eine neue Position; besonders die Fußarbeit muß beachtet werden; Werfer wechselt nach jedem Wurf in eine neue Position; besonders die Fußarbeit muß beachtet werden;


Wurf gegen halbaktive Verteidigung: Zweierwurftraining, Passer geht hinterher und macht leichten Druck auf den Werfer. Zweierwurftraining, Passer geht hinterher und macht leichten Druck auf den Werfer.


Wurftwettbewerb: Zweierwurftraining, z. B. jeder macht 5 Würfe, Treffer werden gezählt; Zweierwurftraining, z. B. jeder macht 5 Würfe, Treffer werden gezählt;


Einzelwurftraining und Paß zu ich selbst: Werfer holt Rebound, paßt Ball als Bogenpaß ins Feld zurück, Ball springt hoch auf, Werfer geht zum Ball, macht entsprechende Fußarbeit und wirft; z. B. fünfmal; Werfer holt Rebound, paßt Ball als Bogenpaß ins Feld zurück, Ball springt hoch auf, Werfer geht zum Ball, macht entsprechende Fußarbeit und wirft; z. B. fünfmal;


Einzelwurftraining mit Stuhl und Finte: Ball liegt auf Stuhl, Spieler nimmt den Ball auf, fintiert, dribbelt zur Seite und wirft. Ball liegt auf Stuhl, Spieler nimmt den Ball auf, fintiert, dribbelt zur Seite und wirft.


Minuten-Wurftraining: Zweierwurftraining, der Werfer wirft eine Minute lang und zählt Würfe und Treffer. Zweierwurftraining, der Werfer wirft eine Minute lang und zählt Würfe und Treffer.


Wurf nach V-Schneiden und nach Block: hier werden die Methoden kombiniert, z. B. fünfmal Schneiden, Anspiel, Fußarbeit, Wurf. hier werden die Methoden kombiniert, z. B. fünfmal Schneiden, Anspiel, Fußarbeit, Wurf.


Es sind natürlich noch verschiedene andere Formen denkbar. Wesentlich ist, daß der Werfer ein Ziel hat, sei es korrekte Beinarbeit oder Wettbewerb usw.



 


IV. Methodische Überlegungen


Um Würfe möglichst ökonomisch und intensiv trainieren zu können, müssen folgende Voraussetzungen beachtet werden:





Nutzung aller vorhandenen Körbe;


möglichst viele Bälle verwenden, ein Ball pro Spieler oder Paar, denn nur durch Einer- oder Zweierwurftraining ist intensives Wurftraining möglich;


Geräte wie Holzfiguren, Stangen, Stühle zum Umspielen und Überwerfen nutzen;


Markierungspunkte an der Wand (in Korbnähe) zur Korrektur fehlerhafter Wurfbewegungen verwenden.


In den USA trainieren alle Leistungsmannschaften (High School, College) täglich 2 Stunden. Dabei gehen im allgemeinen jedem Training ca. 30 (- 40) Minuten Wurftraining voraus. Diese Zeit haben wir weder in Verein noch Schule. Wurftraining muß aber in jeder Trainings-/Unterrichtseinheit geleistet werden.


Die methodische Aufschaltung erfolgt in folgenden Schritten:




Vereinfachte, konstante Bedingungen


z.T. als Vorübungen, z. B. Sprungwurf an der Wand, Zweierrhythmus ohne Ball; ohne Verteidiger; feste Wurfpositionen, konstante Übungsform.


Variierende Bedingungen


zunächst ohne Verteidiger, Variieren von Wurfentfernung, -tempo; Hinzunahme anderer Fertigkeiten, z. B. Dribbeln-Stoppen-Werfen; Hinzunahme eines passiven Verteidigers, z. B. Wurf über erhobene Arme.


Spielnahe Bedingungen und Situationen


Hinzunahme eines passiven, dann halbaktiven Verteidigers, z. B. Fintieren-Dribbeln-Sprungwurf; Wurf in Zweier-, Dreiergruppen aus den Spielpositionen 2-0, 3-0 (ohne Verteidiger) des Gesamtangriffssystems, z.B. Würfe beim Passen und Schneiden, Wurfschirm, Kreuzen, Gegenblock; Würfe in Zweier-, Dreiergruppen aus den Spielpositionen des 2 – 2, 3 – 3, also mit Verteidiger (passiv, halbaktiv).


Erschwerte Bedingungen


Würfe gegen aktiven Verteidiger, Würfe unter besonderer Belastung, z. B. nach Sprints und Sprüngen, gegen großen, starken Verteidiger.


Spielgerechte Situationen und Spiel


gegen aktiven Verteidiger im Spiel 2-2, 3 – 3, z. B. ein Aufbauspieler, ein Flügelspieler und ein Center, die nur auf einer Korbseite spielen und werfen; gegen aktive Verteidiger im Spiel 5 – 5.


 


V. Ziele der Trainingseinheit



Ständiges Automatisieren und Verfeinern der technischen Wurfform durch stereotypisches Wiederholen.


Ständiges Verfeinern und Stabilisieren der technisch-taktischen Form durch spielsituativ erschwerte Bedingungen.


 


Verlaufsplan


 







Nr.


Übungen


Zeit


Hilfsmittel.























  Aufwärmen/Einstimmteil    

1a

Lockeres Laufen durch eine Basketball Spielfeldhälfte, beim Treffen eines Mitspielers springen und abklatschen.

3 min

 

2a

Anlaufen an den Korb mit Korbleger links und rechts

5 min

 

3a

Dehnung über 10 und unter 15 sek (Kopf,Rumpf,Arme,Beine)

7 min

alle 4 Funktionskreise




















































  Hauptteil    

1h

2 m vor die Wand stellen, abspringen und an die Wand werfen

2 min

Fehlerkorrektur

2h

Paarweise zusammen, Sprungwurf aus dem Stand

3 min

ein Ball

3h

Sprungwurf aus mittlerer Distanz, jeder 10 Stück

3 min

es wird gezählt

4h

Paßgeber Höhe Birne, Rest läuft an, bekommt Paß in der Luft , stoppt und macht einen Sprungschuß

3 min

 

5h

Finte vor einer Fahne, Dribbling und Sprungwurf

3 min

Stuhl oder Fahne

6h

Paarweise zusammen, Center paßt zu Flügel, Sprungwurf über Wurfschirm

3 min

Verteidiger bleibt passiv

7h

Sprungwurf über Deckung, Paß zum Werfer, hinterherlaufen und Wurf verhindern

4 min

nach 10 Würfen wechseln

8h

Center steht auf Höhe Birne, Angreifer macht eine Finte, läuft zur Freiwurflinie, bekommt Paß und macht einen Sprungschuß gegen aktiven Verteidiger

4 min

Angreifer und Verteidiger, Center bleibt passiv

9h

2 Gruppen, 21 er Spiel, verschiedene Positionen

5 min

 


Lehrprobenentwurf zur D-Trainerausbildung
Bezirk Gießen 1998, 17.08.1998

 von Burkhard Hahn
Tannenweg 16
35418 Buseck

Thema: Übungen
zur Festigung des Sprungwurfs

I. Der Sprungwurf

Der Sprungwurf
ist eine der wichtigsten Wurfarten im Basketball. Mit ihm kann man leichter
über einen Verteidigungsspieler hinweg werfen als beim Standwurf. Er ist
schwerer abzuwehren, weil er höher abgeworfen wird und auch schnell ausgeführt
werden kann. Der Werfer kann aus dem Stand oder direkt aus dem Abstoppen werfen.

Der einhändige
Sprungwurf findet gegenwärtig am häufigsten aus mittlerer und weiter
Entfernung Anwendung. Für einen einwandfreien Abdruck vom Boden ist die
Fußstellung von großer Wichtigkeit und das besonders beim Heransetzen
des Fußes (Rechtswerfer – rechter Fuß, Linkswerfer – linker Fuß)
und beim Stoppen aus dem Lauf.

Gleichzeitig
mit dem kräftigen Absprung wird der Ball bis über den Kopf geführt
oder der bereits in dieser Höhe angenommene Ball dort gehalten (nicht heruntergenommen).
Die Wurfbewegung erfolgt wie beim einhändigen Standwurf, wobei die Schwierigkeiten
hier in der guten Koordination der Sprung- und der relativ schnellen Wurfbewegung
liegen.

Taktische Gründe
erfordern, den Zeitpunkt des Abwurfs folgendermaßen zu variieren:

Den Ball gleichzeitig
mit dem Sprung (in der aufsteigenden Phase) auf den Korb werfen. Dazu
ist ein kräftiger Absprung Voraussetzung.

Den gesamten
Bewegungsablauf in zwei deutlich sichtbare Phasen trennen. Die Armstreckung
wird am Ende des Sprunges begonnen, wenn der Spieler gewissermaßen
in der Luft "steht", so daß Sprung und Wurf augenfällig
voneinander unterschieden werden können.

Der Wurf erfolgt
mit Verzögerung. Hier sind die zwei beschriebenen Phasen noch deutlicher
zu betonen, indem die Armstreckung erst erfolgt, wenn der Werfer bereits
wieder mit der Landung beginnt. Dieser verzögerte Wurf aus mittlerer
Entfernung wird oft mit einem Zurückbeugen des Oberkörpers verbunden.

Statthafte
Abweichungen

– Leichtes Springen
nach vorn, ohne bedeutenden Raumgewinn

– Leichtes
Springen nach hinten, ohne bedeutenden Raumgewinn

– Im Wurfansatz
leichtes Zurücknehmen des Balles hinter den Kopf

– "Lockerer
Sprung" (unvollständiger Absprung mit 60 bis 80 Prozent der maximalen
Höhe).

Fehlerhafte
Abweichungen

– Sprung mit Raumgewinn nach
vorn

– Sprung mit Raumgewinn nach
hinten und Verlieren des Gleichgewichts

– Seitlich schräge Körperhaltung
nach dem Absprung

– Mangelhafter Absprung, der
die nachfolgenden Bewegungen so beeinträchtigt, daß sie disharmonisch
und hastig erfolgen

– Konterbewegungen im Sprungverlauf
(Hüfte, Oberkörper).

II. Trainingssituation

Es ist davon
auszugehen, daß die zu trainierenden Jugendlichen den Sprungwurf nahezu
beherrschen. Die Anzahl der Trainingsteilnehmer ist nicht so entscheidend, die
einzelnen Gruppen sollten jedoch nicht zu groß sein, so daß ein
gezieltes trainieren eines jeden Einzelnen gewährleistet ist.

Der Leistungsstand
(konditionelle und koordinative Fähigkeiten, motorisches Fertigkeitsniveau)
sollte bereits fortgeschritten sein, dies ist wohl bei Jugendlichen im C-, eher
noch im B-Jgd. Bereich zu erwarten.

III. Didaktische Überlegungen

Der Korbwurf
stellt die Endphase jeder Angriffsaktion dar und ist zugleich das schwierigste
Element der Basketballtechnik. Die Schnelligkeit der Spielbewegungen muß
mit einer genauen und harmonischen Korbwurfbewegung verbunden werden. Hierin
liegt auch der wesentlichste Unterschied zu den anderen Sportspielen, in denen
die Angriffsaktionen mit scharfen Würfen oder Schüssen beendet werden.

Früher unterschied
man bei den Korbwürfen verschiedene Arten: von unten, von der Brust, aus
Kopfhöhe, über Kopfhöhe. Heute wird grundsätzlich angestrebt,
die Spieler in den Korbwürfen so auszubilden, daß ein möglichst
hoher Wurfansatz – also möglichst über Kopfhöhe gewählt
wird. Unterschieden wird vor allem in beid- und einhändige Korbwürfe
aus Nah-, Mittel- und Weitdistanz.

Die größte
Zeitverschwendung beim Basketballtraining wird bei der Durchführung des
Wurftrainings durch Zulassen von Freiem Werfen gemacht . Es ist ein großer
Fehler, Spielern – wenn sie in die Halle kommen – zu gestatten, wahllos auf
den Korb zu werfen. Schießen ohne Ziel wird zu sinnlosem Herumballern.
Der Lehrer/Trainer muß daher für das Wurftraining immer Ziele und
Aufgaben setzen, die die korrekte Technik und dabei besonders Konzentration,
Vorstellungskraft, Schnelligkeit, Kraft und Streß (Gegner wie Mitspieler)
berücksichtigen. Folgende Formen und Merkmale sollte ein Wurftraining beinhalten:


Imitations – Training: Der Werfer macht alle Wurfbewegungen ohne Ball, z. B. 10 Sprungwürfe oder Dribbling plus Sprungwürfe, und imitiert die gesamte Bewegung. Der Werfer macht alle Wurfbewegungen ohne Ball, z. B. 10 Sprungwürfe oder Dribbling plus Sprungwürfe, und imitiert die gesamte Bewegung.


Zweierwurftraining: ein Spieler wirft, der andere paßt den Ball zurück, so daß der Werfer den Ball fangen und mit den Füßen in eine Wurfposition gehen muß; z. B. stets links-rechts als Rechtshänder. ein Spieler wirft, der andere paßt den Ball zurück, so daß der Werfer den Ball fangen und mit den Füßen in eine Wurfposition gehen muß; z. B. stets links-rechts als Rechtshänder.


Zweierwurftraining mit Positionswechsel: Werfer wechselt nach jedem Wurf in eine neue Position; besonders die Fußarbeit muß beachtet werden; Werfer wechselt nach jedem Wurf in eine neue Position; besonders die Fußarbeit muß beachtet werden;


Wurf gegen halbaktive Verteidigung: Zweierwurftraining, Passer geht hinterher und macht leichten Druck auf den Werfer. Zweierwurftraining, Passer geht hinterher und macht leichten Druck auf den Werfer.


Wurftwettbewerb: Zweierwurftraining, z. B. jeder macht 5 Würfe, Treffer werden gezählt; Zweierwurftraining, z. B. jeder macht 5 Würfe, Treffer werden gezählt;


Einzelwurftraining und Paß zu ich selbst: Werfer holt Rebound, paßt Ball als Bogenpaß ins Feld zurück, Ball springt hoch auf, Werfer geht zum Ball, macht entsprechende Fußarbeit und wirft; z. B. fünfmal; Werfer holt Rebound, paßt Ball als Bogenpaß ins Feld zurück, Ball springt hoch auf, Werfer geht zum Ball, macht entsprechende Fußarbeit und wirft; z. B. fünfmal;


Einzelwurftraining mit Stuhl und Finte: Ball liegt auf Stuhl, Spieler nimmt den Ball auf, fintiert, dribbelt zur Seite und wirft. Ball liegt auf Stuhl, Spieler nimmt den Ball auf, fintiert, dribbelt zur Seite und wirft.


Minuten-Wurftraining: Zweierwurftraining, der Werfer wirft eine Minute lang und zählt Würfe und Treffer. Zweierwurftraining, der Werfer wirft eine Minute lang und zählt Würfe und Treffer.


Wurf nach V-Schneiden und nach Block: hier werden die Methoden kombiniert, z. B. fünfmal Schneiden, Anspiel, Fußarbeit, Wurf. hier werden die Methoden kombiniert, z. B. fünfmal Schneiden, Anspiel, Fußarbeit, Wurf.

Es sind natürlich noch verschiedene
andere Formen denkbar. Wesentlich ist, daß der Werfer ein Ziel hat, sei
es korrekte Beinarbeit oder Wettbewerb usw.

IV. Methodische Überlegungen


Um Würfe möglichst
ökonomisch und intensiv trainieren zu können, müssen folgende
Voraussetzungen beachtet werden:

Nutzung aller vorhandenen Körbe;

möglichst viele Bälle
verwenden, ein Ball pro Spieler oder Paar, denn nur durch Einer- oder
Zweierwurftraining ist intensives Wurftraining möglich;

Geräte wie Holzfiguren,
Stangen, Stühle zum Umspielen und Überwerfen nutzen;

Markierungspunkte an der Wand
(in Korbnähe) zur Korrektur fehlerhafter Wurfbewegungen verwenden.

In den USA trainieren
alle Leistungsmannschaften (High School, College) täglich 2 Stunden. Dabei
gehen im allgemeinen jedem Training ca. 30 (- 40) Minuten Wurftraining voraus.
Diese Zeit haben wir weder in Verein noch Schule. Wurftraining muß aber
in jeder Trainings-/Unterrichtseinheit geleistet werden.


Die methodische
Aufschaltung erfolgt in folgenden Schritten:

Vereinfachte,
konstante Bedingungen

z.T. als Vorübungen,
z. B. Sprungwurf an der Wand, Zweierrhythmus ohne Ball; ohne Verteidiger;
feste Wurfpositionen, konstante Übungsform.

Variierende Bedingungen


zunächst
ohne Verteidiger, Variieren von Wurfentfernung, -tempo; Hinzunahme anderer
Fertigkeiten, z. B. Dribbeln-Stoppen-Werfen; Hinzunahme eines passiven Verteidigers,
z. B. Wurf über erhobene Arme.


Spielnahe
Bedingungen und Situationen

Hinzunahme eines
passiven, dann halbaktiven Verteidigers, z. B. Fintieren-Dribbeln-Sprungwurf;
Wurf in Zweier-, Dreiergruppen aus den Spielpositionen 2-0, 3-0 (ohne Verteidiger)
des Gesamtangriffssystems, z.B. Würfe beim Passen und Schneiden, Wurfschirm,
Kreuzen, Gegenblock; Würfe in Zweier-, Dreiergruppen aus den Spielpositionen
des 2 – 2, 3 – 3, also mit Verteidiger (passiv, halbaktiv).

Erschwerte Bedingungen


Würfe
gegen aktiven Verteidiger, Würfe unter besonderer Belastung, z. B.
nach Sprints und Sprüngen, gegen großen, starken Verteidiger.

Spielgerechte Situationen und Spiel


gegen aktiven
Verteidiger im Spiel 2-2, 3 – 3, z. B. ein Aufbauspieler, ein Flügelspieler
und ein Center, die nur auf einer Korbseite spielen und werfen; gegen aktive
Verteidiger im Spiel 5 – 5.

V. Ziele der Trainingseinheit


Ständiges Automatisieren und Verfeinern der technischen Wurfform durch stereotypisches Wiederholen.

Ständiges Verfeinern und Stabilisieren der technisch-taktischen Form durch spielsituativ erschwerte Bedingungen.

Verlaufsplan


Nr.


Übungen


Zeit


Hilfsmittel.

  Aufwärmen/Einstimmteil    

1a

Lockeres Laufen durch eine Basketball Spielfeldhälfte, beim Treffen eines Mitspielers springen und abklatschen.

3 min

 

2a

Anlaufen an den Korb mit Korbleger links und rechts

5 min

 

3a

Dehnung über 10 und unter 15 sek (Kopf,Rumpf,Arme,Beine)

7 min

alle 4 Funktionskreise
  Hauptteil    

1h

2 m vor die Wand stellen, abspringen und an die Wand werfen

2 min

Fehlerkorrektur

2h

Paarweise zusammen, Sprungwurf aus dem Stand

3 min

ein Ball

3h

Sprungwurf aus mittlerer Distanz, jeder 10 Stück

3 min

es wird gezählt

4h

Paßgeber Höhe Birne, Rest läuft an, bekommt Paß in der Luft , stoppt und macht einen Sprungschuß

3 min

 

5h

Finte vor einer Fahne, Dribbling und Sprungwurf

3 min

Stuhl oder Fahne

6h

Paarweise zusammen, Center paßt zu Flügel, Sprungwurf über Wurfschirm

3 min

Verteidiger bleibt passiv

7h

Sprungwurf über Deckung, Paß zum Werfer, hinterherlaufen und Wurf verhindern

4 min

nach 10 Würfen wechseln

8h

Center steht auf Höhe Birne, Angreifer macht eine Finte, läuft zur Freiwurflinie, bekommt Paß und macht einen Sprungschuß gegen aktiven Verteidiger

4 min

Angreifer und Verteidiger, Center bleibt passiv

9h

2 Gruppen, 21 er Spiel, verschiedene Positionen

5 min