Basketball Co@ches Corner

von Günter Steppich

Tipps&Tricks

ABSINKEN

Die Grundregel beim Verteidigen eines Angreifers ohne Ball lautet: je näher er dem Ballbesitzer ist, desto enger deckst Du ihn, je weiter er sich vom Ball entfernt, desto mehr Abstand hältst Du zu ihm, d.h. Du sinkst zum Ball hin ab. Das Basketballfeld lässt sich in zwei Längshälften teilen, die durch die (gedachte) Verbindungslinie zwischen den beiden Körben (Korb-Korb-Linie) getrennt werden: die Ballseite (engl.: ballside), auf der sich der Ballbesitzer befindet, und die sogenannte schwache, ballfreie Seite (weak side). Wenn Du einen Spieler auf der schwachen Seite verteidigst, sinkst Du von ihm ab, indem Du Dich hin zum Ballbesitzer hinbewegst. Dabei musst Du eine Position einnehmen, in der Du immer sowohl den Ballbesitzer als auch Deinen Gegenspieler gleichzeitig im Blick hast, ohne ständig den Kopf hin- und herdrehen zu müssen! Wenn Du den Angreifer deckst, der am weitesten vom Ball entfernt ist, sinkst Du bis auf die Korb-Korb-Linie ab. Zeige mit einer Hand auf den Ball und mit der anderen auf Deinen Gegenspieler, wie ein Polizist, der gleichzeitig zwei Gangster in Schach halten muss ("PISTOLS"). Dieses Verteidigerverhalten hat zwei große Vorteile: erstens kannst Du , falls der Ballbesitzer an seinem Verteidiger vorbeigeht, schnell aushelfen, zweitens kann Dein Gegenspieler Dich nicht mit einem schnellen Antritt überraschen und vor Dir in die Zone schneiden, denn Du stehst ja schon drin! Wenn Du richtig absinkst, ist Dein Angreifer nur mit einem Lobpass anspielbar, der Dir genügend Zeit lässt, ihn wieder eng zu verteidigen.
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ALIBIS

Viele Spieler sind Weltmeister im Erfinden von Gründen und Entschuldigungen für ihre Fehler - und einige davon mögen sogar zutreffen! Trotzdem ist es eine ziemlich dumme Angewohnheit. Was bringt es, irgendein Alibi zu finden, anstatt zu sagen, "Ich müsste einfach besser spielen"? Fühlt man sich mit irgend einer Ausrede wirklich besser? Immer Ausflüchte zu haben und anderen die Schuld zu geben, ist nichts als eine schlechte Angewohnheit. Gute Spieler legen dieses Verhalten ab und lernen, Verantwortung zu tragen. Sie lernen selbstkritisch und ehrlich zu werden und sich zu fragen "Was hätte ich selbst besser machen können?" Das heißt nicht, dass Dein Coach immer Recht hat und dass Schiedsrichter niemals Fehler machen! Aber gute Spieler entwickeln eine Einstellung, immer nach eigener Verbesserung zu suchen und Verantwortung zu übernehmen, auch wenn es einmal wirklich nicht ihr Fehler war. Ein guter Spieler rechnet mit Schwierigkeiten und verschwendet seine Zeit nicht mit Ausreden, weil er sich zu sehr damit beschäftigt, wie er die Probleme überwinden kann. Was denkst Du, wenn ein anderer Spieler nach dem Spiel behauptet, das Licht, der Ball, der Schiedsrichter oder die komischen Körbe seien schuld gewesen? Was denkst Du über den Spieler, der nach einem verlegten Korbleger mit schmerzverzerrtem Gesicht zurückhumpelt, aber schon beim nächsten Angriff wieder ganz normal laufen kann? Andere Spieler tischen dem Trainer vor jedem wichtigen Spiel alle möglichen Wehwehchen auf (Kopfschmerzen, "was ins Auge gekriegt" u.ä.) um sich schon im voraus abzusichern, falls sie schlecht spielen. Mach Dich selbst nicht genauso lächerlich.
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ANGETÄUSCHTE TÄUSCHUNG

Da viele Spieler schlechte Täuschungen (überhastet und unglaubwürdig) verwenden, um freizukommen, ist es oft möglich mit einer angetäuschten schlechten Täuschung zum Erfolg zu kommen. Das klingt verwirrend, aber es ergibt einen Sinn und es funktioniert. Nehmen wir z.B. eine Bewegung "Finte und Kreuzschritt-Durchbruch". Viele Spieler machen das mit einer hektischen Schritttäuschung nach links und einem anschließenden schnellen Kreuzschritt nach rechts mit dem linken Bein. Ein guter Verteidiger erkennt hier sofort, was der Angreifer vorhat und verhindert den Durchbruch nach rechts. Wenn Du nun diese schlechte Aktion antäuschst, wird der "clevere" Verteidiger, der schon oft auf schlechte Täuschungen nicht hereingefallen ist, Deinen Durchbruch nach rechts voraussehen und die rechte Seite zumachen. Du gehst aber gar nicht rechts vorbei, sondern links, und machst zwei Punkte! Wichtig dabei ist, dass Du bei der Täuschung nach links den linken Fuß stehen läßt und nur eine Körpertäuschung machst. Dann machst Du einen großen Schritt nach rechts mit dem rechten Fuß! Der Verteidiger wird schon da sein, um Deinen vermeintlichen Durchbruch zu stoppen, aber Du machst jetzt einen langen, schnellen Kreuzschritt nach links (mit dem rechten Bein!) und ziehst vorbei. Anstatt einer Schrittfinte kannst Du auch eine schlechte Wurftäuschung erfolgreich anwenden. Eine offensichtlich schlechte Wurftäuschung lässt den Verteidiger denken, dass Du ziehen willst und er wird auf Deinen großen ersten Schritt gefasst sein und zurücksinken. Er wird nicht damit rechnen, dass dieser Schritt Deine eigentliche Täuschung ist und dass Du von Anfang an werfen wolltest. Auch mit Blicktäuschungen kannst Du so vorgehen. Sieh "unauffällig" in die Richtung, in die Du nicht gehen willst, aber sorge dafür, dass der Verteidiger es bemerkt. Der Verteidiger wird Dich "durchschauen" und schon vorher da sein - während Du natürlich zur anderen Seite gehst. Diese Täuschungen lassen Dich unglaublich schnell erscheinen, denn wenn Du sie nicht zu oft benutzt, sieht Dein Verteidiger ganz alt dabei aus.
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ANGREIFERBEWEGUNGEN / FREILAUFEN / CUTS

Wenn du gegen einen aggressiven Verteidiger angespielt werden willst, musst du dich nach Kontaktaufnahme explosiv vom Verteidiger Lösen, und nach Ballerhalt sofort die Ready-Position einnehmen. Ohne vorherigen Kontakt hat es der Verteidiger sehr leicht, im Passweg zu bleiben. Es gibt verschiedene Freilaufbewegungen, sogenannte "Cuts", die je nach Laufweg mit verschiedenen entsprechenden Buchstaben bezeichnet werden: I-Cut: eine simple rein-raus Bewegung. Kräftiger Abdruck vom Innenfuß (=der korbnähere Fuß), Lösen vom Korb weg, zum Ball hin (Hand als Ziel zeigen), Stop in Ready Position (Facing) V-Cut/L-Cut: wie oben, aber Ausgangspunkt der Bewegung ist nicht gleich Endpunkt, z.B. "rein" von tiefer Flügelposition, Lauf parallel zur Grundlinie, "raus" auf 45-Grad-Position; oder "rein" aus 45-Grad-Position, "hoch" auf Ecke Freiwurflinie V-Cut + Pop-out: rein-hoch-raus Bewegung, z.B. "rein" aus 45-Grad-Position, "hoch" auf die Ecke der Freiwurflinie, explosiv lösen nach Außen (Laufweg = Dreieck) Cut zum Ball auf der Ballseite: Gegner vom Ball wegziehen, dann mit Kreuzschritt oder Rolling (Beinarbeit wie bei der Dribbelwende) vorbei Cut von der Weakside: Kontaktaufnahme mit dem abgesunkenen Verteidiger, dann explosives Lösen mit Kreuzschritt oder Rolling Backdoor-Cut: Auf einer hohen Flügelposition (möglichst hinter der 3er-Linie) die Außenhand für das Anspiel zeigen, wenn der Verteidiger den Paßweg schließt, mit explosivem Kreuzschritt im Rücken des Verteidigers zum Korb schneiden. Backdoor darfst du nie antäuschen, sondern musst du immer bis zum Korb durchlaufen, sonst verursachst du eine klassische Fehlpasssituation!
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ANGRIFF GEGEN CENTER-FRONTING

Starke Center werden im Posting-up häufig von vorne verteidigt, um sie nicht in Ballbesitz kommen zu lassen. Diese Maßnahme ist besonders dann sinnvoll, wenn auf der Seite des Centers ein guter Distanzschütze spielt, der zu freien Würfen kommt, wenn sein Verteidiger den Center doppelt und dieser den Ball aus dem Doppeln wieder nach Außen passt. Das Center-Fronting hat jedoch zwei gravierende Schwächen, wenn die angreifende Mannschaft den Ball schnell um die Zone herum auf die andere Seite passt, denn der von vorne gedeckte Center kann seinen Gegenspieler einfach aussperren und hat nun die Innenposition. Dadurch ist er zum Einen bei einem Cut sehr gut anspielbar, zum Anderen ist er in einer hervorragenden Reboundposition (70% aller Fehlwürfe springen zur Weakside weg!). Eine clevere Mannschaft stellt also gegen eine solche Verteidigung ihren besten Werfer auf die Weakside, lockt den Verteidiger vor den Center und passt dann den Ball zur anderen Seite. Dort kann der gute Schütze nun einen Wurf mit sehr guter Reboundchance nehmen oder den Ball zum schneidenden Center passen.
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ANGRIFF GEGEN ZONE

Das Prinzip für den Angriff gegen Zone ist, dass man gegen jede Zone mit schnellen Pässen und viel Bewegung den Ball immer auf High-Post bekommst, und dann brennt's. Jede Zone lässt sich mit ein bisschen Grips und Geduld ganz genüsslich knacken. Dabei ist es VÖLLIG egal, ob diese Zone sich nun, 2-3, 3-2, 1-3-1 oder meinetwegen auch 5-0 nennt, das Prinzip in der Offense ist einfach immer das Gleiche. Ganz egal, wie die Grundaufstellung einer Zone (oder offziell Ball-Raum-Verteidigung) ist, sie muss sich IMMER an die Aufstellung der Offense anpassen - wenn nicht, steht nämlich mindestens einer völlig frei! Und in jeder Zone verteidigt den Hi-Post erstmal derjenige, der ihn vor dem Cut dorthin hatte. Es lässt sich also gegen jede Zone mit 2 Aufbauspielern (schon wegen der Fastbreak-Sicherung), einem Swing-Flügel, Hi-Post und Lo-Post spielen. Da sich wie gesagt jede Zone der Aufstellung des Gegners anpassen muss, zwingt man sie damit gleich in sein Lieblings-Set und man braucht nicht gegen jede Zone ein anderes ausgeklügeltes System, dass dann doch nicht klappt. Die Grundidee ist folgende: Die Zone versucht dich vom Brett fern zu halten und zu (möglichst frühen) Würfen von Außen zu verleiten. Also ist das Gegenteil dein Ziel! Schnelles Passen und viel Bewegung führen zu Abstimmungsproblemen in der Defense, das Ziel ist, den Ball dadurch zum Hi-Post zu bringen, der hat dann alle Möglichkeiten. Grundsätzliche Cuts gegen Zone: 1: Aufbau passt zu Flügel, cuttet zum Korb und zur Weakside, der 2. Aufbau füllt die freie Position 2: Flügel passt zu Aufbau, cuttet durch die Zone zur anderen Seite 3: Center rotieren mit dem Ziel, diagonal zum Ball auf die Freiwurflinie zu cutten, dabei erst zum Korb und dann nach oben cutten, um sich vom Verteidiger zu lösen 4: Hat der Hi-Post den Ball, cuttet der Lo-Post in die Zone, in seinem Sog cuttet der Flügel zum Korb Das spielt man nicht alles der Reihe nach und schematisch sondern situativ richtig, die Spieler müssen also die Defense lesen können und die Lücken erkennen.
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ANSPIELBAR SEIN

· Rechne jederzeit mit einem Paß, den du annehmen mußt! · Achte darauf, immer den Ball zu sehen! · Biete deinem Mitspieler ein deutliches Ziel für einen Paß durch deine ausgestreckte Hand und Blickkontakt! · Löse dich energisch und im richtigen Moment von deinem Gegenspieler! · Sichere die Ballannahme, indem du deinen Körper zwischen Ball und Gegenspieler bringst!
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ANSPIELBARKEIT

Zu jedem Zeitpunkt des Spiels anspielbar zu sein, ist eine wichtige Eigenschaft eines guten Spielers, die viele Zuschauer gar nicht als solche erkennen. Ein Spieler, der immer anspielbar ist, kann viele Situationen entschärfen, die seinen Mitspielern gefährlich werden könnten, und verhindert so viele Ballverluste. Viele Spieler haben die Tendenz, sich zu "verstecken" oder nicht dem Ball entgegenzukommen, wenn sie angespielt werden. Viele Spieler warten auch, bis ein Mitspieler gedoppelt wird, ehe sie ihm zu Hilfe kommen; ein guter Spieler riecht den Braten, bevor er anbrennt! Was ist, wenn der Gegner die ganze Zeit nur Manndeckung gespielt hat und plötzlich auf Presse wechselt? Bist Du sofort anspielbar oder brauchst Du eine halbe Stunde bis Dir der Wechsel auffällt? Wie viele Spiele hast Du gesehen, wo drei Spieler sich gegen eine Ganzfeldpresse abmühten, während zwei Center wild mit den Armen wedelnd an der anderen Grundlinie warteten? Was ist, wenn ein Ball ins Aus fliegt, und ein Mitspieler springt hinterher? Bist Du sofort da, oder schaust Du von der anderen Seite zu, wie er hilflos in der Luft hängt? Gute Spieler lösen viele Probleme, indem sie einfach anspielbar sind - mit einem einfachen Drei-Meter-Pass, nicht mit einem riskanten Pass durchs Nadelöhr! Warte nicht, bis der Ball zu Dir kommt - geh zum Ball! Arbeite, um wirklich frei zukommen und biete Deinem Mitspieler ein deutliches, sicheres Ziel mit einer oder beiden Händen.
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ANTIZIPATION

Das ist ein Lieblingswort aller Trainer und das Markenzeichen eines guten Spielers. Kannst Du antizipieren (vorausahnen), was als nächstes passieren wird? Niemand weiß es, aber es lohnt sich, darüber nachzudenken und sich auf alle Möglichkeiten vorzubereiten. Beispielsweise wird auf einen Rebound wahrscheinlich ein Outlet-Pass zur Seite folgen. Vielleicht auch nicht, aber ihn zu antizipieren und möglicherweise abzufangen, zeichnet einen cleveren Spieler aus. Es gibt unendlich viele Situationen, die sich in einem Basketballspiel ereignen können, und je mehr davon Du erahnen kannst, desto besser spielst Du. Versuche ständig, mitzudenken und Dich in die Lage Deiner Gegenspieler zu versetzen und ihre Gedanken zu erraten: "Was kann er jetzt machen? Was wird er wahrscheinlich machen? Was würde ich an seiner Stelle tun?" Sei im Kopf schneller und versuche, immer einen Schritt voraus zu denken.
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ÄRGERN

Man sieht es immer wieder: ein Spieler stampft wütend mit dem Fuß auf, schlägt die Hände vors Gesicht oder über dem Kopf zusammen und schaut verzweifelt "zum Himmel", weil er oder ein Mitspieler einen Korbleger versiebt oder irgend einen anderen Fehler begangen hat. Was soll's? Du stehst völlig frei und Dein Mitspieler sieht Dich nicht? Na und? Jedes Spiel ist voller Fehler, in jeder Spielminute passieren Fehlwürfe, Fehlpässe oder Verteidigungsfehler, auch Superstars machen da keine Ausnahme. Fehler sind etwas völlig Normales und noch nie hat eine theatralische Geste, gleich ob über Dich selbst ("Wie kann so etwas bloß mir passieren...?") oder über einen Mitspieler, einen Fehler auch nur eine Spur kleiner gemacht. Im Gegenteil! Jedes Ärgern, jede (Selbst-)Anklage kostet Dich Zeit und Konzentration auf das Spiel und aus Deinem vergebenen Korbleger wird auch noch ein Schnellangriff des Gegners, weil Du noch mit Selbstmordgedanken in der anderen Spielfeldhälfte stehst... Statt Dir verzweifelt die Haare zu raufen, solltest Du lieber schnellstens sehen, wie Du den Fehler wieder ausbügeln kannst. Abgesehen davon: jede theatralische Geste bewirkt nur, dass sich der Fehler besonders gut im Gedächtnis Deines Coaches festsetzt, und DAS willst Du doch sicher nicht... Versuche lieber, den negativen Eindruck sofort durch eine gute Aktion wieder auszulöschen.
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AUFBAUDRIBBLING GEGEN DRUCK

Wenn Du den Ball nach vorne dribbelst und Dein Gegenspieler steht Dir auf den Füßen und schiebt, was das Zeug hält, ohne dass der Schiri eingreift: NUR KEINE PANIK. Schütze Deinen Ball mit dem angewinkelten freien Arm und halte dagegen. Gib dem Druck nicht nach, lass Dich nicht in eine Richtung drängen, in die Du gar nicht willst. Begegne Druck mit Gegendruck. Drückt er dann noch stärker, setze noch mehr dagegen. Wenn Du nun plötzlich den Druck wegnimmst, indem Du die Richtung wechselst (z.B. durch ein schnelles Rückwärtsdribbling), verliert er für einen Moment das Gleichgewicht und Du bist vorbei.
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AUFHALTEN EINES SCHNELLEN DRIBBLERS

Bei einer Ganzfeldpresse oder einem gegnerischen Fastbreak stehst Du oft vor dem Problem, einen ungedeckten schnellen Dribbler stoppen zu müssen. Viele Spieler machen dabei den Fehler, dem Dribbler entgegenzulaufen, um ihn aufzuhalten. Das macht es ihm leicht, Dich auszuspielen. Ein guter Verteidiger nimmt erst einmal das Tempo des Dribblers auf, das heißt, er bewegt sich zunächst MIT ihm und stoppt ihn dann einige Meter weiter hinten.
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AUSBLOCKEN/AUSBOXEN

Eine alte Basketballweisheit sagt: wer die Bretter kontrolliert, kontrolliert das Spiel. Und doch raufen sich bis in die höchsten Spielklassen Coaches in jedem Spiel die Haare, weil ihre Spieler beim Rebound mal wieder nicht ausgeblockt haben. Offensivrebounds kommen selten zustande, weil ein Angreifer sich besonders clever verhalten hat. Fast immer liegt es daran, dass ein Verteidiger schlicht und ergreifend vergessen hat, seinen Gegenspieler auszublocken. Dabei ist Ausblocken wirklich keine Kunst, der Fehler liegt, wie so oft, im Kopf! Du musst bei jedem Wurf daran denken, auch wenn Dein Gegner vermeintlich viel zu weit weg vom Korb steht. Wieviele Rebounds sind schon weit über Deinen Kopf weggesprungen und Deinem Gegenspieler in die Arme, nur weil Du nicht ausgeblockt hast. Die Körperhaltung beim Ausblocken entspricht der Verteidigungsstellung: Knie gebeugt, Füße mindestens Schulterbreite, Oberkörper aufrecht, die Hände befinden sich auf Ohrhöhe. Das Allerwichtigste ist, dass Du beim Wurf nicht dem Ball hinterher schaust, sondern Deinen Gegenspieler beobachtest: "Geht er zum Rebound? Zu welcher Seite geht er?" Meistens hat er keine Zeit zum Täuschen, sondern läuft geradewegs zum Korb. Alles was Du tun musst, ist, ihm den Weg zu versperren und ihn "auf den Rücken zu nehmen". Ausblocken heißt Kontakt aufnehmen, Du musst Deinen Gegenspieler im Rücken spüren, aber halte Deinen Oberkörper unbedingt aufrecht, sonst sieht es aus, als hättest Du ihn unterlaufen. Der aufrechte Oberkörper hat auch den Vorteil, dass der Angreifer nicht mehr richtig springen kann, und wenn er es tut, wird es sein Foul werden. Mit gebeugten Knien und aufrechtem Oberkörper kannst Du auch wesentlich größere und schwerere Angreifer ausblocken. Es gibt verschiedene Ansichten, welche Beinarbeit man bei der Drehung zum Ausblocken anwenden soll. Ich denke, es spielt keine Rolle; nimm ihn auf den Rücken, wie Du das machst ist egal, Hauptsache ist, er kommt nicht an Dir vorbei!
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AUSDAUER

Eine gute Ausdauer ist im Basketball natürlich Pflicht, diese Fähigkeit sollte allerdings nicht maximal, sondern nur optimal entwickelt werden. Unter zu umfangreichem Ausdauertraining leidet die Schnelligkeit, denn die Muskulatur stellt sich, je nach Trainingsbelastung, auf bestimmte Anforderungen ein. Die Schnelligkeitsfähigkeit hängt in hohem Maß von der Art der Muskulatur ab. Vereinfacht dargestellt, gibt es in der Skelettmuskulatur zwei Grundtypen von Muskelfasern, zum einen schnellzuckende FT-Fasern (fast twitch), zum anderen langsamzuckende, ausdauernde ST-Fasern (slow twitch). Darüber hinaus gibt es bis zum Einsetzen der Pubertät einen sehr hohen Anteil (Jungen 13%, Mädchen 8%) an sogenannten intermediären Muskelfasern, die bei entsprechender Schnelligkeitsbeanspruchung in schnelle FT-Fasern umgewandelt werden. Fehlen die notwendigen Schnelligkeitsreize in diesem Alter, so werden diese Fasern unwiderruflich zu langsamen ST-Fasern festgelegt. Eine spätere Umwandlung langsamer Muskulatur in schnellkräftige ist unmöglich. Wird zuviel Ausdauer trainiert, werden zudem schnellkräftige Muskelfasern für Ausdauerleistungen rekrutiert, wodurch die Schnelligkeitsfähigkeit nachlässt.
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AUSHELFEN

Wenn Du in der Verteidigung einen Dribbler aufnehmen musst, um einem ausgespielten Mitspieler zu helfen, bleibe auf gleicher Höhe mit Deinem eigenen Gegenspieler. Bewege Dich nicht nach vorne, sondern nach innen! Wenn Dein Gegenspieler clever ist, wird er versuchen, hinter Dich zu kommen, um einen Pass direkt am Korb zu erhalten. Versuche beim Aushelfen auf gleicher Höhe mit Deinem eigenen Mann zu bleiben, sonst hast Du im Fall eines Passes kaum noch eine Chance, ihn wieder aufzunehmen und zu stoppen. Wenn Du aushilfst und Dein Mann bewegt sich zur Grundlinie, dann sinke ebenfalls zurück. Lass ihn auf keinen Fall hinter Dich kommen. Beim Aushelfen kannst Du selten einen Sprungwurf des Dribblers stoppen, aber Du musst auf jeden Fall einen Korbleger verhindern. Also bewege Dich in seine Bahn und versuche, ihn so korbfern wie möglich zu stoppen (damit Dein Mitspieler ihn wieder aufnehmen kann), aber behalte Deinen Mann im Auge - solange Du ihn sehen kannst, stehst Du richtig. Hast Du den Dribbler gestoppt, nimm sofort Deinen Mann wieder auf. Ein Sprungwurf von der Freiwurflinie ist (fast) immer ungefährlicher, als ein Pass unter den Korb!
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AUSSPIELEN

Wenn man bei weniger als 24 Sekunden auf der Spieluhr in Ballbesitz kommt und führt, spielt man aus, damit der Gegner möglichst gar nicht mehr in Ballbesitz kommt. Um jedes Risiko eines gegnerischen Glückswurfs auszuschließen, nimmt man am besten gar keinen Wurf mehr. Das heißt auch, daß man gar nicht mehr versucht, den Ball in die Nähe des Korbes zu bringen. Dabei ist das Ziel, mit schnellem Passspiel zu verhindern, dass der Gegner die Uhr stoppt. Man sollte sich möglichst nicht auf Dribbelduelle einlassen, da dabei die Gefahr eines Ballverlusts oder taktischen Fouls zum Stoppen der Uhr sehr groß ist. Teams bei denen der beste Dribbler zugleich der beste Freiwerfer ist, lassen allerdings häufig einfach den Ball in dessen Händen, damir er im Fall eines Fouls an die Linie geht. Auch wenn man kurz vor der Halbzeit bei weniger als 24 Sekunden auf der Spieluhr den Ball bekommt, sollte man auf jeden Fall ausspielen und erst in den letzten 5 Sekunden einen Wurf nehmen, egal ob man führt oder nicht. Man sollte dem Gegner einfach keine Chance geben, selbst noch einen Korb zu erzielen. Bei einem Unentschieden sollte man versuchen, die Uhr bis auf 3 Sekunden herunter zu spielen, um bei einem Treffer das Spiel zu gewinnen oder bei einem Fehlwurf in die Verlängerung gehen zu können. Wer bei ausgeglichenem Spielstand nicht ausspielt, schenkt dem Gegner die Chance, das Spiel noch zu gewinnen.
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AUSWECHSELSPIELER UND "ERSTE FÜNF"

Man sieht es so oft bei knappen Spielen: ein Spieler, der lange Zeit auf der Bank gesessen hat, wird eingewechselt, macht ein, zwei Fehler, wird wieder ausgewechselt und verbringt den Rest des Spiels auf der Bank. Der Spieler ist sauer und verunsichert, der Coach setzt ihn beim nächsten knappen Spiel gar nicht mehr ein, und der Spieler verlässt vielleicht mitten in der Saison frustriert die Mannschaft. Was lässt sich tun, um solche Konfliktsituationen zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren? Zunächst müssen sich Trainer und Spieler vor der Saison über ihre Vorstellungen und Erwartungen im klaren sein. Der Trainer muss wissen, wie seine Spieler sich einschätzen, die Spieler müssen erfahren, wie der Trainer sie beurteilt und welche Chancen und Spielanteile er ihnen einräumt. Unterschiedliche Auffassungen müssen besprochen und die Ursachen dafür geklärt werden. So kennt jeder Spieler rechtzeitig die ihm zugedachte Rolle und kann entscheiden, ob er sie akzeptiert oder lieber das Team verlässt. Probleme treten immer dann auf, wenn die Selbsteinschätzung eines Spielers und die Beurteilung des Trainers mehr oder weniger weit auseinandergehen. Solche Differenzen sollten dann mit der gesamten Mannschaft besprochen werden, um Fehleinschätzungen der einen oder anderen Seite gemeinsam zu korrigieren. Wichtig ist, dass Konflikte in Ruhe besprochen werden, nicht während oder direkt nach einem Spiel, wobei Kritik immer sachlich bleiben muss. Probleme sollten möglichst schnell angesprochen und bereinigt werden; wenn man sie wochenlang herunterschluckt, stauen sie sich auf und entladen sich meist im ungünstigsten Augenblick, nämlich mitten im Spiel. Trainer sollten die Gründe für Nichteinsätze und Auswechslungen immer dem betreffenden Spieler mitteilen und sich vor allem im Nachhinein nicht zu schade sein, Fehlentscheidungen einfach zuzugeben. Als Spieler sollte man versuchen, sich in die Situation des Coaches zu versetzen: er muss in jedem Spiel unter Druck schnelle Entscheidungen treffen, die von unzähligen Faktoren bestimmt werden. Man macht es ihm nicht leichter, wenn man der ganzen Halle zeigt, wie unzufrieden man über seine Auswechslung ist ("WAS, ICH?"), mit beleidigtem Gesicht auf der Bank sitzt oder sich über die Mitspieler auf dem Feld aufregt. Als Spieler ist es sehr schwer, die eigene Leistung objektiv zu beurteilen. Aber wieviel schwerer hat es der Coach, der ständig zehn Feldspieler gleichzeitig beobachten muss. Da kommt es schon mal vor, dass ein Spieler für einen Fehler verantwortlich gemacht wird, den er gar nicht verschuldet hat. Das muss man einfach wegstecken; man kann nicht während des Spiels anfangen, lange Debatten über Dinge zu führen, die nicht mehr zu ändern sind. Als Trainer muss man sich im klaren sein, dass die "zweite Fünf" ein wesentlicher Leistungsfaktor eines Teams ist. Die bessere "Bank" hat schon viele Spiele und Meisterschaften entschieden. Spieler, die immer nur bei klarem Spielstand eingesetzt werden oder wenn Leistungsträger versagen, bzw. wegen Verletzung oder Foulbelastung ausfallen, sind für ein Team wertlos, da sie, wenn sie einmal gebraucht werden, der Situation natürlich nicht gewachsen sind. Auch die gängige Maßnahme, wenn das Spiel "gelaufen" ist, die komplette "zweite Fünf" spielen zulassen, in den USA bezeichnenderweise "garbage time" genannt, ist absoluter Unsinn, da sie eher zu noch stärkerer Verunsicherung führt: wie soll man in einer Formation, in der jeder noch seinen "Zeitungspunkt" machen will, eine vernünftige Leistung bieten? Es lohnt sich, die übliche "Erste-Fünf-Praxis", die wohl die meisten Trainer ziemlich unreflektiert von ihren eigenen Trainern übernehmen, intensiv zu überdenken: "Ersatzspieler" spielen oft hauptsächlich deswegen schlecht, weil sie kalt und nervös in ein Spiel kommen und vor lauter Angst, Fehler zu machen, kaum klar denken können. Sie bleiben zwangsläufig weit unter ihrem Leistungsvermögen, was der Mannschaft nur schadet. So mancher "Bankspieler" könnte viel mehr zum Spiel beitragen, wenn er von Anfang an auf dem Feld stünde, gut aufgewärmt, mit gestärktem Selbstvertrauen an der Seite einiger erfahrener Spieler. Gerade Nachwuchsspieler lassen sich so gut an das Niveau der Leistungsträger heranführen. Man hat dann einige bessere, routinierte Spieler quasi als "Joker" auf der Bank, die dann ins Spiel kommen, wenn die erste Fünf des Gegners anfängt müde zu werden! Zudem können auch schwächere Spieler sehr effektiv spielen, wenn man sie im Rahmen ihrer Fähigkeiten gezielt mit Spezialaufgaben versieht (z.B. Blocks stellen, Defensivaufträge). Im übrigen reduziert man die Foulbelastung seiner stärksten Fünf, da die Schiedsrichter nachweislich zu Beginn beider Halbzeiten besonders aufmerksam sind. Kein Spieler kann 40 Minuten lang optimale Leistung bringen. Die Effektivität der Leistungsträger nimmt daher zu, da sie bei verringerter Spielzeit viel intensiver und konzentrierter agieren können, d.h. sie erzielen gleiche Wirkung in weniger Zeit. Durch den vermehrten Einsatz der "zweiten Fünf" wird also das konditionelle Gesamtpotential der Mannschaft erheblich gesteigert, wodurch eine viel schnellere und aggressivere Spielweise möglich ist. Auch der Ausfall einzelner Leistungsträger lässt sich so viel leichter verkraften. Die Leistungskurve einer so geführten Mannschaft zeigt zwangsläufig steil nach oben, da alle Spieler sich entwickeln können: Spielen lernt man nur durch Spielen, nicht beim Sitzen! Überlegen ist eine solche Mannschaft auch durch ein echtes "Wir-Gefühl", einen starken Teamgeist, der dem eines "Zwei-Klassen-Teams" weit überlegen ist. Entscheidend für den Erfolg dieses Konzepts ist, das der Coach sowohl vor der ganzen Mannschaft als auch bei einzelnen Spielern Überzeugungsarbeit leistet. Alle Spieler, vor allem die (vermeintlich) stärkeren, müssen erkennen, dass die Mannschaft unter dem Strich viel stärker wird, wenn es gelingt, aus jedem Spieler das Optimale herauszuholen.
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AUSZEIT - FÜR COACHES

Tipps für die Auszeitgestaltung
Bereite die Auszeit vor. Lege vorher fest, was Du wie sagen möchtest. Beschränke Dich auf das zwingend Notwendige.
Bleibe sachlich – auch wenn’s manchmal schwer fällt. Auszeiten sind die falsche Gelegenheit für Gefühlsausbrüche.
Auszeiten können nie Neues vermitteln, sie können nur auf Erlerntes und dessen Anwendung hinweisen. Gänzlich neue Elemente müssen im Training gelernt/gefestigt werden, eine Auszeit reicht dazu nicht aus.
Gib den Spielern nach Beginn der Auszeit einige Sekunden Zeit, um vom Spielgeschehen auf das Zuhören umzuschalten. Fange nie gleich an zu sprechen. Laß Deine Spieler am Beginn der Auszeit trinken, sofern sie das wünschen oder es notwendig ist. Wenn die Getränke bereitstehen, kostet das nicht viel Zeit.
Sprich so, dass Du verstanden wirst. Einfache kurze Sätze mit klaren Handlungsanweisungen sind wirkungsvoller als langatmige verschachtelte Sätze.
Gib den Spielern klare Handlungsanweisungen, stärke Dein Team durch positives Handeln. Erkläre, was sie besser machen sollen, nicht was sie schlecht gemacht haben.
Beschränke Dich bei jüngeren Teams auf ein bis zwei, bei älteren Teams auf zwei bis drei Anweisungen, mehr ist in wenigen Sekunden nicht zu verarbeiten.
Nutze geeignete Hilfsmittel – z.B. ein Coaching Board – um Deine Anweisungen bildlich darzustellen.
Mache deutlich, ob Du das ganze Team oder nur einzelne Spieler ansprichst. Stelle Anweisungen für das Team an den Anfang und hänge Einzelanweisungen hinten an.
Unterbinde Handlungsanweisungen von Anderen, nur Du sprichst. Niemand kann Mehreren gleichzeitig zuhören. Mit Anderen kannst Du Dich vor der Auszeit absprechen und ggf. ihre Hinweise in Deine Anweisungen aufnehmen.

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AUSZEIT - FÜR SPIELER

Eine Auszeit dauert nur eine Minute! Das ist ziemlich wenig Zeit für einen Coach, um seinen Spielern wichtige, vielleicht spielentscheidende Anweisungen und Tips für die nächsten Minuten oder Sekunden zu geben. Also: laufe schnell zur Bank, höre genau zu, und verschwende schon gar keine Zeit mit dem Lamentieren über Situationen, die längst vorbei sind! Wenn Dein Coach Dir etwas sagt und Du hast es begriffen, dann nicke oder sage "okay", "klar" oder sonst etwas. Das erscheint selbstverständlich und doch tun es viele Spieler nicht. Jeder Coach braucht aber die klare Rückmeldung, dass seine Worte angekommen sind, und dass die Spieler versuchen werden, sie umzusetzen. Die Anweisungen des Coaches in der Auszeit gehen selbstverständlich alle Spieler an, nicht nur die Fünf, die gerade auf dem Feld sind. Wenn Du eingewechselt wirst, musst Du genau wissen, was gespielt werden soll.
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BALL SEHEN

Nichts ist wichtiger für einen Spieler als IMMER den Ball zu sehen! Es gibt nur wenige Situationen, in denen Du für den Bruchteil einer Sekunde den Ball aus den Augen verlieren darfst, z.B. wenn Dein Gegenspieler Backdoor schneidet, oder wenn Du einen Gegenblock stellst. Es gibt keine Entschuldigung, wenn Du als Angreifer einen Ball an den Hinterkopf bekommst oder in der Verteidigung nicht aushilfst, weil Du gerade woanders hingesehen hast!
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BÄLLE GÜNSTIG FLICKEN

Du kennst das: Da hast du einen schönen, teuren Lederball, gut eingespielt, schön griffig. Er hat nur einen Fehler: Nach ein paar Stunden ist immer die Luft raus, weil das Ventil nicht richtig dicht ist! Im Fachhandel gibt es dafür zwei Angebote: Ersatzventile samt Reparaturwerkzeug, schön teuer, schwierig zu bedienen, und nicht immer erfolgreich - abgesehen davon, dass das alte Ventil meistens im Ball verschwindet und dann unschön darin "klingelt" ein Balldichtspray, auch schön teuer, auch nicht immer wirksam und macht den Ball schwerer Dabei lässt sich das Problem meistens ganz einfach lösen: kauf das billigste Haarspray dass du kriegen kannst, aber Marke "extra stark" (gibt's bei ALDI für DM 2,59 lass mit einem Nadelventil die Restluft aus dem Ball entferne die Ventilkappe von der Haarspray-Dose, übrig bleibt ein länglicher Metallstift Drücke den Ball mit dem Nadelventil auf diesen Metallstift und sprühe ca. 10-20 Sekunden lang Haarspray in den Ball lege den Ball mit dem Ventil nach unten ca. 2 Minuten hin pumpe den Ball wieder auf Die Dichtigkeit lässt sich mit ein bisschen Spucke auf dem Ventil prüfen. Manchmal gibt es noch ein bis zwei Bläschen, danach tut sich nichts mehr. Falls doch, Vorgang wiederholen. Bei mir hat diese Methode bisher meistens funktioniert. Billiger geht's nicht, und schwerer wird der Ball dadurch auch nicht.
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BEGEISTERUNG

Coach und Spieler müssen basketballbegeistert sein. Wenn nicht, sollten sie sich eine andere Beschäftigung suchen. Begeisterung färbt auf jeden ab, der mit ihr in Berührung kommt, und Enthusiasten tendieren dazu, andere mitzureißen. Du musst mit dem Herzen bei der Arbeit sein, wenn Du erfolgreich sein willst, da es dich begierig macht, Neues zu lernen und dich zu verbessern.
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BELASTUNG UND ERHOLUNG

Die bei vielen Trainern beliebten Sprüche wie „je härter das Training, desto besser“ und „heute hab’ ich die Jungs mal wieder so richtig platt gemacht“ sind absoluter Blödsinn. Ein Training ist nur dann effektiv, wenn Belastung und Erholung sinnvoll kombiniert werden. Wer sein Team immer nur Volldampf gehen läßt, führt es direkt ins Übertraining - Leistungsabfall und Motivationsverlust sind die Folgen, die nicht mehr kurzfristig zu beheben sind. Dies gilt sowohl für eine einzelne Trainingseinheit als auch für eine Trainingswoche oder einen mehrwöchigen Trainingszyklus. Wenn die Muskulatur schon zu Beginn eines Trainings durch zu intensive Belastung übersäuert, kann sie im restlichen Verlauf des Trainings keine Höchstleistung mehr bringen. Bringt ein übereifriger Trainer seine Mannschaft schon am ersten Tag eines Trainingslagers an den Rand ihres Leistungsvermögens („denen zeig’ ich gleich mal wo’s lang geht“), ist damit der Erfolg des gesamten Trainingslagers gefährdet. Zudem haben solche Überbelastung ein enorm gesteigertes Verletzungsrisiko zur Folge. Jede körperliche Belastung bewirkt im Körper Anpassungsprozesse, die sogenannte Superkompensation, die bewirkt, daß der Körper sich auf diese Belastung einstellt und sie beim nächsten Mal leichter bewältigen kann. Im wesentlichen geht es dabei um eine bessere Energiebereitstellung. Jede Belastung führt zu einem Abbau der Energievorräte im Körper. Diese Vorräte werden in der folgenden Erholungsphase nicht nur auf das vorherige Niveau, sondern darüber hinaus aufgefüllt, der Organismus überkompensiert also den Verbrauch, um auf die nächste Belastung besser vorbereitet zu sein. Die Leistungsfähigkeit nimmt also zu. Wird jedoch die nächste Belastung gesetzt, bevor dieser Effekt eingetreten ist, verliert der Körper an Leistungsfähigkeit, man spricht dann von Übertraining. Ist umgekehrt die Pause zwischen zwei Belastungen zu lange, geht die Superkompensation wieder verloren, die neue Belastung erfolgt also bei gleicher Leistungsfähigkeit wie zuvor. Die Leistung wird nicht gesteigert, sondern lediglich stabilisiert. Jede Belastung verlangt demnach auch die entsprechende Erholung, um einen optimalen Trainingseffekt - wie rechts dargestellt - zu erzielen. Je nach Art und Intensität der Belastung kann die sogenannte Superkompensationszeit bis zu 72 Stunden betragen.

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BESCHÄFTIGE DEINEN VERTEIDIGER

Für einen Verteidiger ist es einfach, sich auf einen stehenden Angreifer zu konzentrieren. Er kann ihn bewachen und gleichzeitig die anderen Spieler beobachten. So kann er gut aushelfen und schnell reagieren, wenn sich die Situation ändert. Er kann gut ausblocken oder schnell zum Fastbreak gehen. Ganz anders sieht es aus, wenn sich der Angreifer bewegt. Dann muss der Verteidiger mitgehen, sein Stellungsspiel verändern, Blocks ausweichen, Pässe verhindern, kurz, er wird konditionell belastet und muss auf viel mehr Dinge achten, als beim stehenden Angreifer, wodurch er verwundbarer wird. Vielleicht verliert er den Ball aus den Augen und sieht nicht, wie ein anderer Spieler frei zum Korb zieht. Oder er sieht nicht, dass geworfen wird und der Angreifer ist vor ihm zum Rebound. Bewege Deinen Mann, dann macht er Fehler!
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BEWEGLICHKEIT / STRETCHING

Eine gute Beweglichkeit ist Voraussetzung für eine gute Technik. Dies gilt sowohl für den Umgang mit dem Ball, als auch für allgemeine konditionelle und koordinative Leistungen wie Beinarbeit, Sprungvermögen, Lauftechnik, Gleichgewicht, etc. Eine gute Beweglichkeit erwirbt bzw. behält man sich nur durch konsequentes, regelmäßiges Training. Stretchingübungen zur Verbesserung oder Erhaltung der Beweglichkeit sind vor allem am Ende eines Trainings sinnvoll, da die notwendigen Haltezeiten von 20-30 Sekunden die Reaktionsgeschwindigkeit der Muskulatur kurzzeitig herabsetzen. Sie sind also zur Spiel- oder Trainingsvorbereitung ungeeignet. Das Dehnen vor dem Spiel oder Training dient dem Aufwärmen, nicht der langfristigen Verbesserung der Beweglichkeit.
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BLOCK STELLEN

Blocks sind so effektiv, wenn sie richtig gestellt werden, und so sinnlos, wenn man die einfachsten Grundregeln nicht beachtet! Viele Spieler kreuzen nur passiv aneinander vorbei, wo sie eigentlich einen aggressiven Block stellen sollen, an dem der Verteidiger hängen bleibt oder gegen den er zumindest hart kämpfen muss. Das trifft vor allem auf indirekte Blocks zu, also Blocks zwischen zwei Spielern ohne Ball. Es ist eben einfacher und bequemer, einfach vorbeizulaufen, und so gehen die meisten Spieler diesen "Weg des geringsten Widerstands". Ein guter Spieler stellt aggressive Blocks, durch die ein Mitspieler wirklich frei wird. Solche Blocks sind genauso viel wert wie ein Assist oder zwei Punkte, nur wird dies viel zu selten anerkannt, weil die meisten Zuschauer nur den "Super-Pass" und den unbedrängten Wurf sehen und nicht, was dem vorausging! Wie stellt man einen guten Block? Stelle ihn LAUT. Bewege Dich schnell zu dem Verteidiger, den Du blocken willst und lande laut und stabil (aber ohne wirklich hochzuspringen) mit leicht gebeugten Knien. Es ist einfach, mit Deinen Schuhen ein lautes Geräusch auf dem Hallenboden zu erzeugen, und es wird Dich jedes Mal daran erinnern, einen aktiven Block zu stellen. Ein lauter, energischer Block hat auch noch einen weiteren Vorteil: der zweite Grund, warum viele Blocks ineffektiv sind, ist der, dass der Spieler, der freigeblockt werden soll, viel zu früh losläuft. An einem sich bewegenden Verteidiger lässt sich aber - ohne Foulspiel - kein guter Block mehr setzen. Der laute Block signalisiert dem Mitspieler: "Jetzt darfst Du loslaufen!"
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BLOCKBEKÄMPFUNG

Die richtige Blockbekämpfung ist eine der schwierigsten Verteidigungsaufgaben. Es beginnt damit, dass jeder Block rechtzeitig - d.h. bevor er steht - LAUT angesagt wird ("Block rechts/links"). Der Spieler, der geblockt werden soll, muss sich bewegen, um eine optimale Stellung des Blocks zu verhindern. Nun gibt es drei Grundmöglichkeiten, den Block zu umgehen: 1. Über den Block gehen/kämpfen = zwischen Block und Gegenspieler bleiben. Gefahr: Du bleibst im Block hängen 2. Durchgleiten = hinter dem Blocksteller vorbeigehen. Gefahr: es entsteht ein Wurfschirm 3. Switch = die Verteidiger wechseln die Angreifer. Gefahr: der Blocksteller rollt ab und hat den geblockten Spieler auf dem Rücken, es eine 2:1-Situation. Mismatches möglich. Welche dieser Möglichkeiten Du anwendest, hängt zunächst von der Spielsituation ab. An der Mittellinie kannst Du problemlos durchgleiten, gegen einen guten Schützen in einer korbgefährlichen Entfernung ist es dagegen das falsche Rezept. Switchen ist eine gefährliche Sache, wenn der Blocksteller gut abrollt, außerdem können "Mismatches" (sprich: "missmätsch") entstehen, wenn durch den Wechsel plötzlich ein "Kleiner" einen "Großen" decken muss und umgekehrt. Eine sehr effektive Art der Blockbekämpfung ist das sogenannte "help and recover" ("Helfen und zurück"), wobei der Verteidiger des Blockstellers den Freigeblockten Spieler kurz attackiert (Switch antäuschen, "Fake switch"), bis sein Mitspieler über den Block gegangen ist, um dann schnellstens wieder seinen ursprünglichen Gegenspieler aufzunehmen. Beim "Jump Switch" machst Du zum Helfen einen aggressiven Verteidigungssprung in die Bahn des Dribblers, um ihn möglichst zur Ballaufnahme zu zwingen oder ihn zumindest kurz aufzuhalten, im günstigsten Fall begeht er ein Offensivfoul. Um diesen "Jump switch" schnell und ohne Foul ausführen zu können, musst Du Dich schon frühzeitig zu der Seite des Blockstellers bewegen, an der der Dribbler vorbeigehen soll. Nach dem "Jump" kann man entweder switchen, den Ballbesitzer doppeln oder als "help and recover" den ursprünglichen Mann wieder aufnehmen, das muss der Trainer (schon im Training!) entscheiden.
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BLOCKS / GEBLOCKTE WÜRFE

Wieviele geblockte Würfe siehst Du in einem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften? Meistens noch nicht einmal eine Hand voll! Aber wie oft siehst Du einen Verteidiger auf eine Wurffinte hereinfallen und seinen Gegner vorbeiziehen? Natürlich ist ein geblockter Wurf eine spektakuläre Sache, aber was ist er wert, wenn Du dafür drei mal vorbei segelst und Dein Gegner einen einfachen Korbleger macht? Die Handvoll Superspieler, die in jedem Spiel mehrere Würfe blocken und sich trotzdem nicht täuschen lassen, sind hervorragende Springer oder besonders große Spieler, die erst abspringen, wenn der Angreifer schon in der Luft ist! Dazu kommt, dass die meisten Würfe nicht vom direkten Gegenspieler des Werfers geblockt werden, sondern von einem Helfer, den der Werfer nicht sieht. Grundsätzlich gilt: REAGIERE NIEMALS AUF WURFTÄUSCHUNGEN! Ein Wurf vor einem Verteidiger geht eher daneben als ein unbehinderter Korbleger. Bleibe in der stabilen, tiefen Verteidigungsposition, richte Dich nicht auf und springe niemals ab, ehe der Angreifer abgehoben hat. Du musst den Wurf nicht blocken, es reicht, wenn Du den Werfer irritierst und ablenkst und ihn dazu bringst, seinen Wurf zu verändern. Viel wichtiger ist, dass Du ihn nach dem Wurf ausblockst!
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CENTER: GIB IHM DEN BALL!

Die Centerposition ist eine absolute Schlüsselrolle im Angriff. Jeder Pass an oder in die Zone bringt die Defense in größte Schwierigkeiten, es muss ausgeholfen und gedoppelt werden, wodurch die Außenspieler in gute Wurfpositionen kommen. Allerdings ignorieren Aufbau- und Flügelspieler häufig diese Tatsache und werfen viel zu schnell und aus ungünstigen Situationen (gegen den Mann, niemand zum Rebound) von Außen auf den Korb, ohne vorher auch nur den Versuch eines Centeranspiels unternommen zu haben. Der Schlüssel zum Erfolg für die Distanzschützen, und damit für das ganze Team lautet aber: GIB DEN BALL DEM CENTER. Ein guter Center wird normalerweise gedoppelt, wenn er an oder in der Zone den Ball bekommt, weil ein Eins-gegen-Eins in der Nahdistanz eine sehr hochprozentige Aktion und dazu sehr foulträchtig für den Verteidiger ist. Wird der Center gedoppelt, muss er nur den Mitspieler finden, der ungedeckt ist, und den Ball zu ihm passen. In den meisten Fällen sind das der Flügelspieler auf seiner Seite sowie der Spieler diagonal auf der Weakside.
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CENTERANSPIEL

Wenn Deine Mannschaft einen starken Center hat, sollte er so oft wie möglich den Ball in der "low post" - Position bekommen, d.h. an der Seite des Drei-Sekunden-Raums. Für dieses Anspiel ist NUR die Flügelposition geeignet, jeder Pass aus einer Position hinter der Freiwurflinie hat einen ganz schlechten Passwinkel und landet fast immer beim Gegner. Der optimale Raum für ein Low-Post-Anspiel liegt zwischen der (gedachten) Verlängerung der Freiwurflinie und der Grundlinie. Warte bis der Center eine stabile Stellung eingenommen hat und Dir anzeigt, wohin er den Ball haben will. Passe immer zu der dem Verteidiger abgewandten Seite des Centers, dort wird er Dir auch Dein "Ziel" (seine Hand) zeigen. Ein Bodenpass ist häufig die beste Lösung. Bleibt der Verteidiger genau hinter dem Center, passe ihm den Ball in Brusthöhe auf die Körpermitte. Wird der Center von vorne gedeckt, kannst Du einen Lobpass versuchen, wenn Du sicher bist, dass kein anderer Verteidiger dieses langsame Zuspiel abfangen kann. Sinkt Dein Gegenspieler ab, um das Centeranspiel zu verhindern, locke ihn mit einer Wurffinte heraus, kommt er nicht - wirf! Es sollte immer der beste Schütze auf der Seite des starken Centers spielen. Noch eines: täusche vor dem Pass, z.B. Überkopfpass nach Bodenpassfinte etc. (siehe PASSEN).
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CENTERVERTEIDIGUNG

Es gibt drei Möglichkeiten, einen Center zu verteidigen: 1. Von hinten: Hinter dem Angreifer sollte man nur verteidigen, wenn es sich um einen schwachen Gegner handelt, den man ohne Probleme Eins-gegen-Eins verteidigen kann, da man in dieser Position das Centeranspiel nicht verhindern kann und der Versuch, aus dieser Position den Pass abzufangen, fast immer mit einem Foul endet. Auch wenn das gegnerische Team keine guten Distanzwerfer besitzt und man den Center gefahrlos doppeln kann, ist diese Variante sinnvoll. 2. Von der Seite: Der Verteidiger versucht, aus einer seitlichen Position den Passweg zum Center zu schließen. Steht der Angreifer dabei genau auf der Ball-Korb-Linie, ist diese Variante sehr riskant, denn wenn der Pass ankommt, ist in der Regel der direkte Weg zum Korb frei und der Flügel kann nicht rechtzeitig zum Doppeln kommen. Ziel des Verteidigers muss es also sein, den Angreifer keine Position auf der Ball-Korb-Linie einnehmen zu lassen. 3. Von vorne (Fronting): Ist der Angreifer stark im Eins-gegen-Eins und hat er außerdem gute Distanzwerfer zur Seite, die das Doppeln sehr schwierig und riskant machen, greift man zu dieser Variante. Allerdings bekommt man damit große Probleme im Defensivrebound, weil der Angreifer nun die Innenposition einnimmt. Passt die gegnerische den Ball schnell zum anderen Flügel, hat er zudem eine sehr gute Möglichkeit zum Centeranspiel.
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CHARGING / OFFENSIVFOUL ANNEHMEN

Viele Verteidiger scheuen sich, Offensivfouls anzunehmen, weil sie Angst haben, sich zu verletzen. Diese Befürchtung ist jedoch grundlos, wenn man sich dabei richtig verhält: Du bleibst in der tiefen Verteidigungsposition mit gebeugten Knien und aufrechtem Oberkörper und schützt Dich, indem Du den Kontakt mit dem Angreifer mit vor der Brust verschränkten Unterarmen (wie beim Blockstellen) aufnimmst. Kurz bevor er Dich berührt, fängst Du bereits an, umzufallen, so dass er Dir nur noch einen "kleinen Schubs" gibt; setze ihm keinen Widerstand entgegen, und richte Dich nicht auf, sonst tut es weh. Durch die tiefe Verteidigungsstellung hast Du nur einen kurzen Fallweg, und während Du planmäßig abrollst, segelt der Angreifer über Dich hinweg, selbst ein (absichtlich?) angezogenes Knie kann Dir dabei nichts anhaben.
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CLOSE-OUT (ANNÄHERUNG AN EINEN BALLBESITZER)

Nur wenige Spieler beherrschen "Superaktionen", aber viele Aktionen sehen super aus, wenn man genügend Platz dazu hat, weil ein Verteidiger sich ziemlich dumm verhalten hat. Sehr viele erfolgreiche Korbaktionen ereignen sich, wenn der Verteidiger im Augenblick des Ballerhalts relativ weit vom Angreifer entfernt ist. Beim Versuch, den Abstand zu verringern, sind viele Verteidiger extrem anfällig für jede noch so schlechte kleine Finte, weil sie sich viel zu schnell und mit viel zu langen Schritten nähern. Im Idealfall sollte ein Verteidiger im Augenblick des Ballerhalts schon eine optimale Verteidigungsposition eingenommen haben. Schafft er das nicht, so muss er beim Annähern etwas Intelligenz aufwenden: 1. Benutze kurze schnelle Schritte, damit Deine Füße Bodenkontakt behalten - so kannst Du auf jede Aktion des Angreifers schnell reagieren. Natürlich braucht man lange schnelle Schritte, um eine größere Distanz zu Überwinden, aber auf den letzten zwei, drei Metern solltest Du abbremsen und kürzere Schritte machen. 2. Biete dem Angreifer eine Seite an, damit Du, falls er zieht, schon weißt, wohin er gehen wird. Wenn Du gerade auf ihn zuläufst, kann er sich die Seite aussuchen, und das ist schlecht - für Dich! 3. Mach nicht den üblichen Fehler der mittelmäßigen Spieler, auf den vermeintlichen Werfer zuzurasen, hochzuspringen und danach aus dem Aus zuzuschauen, wie Dein Mann zum Korbleger geht! Versuche lieber, ihn beim Wurf zu irritieren und ihn danach auszublocken. 4. Anstatt Dich täuschen zu lassen, täusche lieber selbst! Laß ihn glauben, dass Du springen wirst, aber bleib am Boden und im Gleichgewicht. Vielleicht begeht er ein Offensivfoul oder einen Schrittfehler, weil Du ihn überrascht hast.
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COACHEN UND GECOACHT WERDEN

Probleme zwischen TrainerIn und SpielerIn(nen) sind oft der Grund dafür, daß eine Mannschaft nicht ihre optimale Leistung bringt. Die folgenden Tips sollen helfen, die häufigsten Reibungspunkte zu vermeiden. Der Coach: Der Coach/Trainer ist die wichtigste Einflußgröße in der Entwicklung eines Basketballspielers. Daher ist das richtige Verhalten gegenüber seinen Spielern von entscheidender Bedeutung. Er muß Verständnis und Geduld haben und seinen Spielern das so wichtige Selbstvertrauen vermitteln, ohne das ein Spieler nie seine Bestleistung erreichen kann. Vor allem jüngere Spieler lernen hauptsächlich durch Nachahmung, sowohl im rein sportlichen als auch im menschlichen Bereich. Der Coach sollte sich daher immer, sowohl inner- als auch außerhalb der Halle, seiner Vorbildfunktion bewußt sein. "Live what you preach" bedeutet, daß Du nicht von Deinen Spielern die Einhaltung von Regeln erwarten kannst, die Du selbst nicht beachtest. Wutausbrüche und Beschimpfungen, gleich ob gegen Spieler oder Schieris, gehören nicht zum Repertoire eines guten Coaches. Siege sollte er mit Bescheidenheit, Niederlagen mit Anstand tragen. Seine Kritik muß immer sachlich und konstruktiv sein, nie verletzend. Sage Deinen Spielern in der Auszeit nicht, daß sie schlecht sind, sondern wie sie es besser machen können. Kein Spieler macht absichtlich Fehler, negative Kritik ist also völlig unangebracht. Verpasse keine Gelegenheit, ein Lob auszusprechen, vor allem für so häufig unterbewertete, unspektakuläre Dinge wie gute Defense oder Rebounds. Teamgeist und Uneigennützigkeit müssen vom Coach als höchste Ziele gesetzt werden; denn lasche Einstellung und Egoismus sind ansteckend! Viele Trainer haben eine bestimmte persönliche "Philosophie", eine feste Vorstellung davon, welchen Stil ihre Teams spielen sollen. Ich halte es für entscheidend, daß man nicht versucht, eine Mannschaft in eine Philosophie hineinzuzwingen, sondern sich vielmehr zu überlegen, mit welcher Taktik man mit den vorhandenen Spielern am erfolgreichsten sein kann. Dazu muß man zum einen herausfinden, was der einzelne Spieler am besten kann und zum anderen, was er am liebsten spielt. Mit einer Truppe, in der die Center der stärkste Mannschaftsteil sind, ein Run-and-Gun-Spiel aufziehen zu wollen, weil das nun mal die persönliche Lieblingstaktik ist, wird kaum besonders fruchtbar sein und führt dann zwangsläufig zu Mißstimmungen im Team, weil der Erfolg ausbleibt. Ein guter Coach muß nicht unbedingt selbst ein guter Spieler gewesen sein, aber er muß sich intensiv mit diesem Sport auseinandergesetzt haben und genau wissen, was er will und wovon er spricht. Beim Training der Grundlagen muß er ein Perfektionist sein. Auch kleinste Fehler müssen sofort beanstandet werden. Ist der falsche Bewegungsablauf erst einmal gespeichert, kann er nur mit großem Aufwand wieder korrigiert werden, und technisch schlechte Spieler werden nie wirklich gute Spieler werden. Trotz allen Ernstes und Ehrgeizes müssen Training und Spiel aber vor allem Spaß machen und dürfen nicht monoton und verbissen werden. Basketball ist in erster Linie ein Taktikspiel. Darauf muß auch der Trainingsschwerpunkt liegen, denn spielen lernt man nur durch spielen. Die Spieler müssen lernen, das Spiel zu denken und zu verstehen, planvoll zu handeln und richtige Entscheidungen zu treffen; methodische Übungsreihen allein sind dafür nicht geeignet. Technische und taktische Fähigkeiten müssen von Anfang an parallel entwickelt werden. 50% der Trainingszeit sollten daher aus Spielformen bestehen, in denen geübt wird, wie die gelernten Techniken situativ richtig anzuwenden sind. Wenn Spieler immer wieder "dumme" Fehlpässe geben, und schlechte Würfe nehmen, liegt es meist weniger an ihnen, sondern höchstwahrscheinlich vielmehr daran, daß solche spielerischen Dinge im Training viel zu kurz kommen. Der Spieler: Als Spieler solltest Du die Kritik Deines Coaches nicht als Angriff auf Deine Persönlichkeit sehen, sondern immer als Hilfe, Dich weiter zu verbessern. Sorgen mußt Du Dir eher machen, wenn Du zu wenig kritisiert wirst, denn dann hast Du entweder einen schlechten Coach oder er hat Dich schon aufgegeben und hält Dich für "uncoachable"! Das Ziel Deines Coaches ist es, Dich zu Deiner Bestleistung zu bringen, aber ohne ständige Kritik und Korrektur ist das unmöglich. Mache nie andere für Deine Fehler verantwortlich, und sei Dir klar darüber, daß Du aus Deinen eigenen Fehlern am meisten lernen kannst. Also stelle Dich Deinen Schwächen (z.B. schwache Hand, Beinarbeit) und weiche ihnen im Training nicht aus, sondern arbeite mit dem Coach daran, sie abzustellen, sonst wirst Du nie ein guter Spieler. Dazu gehört auch, nicht planlos ins Training zu gehen. Du solltest Dir vor jedem Training ein realistisches persönliches Ziel setzen, daß Du an diesem Tag erreichen möchtest, wie z.B. "immer Ausblocken", "mehr mit der schwachen Hand dribbeln" oder "möglichst oft den Center anspielen". Sprich mit Deinem Coach auch über Deine Ziele für die Saison (Einsatzzeit, Rolle im Team) und frage ihn, ob und wie Du sie erreichen kannst. Probleme zwischen Coach und Spieler gibt es meistens, wenn beide unterschiedliche Ziele haben, insbesondere wenn sie die Ziele des anderen gar nicht kennen, weil sie nie miteinander darüber gesprochen haben.
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CUTTEN - SCHNEIDEN ZUM KORB

Diese Aktion kommt häufig als "give-and-go" vor, in der Fußballsprache "Doppelpass" genannt. Du spielst den Ball zum nächsten Mitspieler, schneidest mit einem schnellen Antritt am Verteidiger vorbei zum Korb und erhältst den Pass zurück. Dabei kannst Du, je nach Stellung des Verteidigers, vor oder hinter ihm("Backdoor") vorbeilaufen. Steht er zwischen Dir und dem Korb, schneide vor ihm, steht er zwischen Dir und dem Ball, also im Passweg, schneide hinter ihm zum Korb. Zwei Dinge sind für den Erfolg dieser Aktion entscheidend, nämlich TÄUSCHUNG UND TEMPO. Laufe nicht einfach los, sondern verstärke vorher die Position des Verteidigers mit einer Schritt- oder Körpertäuschung in die andere Richtung. Nimm dabei Kontakt mit ihm auf (siehe auch Punkt ? "FREILAUFEN").Schneide dann mit einem schnellen, langen Kreuzschritt vorbei, d.h. nach rechts mit dem linken, nach links mit dem rechten Bein. Wenn Du mit der Schulter am Verteidiger vorbei bist, hast Du gewonnen. Zeige dem Passgeber mit einer oder beiden Händen ein gutes Ziel für das Zuspiel. Gegen eine aggressive Verteidigung, die versucht, den Pass zum nächsten Spieler zu verhindern, kann man mit Backdoor Aktionen zu leichten Körben kommen, die spektakulär aussehen und die Verteidiger frustrieren. Man kann damit aber auch jede Menge Fehlpässe produzieren, wenn man zwei Grundregeln nicht beachtet: Regel 1: Der schneidende Spieler (Cutter) muss zuvor seinen Verteidiger möglichst weit herausgelockt haben, um einen einfachen Pass zu ermöglichen. Wenn er zu nah an der Zone bleibt, ist der Laufweg sehr kurz und der Pass muss absolut perfekt sein, wenn er ankommen soll. Ganz wichtig dabei ist die Abstimmung unter den Angreifern. Der Passgeber muss genau wissen, ob sein Mitspieler Backdoor geht oder nicht, sonst segelt der Pass ins Nichts. Regel 2: täusche Backdoor nie an! Wenn Du oben den Ball haben willst, mache das durch Hand zeigen und Blickkontakt deutlich. Willst Du Backdoor gehen, zeige oben nicht die Hand, sondern mache eine Körpertäuschung und schneide dann zum Korb. Laufe auf jeden Fall bis zum Korb, vielleicht kommt der Pass erst sehr spät. Halte Dich immer an diese Regel, sonst gibt es anstatt einer Superaktion einen Ballverlust!
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CUTVERTEIDIGUNG

Wenn dein Gegenspieler den Ball nicht hat, ist es dein Job als Verteidiger, dass er ihn nicht (mehr) bekommt. Bei Wechsel von VB (Verteidigung am Ballbesitzer) zu V1 (einen Pass vom Ballbesitzer entfernt) machst du einen Push Step in Passrichtung ("Jump with the pass") und überspielst den Angreifer seitlich ("half deny"). Das heißt, ist der Ball links von dir, steht dein linker Fuß vorne, die Linke Hand schließt den Passweg (Handfläche zum Ball!) und du stehst einen Schritt näher zum Ball als dein Gegenspieler. Je weiter der Ball sich von dir entfernt, desto mehr sinkst du zum Ball hin ab, in Richtung Korb-Korb-Linie. Suche dabei eine Position, in der du immer sowohl den Ball als auch deinen Gegenspieler sehen kannst, ohne den Kopf drehen zu müssen. Der Ball, du und dein Gegenspieler bilden dabei ein flaches Dreieck. Als V2 (2 Pässe vom Ballbesitzer entfernt, stehst du (hoffentlich!) abgesunken auf Korb-Korb-Linie: schneidet der Angreifer zum Ball, gehst du als Verteidiger aggressiv in den Laufweg (deny), und nimmst dabei mit angewinkeltem Unterarm Kontakt auf. Bewegt sich der Angreifer auf die Ball-Korb-Linie, nimmst du die Position zwischen Ball und Mann ein (full deny). Dein Ziel muss es sein, ein Anspiel in der Zone auf jeden Fall zu verhindern.
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DEFENSE MAKES THE DIFFERENCE

Eine alte Basketballweisheit, die nichts von ihrer Gültigkeit verloren hat. Zur guten Defense gehören zehn Dinge: 1. Wissen, wie man verteidigt 2.-10. Einsatz, Einsatz, Einsatz, Einsatz... Verteidigung ist zu 50% Kopfsache, eine Frage der Einstellung. Aggressiv verteidigen kannst Du immer - vorausgesetzt, Du willst! Im Angriff kannst Du immer mal einen rabenschwarzen Tag erwischen, an dem der Ball einfach nicht in den Korb will, aber für lasche Verteidigung gibt es keine Entschuldigung. Einen schwachen Angreifer kann ein gutes Team verkraften, aber die Verteidigung ist nur so gut wie der schlechteste Verteidiger. Ein einziger Schwachpunkt zerstört die gesamte Defense, macht die Arbeit der vier anderen zunichte! Vier Spieler blocken aus, der fünfte schläft - Bingo!
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DEFENSE-GEBOTE

DIE 10 DEFENSIVEN GEBOTE:
  1. Du sollst keinen Fastbreak zulassen! Aufbauspieler sichern ab, Center stören ihre Gegner beim Outlet.
  2. Du sollst kein Dribbling zur Mitte (Penetration) zulassen!
  3. Du sollst keinen Offensivrebound zulassen!
  4. Du sollst keinen Paß in die Zone oder ins Posting-up zulassen!
  5. Du sollst nie einen Werfer aus Mittel- oder Weitdistanz foulen.
  6. Du sollst nie abspringen bevor die Füße des Werfers den Boden verlassen haben!
  7. Du sollst jeden Block schon in der Entstehung laut ansagen!
  8. Du sollst auf der Weakside immer absinken und dem Helfer helfen!
  9. Du sollst nie Deine tiefe Verteidigungsstellung aufgeben - es sei denn Du springst um einen Wurf zu blocken oder zum Rebound!
  10. Du sollst immer den Ball sehen und Dich nie um Deine eigene Achse drehen - außer zum Ausblocken!

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DOPPELN

Doppeln bei Pressverteidigung ist nur wirksam, wenn es richtig gemacht wird. Schlechtes Doppeln wird zum Bumerang für Deine Mannschaft, weil die restlichen vier Angreifer gegen drei Verteidiger spielen, wenn der gedoppelte Spieler zu einem freien Mann passen kann. Dieses "wenn" müssen die beiden doppelnden Verteidiger verhindern. Sie müssen den Ballbesitzer so unter Druck setzen, dass er sich nicht in Ruhe aussuchen kann, welchem seiner Mitspieler er den Ball zuspielen will. Um den größtmöglichen Druck auszuüben, müssen sie sich "breitmachen", d.h. Füße mehr als schulterbreit auseinander, Knie gebeugt, beide Hände folgen dem Ball, um Pässe zu verhindern. Die Verteidiger müssen so eng zusammenstehen, dass der Angreifer nicht zwischen ihnen "durchsteigen" kann. Auf keinen Fall darfst Du nach dem Ball schlagen, sonst wird durch ein dummes Foul die ganze Anstrengung zunichte gemacht.
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DRIBBELN

Das Dribbling ist eine Deiner gefährlichsten Waffen, wenn Du es richtig anwendest. Es sinnlos zu vergeuden ist eine der größten Sünden, die ein Basketballspieler begehen kann. Viele Spiele werden nur deshalb verloren, weil Spieler sinnlos dribbeln. Manche sind so ballverliebt, dass sie den freien Mitspieler nicht anspielen, weil sie sich den Ball lieber noch zweimal durch die Beine dribbeln, manche sind beim Dribbeln so sehr mit dem Ball beschäftigt, dass sie kaum noch etwas anderes sehen, andere vergeben sichere Chancen, weil sie in der Zone noch einmal dribbeln, anstatt sofort zu werfen. Ganz schlechte Spieler "dotzen" den Ball sofort auf, wenn sie ihn bekommen und nehmen ihn dann auf - die gefährlichste Lage, in die man sich selbst bringen kann, denn der Verteidiger kann Dich nun hauteng decken. Wenn Du den Ball in beiden Händen hältst, hast Du ständig Kontrolle über ihn, bei jedem Dribbling aber verlierst Du sie für kurze Zeit, während der Ball aufspringt. Die Nachteile sind klar: 1. Oft ist ein Mitspieler gerade dann frei, wenn der Ball auf dem Boden aufspringt. 2. Dein Verteidiger hat eine größere Chance, Dir den Ball wegzuspielen. Wie oft hast Du Dich schon geärgert, weil Du völlig frei warst, aber Dein dribbelnder Mitspieler Dich nicht bemerkt hat? Spiele so, dass es den anderen mit Dir nicht genauso geht. Dribbeln solltest Du nur, wenn es einem Ziel dient, das ohne Dribbling nicht erreichbar ist, z.B.: als Aufbauspieler den Ball nach vorne bringen oder mit einem schnellen, explosiven Dribbling am Gegenspieler vorbei zum Korb ziehen. "Parkdribbeln" auf der Stelle bringt Dich nirgendwo hin! Wenn Du nach einem Dribbling nicht in einer besseren Position bist als davor, war es mit ziemlicher Sicherheit überflüssig! Von dieser Regel gibt es nur eine Ausnahme, die hauptsächlich Aufbauspieler betrifft: nach einem begonnenen Dribbling darfst Du den Ball erst wieder aufnehmen, wenn Du danach sofort passen kannst, sonst bringst Du Dich in die gleiche gefährliche Lage wie unser "Dotzer" am Anfang dieses Kapitels!
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DROP-STEP

Der "Dropstep" ist ein simpler Trick für Centerspieler, um ohne zu dribbeln näher zum Korb zu kommen. Auf deutsch könnte man ihn etwas umständlich als "Rücksetz-Schritt" bezeichnen. Die Bewegung ist einfach und dabei sehr effektiv: wenn Du Dich mit dem Rücken zum Korb an der Zone anbietest, wird der Verteidiger meist etwas seitlich von Dir stehen, um das Anspiel zu verhindern. Du bietest nun die dem Verteidiger ferne Hand als Ziel für das Anspiel an. Während der Ball auf dem Weg zu Dir ist, setzt Du den Fuß dieser Anspielseite bereits rückwärts Richtung Korb am Verteidiger vorbei, und zwar so, dass er schon fest am Boden steht, wenn der Pass Dich erreicht. Dann ziehst Du den anderen Fuß einfach nach und drehst Dich so um den Verteidiger herum - und stehst direkt am Korb, mit dem Verteidiger im Rücken!
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DRUCK

Druck macht müde, geistig und körperlich. Unter Druck macht man Fehler. Wirksamer Druck muss kontinuierlich aufgebaut werden, wie beim Aufblasen eines Luftballons. Jede Pause, die Du Dir gönnst, ist wie ein Ventil für den Gegner, eine Erholungsphase, in der er sich sammeln und neu konzentrieren kann. Ständiger Druck führt zwangsläufig zu Fehlern. Je mehr Handlungen ein Spieler unter Druck ausführen muss, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ihm ein Fehler unterläuft. Er muss häufiger und schneller Entscheidungen treffen, in Situationen, in die er unerwartet gerät, auf die er nicht vorbereitet ist. Auch wenn Du manchmal denkst, Deine Anstrengungen seien völlig umsonst, konstanter Druck wird sich am Ende auszahlen. Der ständige Streß ermüdet Deinen Gegner, vielleicht macht er den entscheidenden Fehler in der letzten Spielminute. Wie kannst Du Druck ausüben? Ganz einfach: lass ihn zu keiner Zeit irgend etwas in Ruhe tun. Steh' ihm auf den Füßen, was immer er auch tut. Zwinge ihn, für jede Aktion hart zu arbeiten. Nicht ab und zu - immer! Druck ausüben heißt nicht, ab und zu in einen Passweg zu springen, um einen Ball abzufangen - Du musst IMMER im Passweg sein, Dein Gegenspieler muss um jeden Ball froh sein, den er bekommt - das ist Druck.
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DUNKING

Ein Dunking zählt zwei Punkte! Zwar ist ein Dunk immer eine spektakuläre Aktion, und es gibt auch Situationen, in denen ein krachender Slamdunk eine ganze Mannschaft wachrütteln und ein Spiel umbiegen kann, doch es gibt auch zahllose Spiele, die durch einen vergebenen Dunk verloren werden, weil der Ball so kraftvoll auf den Ring gedonnert wird, dass er bis zur Mittellinie zurück springt, und dem Gegner noch die Chance für den rettenden Dreier gibt. Überlege dir also gut, ob du Zuschauer und Mitspieler mit einer spektakulären Aktion von den Sitzen reißen oder lieber etwas weniger eindrucksvoll, aber dafür sicher zwei Punkte machen willst. Wie heißt es so schön: Wenn ein Dunk irgendwann einmal drei Punkte zählt, fang ich auch damit an...
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DURCH DIE NASE

Daran solltest Du immer denken, wenn Du als Angreifer mit dem Ball nah am Korb stehst. Viele Spieler springen in dieser Situation rückwärts vom Verteidiger weg, um ungehindert werfen zu können ("fade-away"). Tatsächlich hilft dieses Verhalten meistens nur dem Verteidiger: erstens ist ein solcher Wurf sehr unsicher, weil der Werfer kein Gleichgewicht hat, zweitens ist er auch leichter zu blocken, weil der Werfer dabei nicht sehr hoch springen kann und die Flugkurve des Balles flacher wird. Zudem nimmst Du Dir die Chance, gefoult zu werden! Viel erfolgreicher wirst Du sein, wenn Du den Kontakt zum Verteidiger suchst und eng an ihm hochspringst, auch wenn er größer ist als Du: "Zieh' ihm den Ball durch die Nase!" Der Verteidiger wird sich instinktiv schützen und sich die Hände vors Gesicht halten - und kann Deinen Wurf nicht blocken. Versucht er es doch, wird er Dich unweigerlich foulen, weil Du so nah an ihm bist. Also: weiche dem Kontakt nicht aus, geh' zum Verteidiger und zum Korb, direkt vor seiner Nase!
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EINSATZ

Warum verlangen Trainer immer wieder "110% Einsatz" von ihren Spielern? Weil sie wollen, dass sie möglichst nahe an 100% herankommen, wohlwissend, dass das noch kein Spieler geschafft hat! Du hast richtig gelesen, kein Spieler hat jemals eine 100%ige Leistung gebracht. Es gibt so viele Dinge in einem Spiel, die man noch besser tun kann, etwas schneller Aushelfen, etwas härter Ausblocken, etwas aggressiver Verteidigen oder etwas schneller zurücklaufen. Ein guter Spieler weiß nach jedem Spiel, auch wenn ihn alle in den Himmel loben, dass er noch besser hätte sein können, wenn er sich nicht in manchen Situationen zum falschen Zeitpunkt eine winzige Pause gegönnt hätte, durch die er den entscheidenden Tick zu spät kam. Entscheidend ist, dass Du in jedem Spiel versuchst, alles zu geben und mit Dir nie ganz zufrieden bist, dann hast Du "110% Einsatz" gezeigt!
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EINSTELLUNG

Die richtige Einstellung ist wahrscheinlich das Allerwichtigste am Basketballspiel. Was für eine Einstellung hast Du? Wenn es läuft, haben wir (fast) alle eine gute Einstellung, wenn wir die Stars des Tages sind und Spiele hoch gewinnen. Aber eine gute Einstellung ist viel mehr als das. Was machst Du, wenn Dein Team verliert, die Schiedsrichter schlecht sind, Deine Mitspieler Dir den Ball nicht geben, Deine Würfe alle auf den Ring gehen und der Coach Dich für etwas kritisiert, das gar nicht Deine Schuld war? Bist Du auch einer von denen, die dann den Kopf hängen lassen, nicht mehr verteidigen, Coach und Mitspieler anmaulen und mit diesem Alle-sind-Schuld-außer-mir-natürlich-Gesicht lässig über’s Feld schlendern. Dann hast Du nicht die richtige Einstellung! Eine gute Einstellung ist etwas, das man ganz bewußt haben will: unter Druck ruhig zu bleiben; Mitspieler aufzubauen, auch wenn sie den letzten Mist spielen; immer Höchstleistung von sich selbst zu fordern. Es bedeutet, wirklich die Linie zu berühren - und nicht nur beinahe - wenn der Coach sagt, Du sollst zur Mittellinie und zurück laufen. Spieler mit der richtigen Einstellung prahlen nach dem Spiel nicht damit, wie toll sie gespielt haben, sondern denken über ihre Fehler nach, damit sie beim nächsten Mal noch besser spielen können! Kannst Du Dir vorstellen, daß Du eine völlig unberechtigte Kritik Deines Coaches einfach herunterschluckst und sie einfach als hilfreiche Erinnerung auffaßt, anstatt Dich aufzuregen und Deine Konzentration zu verlieren? Das können nicht viele Spieler, aber es ist möglich. Spieler mit dieser Einstellung sind etwas besonderes: sie sind ein Glück für jeden Coach, sie sind Supermitspieler und sie helfen erfolgreiche Mannschaften zu formen, denn sie können sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen. Die anderen sind nur Mitläufer, Dünnbrettbohrer, die gut spielen können, wenn’s gut läuft, und immer dann versagen, wenn’s wirklich drauf ankommt! Eine gute Einstellung zu zeigen, bedeutet einfach, immer Dein Bestes geben zu wollen, Dich auf Dein Spiel zu konzentrieren, auf die Dinge, die Du tun mußt, um gut zu spielen. Es ist sehr einfach, das aufzuschreiben, aber sehr schwer, es zu verwirklichen. Kannst Du noch kämpfen und Dich an die ausgegebene Taktik halten, wenn Du außer Atem bist und Deine Beine schwer wie Blei sind? Kannst Du Deine Mitspieler auch noch anfeuern, obwohl Du denkst, daß sie zu ballverliebt oder einfach blind sind? Kannst Du die Kritik Deines Coaches während des Spiels akzeptieren und ihm zuhören, obwohl Du denkst, daß er Unrecht hat? Kannst Du zuhören und denken, daß vielleicht, nur vielleicht, Du Unrecht haben könntest? Gibst Du immer Dein Bestes - oder gibt es tausend Dinge, über die Du Dich so aufregst, daß Du Deine Beherrschung und Deine Konzentration verlierst - und deshalb schlecht spielst? Denk mal drüber nach. KLEINIGKEITEN Wenn sich zwischen zwei auf den ersten Blick technisch gleich guten Spielern im Spiel trotzdem ein Klassenunterschied auftut, hat das meistens einen einfachen Grund: der Unterschied liegt in den Kleinigkeiten. Der bessere Spieler hat vielleicht einen etwas längeren ersten Schritt, paßt etwas genauer, stellt einen Block etwas aggressiver oder rollt den Bruchteil einer Sekunde schneller ab. Zentimeter und Zehntelsekunden entscheiden über den Ausgang fast aller Situationen im Basketball. Exaktheit und Perfektion in allen kleinen Dingen machen einen guten Spieler und einen guten Trainer aus. Also maule nicht, wenn Dein Coach zum x-ten Mal Deine Beinarbeit kritisiert - es ist nur zu Deinem Vorteil. KOPFARBEIT Basketballspiele zwischen zwei technisch und konditionell gleich starken Mannschaften werden im Kopf entschieden. Konzentration, Cleverness und taktische Disziplin entscheiden dann über ein paar Punkte, die am Ende der Gewinner mehr hat als der Verlierer. Dein Kopf entscheidet über jede Deiner Handlungen. Konzentration auf die richtige Verteidigungsposition oder darauf, den Gegenspieler jedesmal auszublocken, ist zehnmal wichtiger als Sprungkraft oder Schnelligkeit. Bei gleichem KÖNNEN ist das WOLLEN entscheidend. Willst Du jedesmal absinken, zurücksprinten, zum Rebound gehen, den Block hart stellen...? Ein Gewinner läuft nicht unbedingt mehr als ein Verlierer, aber sein GEIST arbeitet mehr. Wenn Du nach einem Korberfolg zwei, drei Schritte zurücktrottest und dann plötzlich umdrehst und den Ball abfängst, den ein unaufmerksamer Einwerfer sorglos zum Aufbauspieler paßt, dann brauchst Du dazu keine besonderen körperlichen Fähigkeiten, nur etwas Grips. Mitdenken, das Verhalten des Gegners vorausahnen, seine Fehler ausnutzen, taktische Vorgaben einhalten, einen sicheren Korbleger machen, anstatt einen wilden Dunking auf den Ring zu hauen, 5 Sekunden vor Schluß nicht auf den Korb zu werfen, wenn man mit einem Punkt führt - das sind Kopffähigkeiten, die einen guten Spieler ausmachen und Spiele gewinnen. Auf der anderen Seite sind es die Kopffehler, die solche Spiele verlieren, wobei es vier "Todsünden" im Basketball gibt, die es wert sind, in eigenen Kapiteln behandelt zu werden: schlechte Verteidigung, schlechte Pässe, schlechte Dribblings und schlechte Würfe.
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EINSTELLUNGSTEST

Teste dich selbst: Kannst Du ein guter Spieler werden?
    • Ich komme immer und pünktlich ins Training. Wenn ich einmal aus wirklich wichtigen Gründen nicht kann, sage ich meinem Coach rechtzeitig Bescheid.
    • Ich bin bei jedem Spiel dabei, auch wenn es auswärts ist und wir sowieso verlieren, die Sonne scheint und im Schwimmbad so viele nette Mädels/Jungs sind.
    • Ich höre meinem Coach immer aufmerksam zu, und versuche seine Anweisungen so gut wie möglich umzusetzen.
       
    • Ich gehe in jedem Training und bei jedem Spiel an meine Leistungsgrenze und gebe immer vollen Einsatz, vor allem in der Defense, ohne dass mich der Coach dazu erst anschreien oder mit Strafen drohen muss.
    • Ich rede mehr mit meinen Mitspielern als mit Gegnern und Schiedsrichtern und bin dabei niemals unfair oder beleidigend.
    • Ich stehe zu meinen eigenen Fehlern und suche nicht nach Ausreden.
    • Ich bin selbstkritisch und suche selbst nach guten Spielen nach Schwächen, die ich beim nächsten mal abstellen will. Ich strebe immer nach Perfektion, obwohl ich weiß, dass ich sie nie erreichen kann, denn es gibt immer etwas, das man noch besser machen kann.
    • Ich respektiere meine Gegenspieler und ihre Leistung und behandle sie immer fair.
    • Ich setze mir sportliche Ziele, die ich konsequent und ehrgeizig verfolge.
        
    • Ich stelle mich immer uneigennützig in den Dienst meines Teams. Der Erfolg der Mannschaft ist mir wichtiger als mein persönliches Abschneiden.

Kreuze (ehrlich!) die Aussagen an, die für dich zutreffen, dann zähle deine Punkte.

Auswertung:

10-9: Du bist auf dem besten Weg ein sehr guter Spieler zu werden.

8-7:   Für den ganz großen Erfolg reicht es leider nicht,
        aber du kannst ja an deiner Einstellung noch arbeiten.

6-5: Du wirst sicher mal ab und zu ein gutes Spiel machen, aber deine Möglichkeiten
       wirst du niemals richtig ausschöpfen.

4-3: Für dich bleibt leider nur der Freiplatz!

2-1: Spielst du eigentlich überhaupt Basketball?

    0: Du bist eine aggressive Dumpfbacke, dein IQ liegt ungefähr bei Zimmertemperatur,
        und du weißt vermutlich noch nicht mal wie man Basketball richtig schreibt.


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FACHBEGRIFFE ENTTARNT 😉

Was Du schon immer wissen wolltest ... aber nie zu fragen wagtest!
Was bedeutet eigentlich...? Assist - in höchster Not sinnlos weggeworfener Ball, der von der Nase des Centers direkt in den Korb springt. Ausblocken - Fremdwort für Aufbau- und Flügelspieler. Aushelfen - Beliebte Ausrede, wenn der eigene Gegenspieler einen Korb macht. Birne - Nach dem Ex-Kanzler benannter Teil der Spielfeldmarkierung. Coach - Engl. Bezeichnung für Reisebus. Defense - Nur etwas für Spieler, die nicht werfen können. Doppeln - Ein Spieler deckt den falschen Mann. Dreier - Besonders bei Centern, Minis und D-Jugendlichen beliebter Versuch, aus 6,25m auf den Korb zu werfen, ohne den Ring zu berühren. Dunking - Besonders bei kleinen Spielern beliebte Variante des Korblegers mit dem Ziel, den Korb abzureißen. Egozocker - Mitspieler, der den Ball von Dir haben will. Fastbreak - Wilde Panik Eins gegen Fünf. Foul - Immer wenn Du nicht triffst. Give and Go - Gib dem Gegenspieler eine mit und geh' danach Duschen. Glückswurf - Jeder Korb Deines Gegenspielers. Playmaker - Spieler, der lieber dribbelt als passt. Schiri - Blinder Idiot mit einem völlig unbegründeten Haß gegen Dich. Schrittfehler - Fata Morgana des Schiris. Switch - Rufst Du in der Verteidigung, wenn Du nicht weißt, wo Dein Gegenspieler ist. Taktik - Mensch-Ärgere-Dich-Nicht für Coaches. Trailer - (deutsch: Hänger) extrem langsamer Spieler, der erst über die Mittellinie kommt, wenn seine Mitspieler schon wieder zurücklaufen. Zone - Für Spieler unter 1,80 m verbotener Teil des Spielfelds. Zwerg - Jeder Spieler, der mehr als einen Zentimeter kleiner ist als Du.
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FASTBREAK (SCHNELLANGRIFF)

Der Schnellangriff ist ein sehr einfaches und erfolgreiches Angriffsmittel, um leichte Körbe zu erzielen, er macht Spaß und frustriert den Gegner. Die Verteidigungsform des Gegners spielt keine Rolle, weil der Angriff abgeschlossen wird, bevor sich die Verteidigung formiert hat. Es gibt viele verschiedene Arten, ihn zu spielen, je nach Mannschaftszusammensetzung und "Philosophie" des jeweiligen Trainers. Alle Fastbreakkonzepte haben jedoch eines gemeinsam: Schnellangriff ist Einstellungssache, er funktioniert nur, wenn alle Spieler ihn spielen wollen, und wenn alle genau das tun, was sie tun sollen. Dabei gelten folgende Grundregeln: - der Ball muss so schnell wie möglich nach vorne - der vorderste Spieler bekommt den Ball - Passen ist besser (weil schneller) als Dribbeln - alle Spieler sprinten nach vorne. Fastbreak kann man immer spielen, nach Rebound und auch nach gegnerischem Korberfolg. Jeder muss genau wissen, was er zu tun hat, und das muss er blitzschnell tun; die Zehntelsekunde, die Du schneller schaltest als Dein Gegenspieler, kann über Erfolg oder Misserfolg des ganzen Angriffs entscheiden. Das ausgeklügeltste System funktioniert nicht, wenn Du gemütlich nach vorne trabst.
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FISCHEN

Nach dem Ball zu schlagen, ist ein Foul! Klar!? Nicht "nach dem Ball schlagen und den Arm treffen", sondern nur "nach dem Ball schlagen"! Schiedsrichter pfeifen solche Aktionen in neun von zehn Fällen als Foul, weil es nach Foul aussieht. Da nützt es auch nichts, wenn Du tausendmal schwörst, dass Du den Gegner nicht berührt hast. Es sieht so aus, und das ist entscheidend. Wenn Du Dich als "Fischer" betätigst, dann rechne mit einem Pfiff. Der Schiri weiß, dass Dein Coach Dir schon tausendmal gepredigt hat, es nicht zu tun, und der Coach weiß, dass der Schiri es pfeifen wird. Also lass' es sein - es bringt nichts, es sei denn, Du liegst kurz vor Spielende zurück und spielst "alles oder nichts". Auch bei einer Pressverteidigung gilt grundsätzlich gilt: DON'T FOUL: Das Ziel ist, einen schlechten Paß, ein Rückspiel, einen 5- oder 8-Sekunden-Pfiff oder einen überhasteten Abschluss zu erzwingen, also schlage beim Doppeln BITTE NICHT nach dem Ball. Auch wenn man mit der Presse keinen Ballgewinn hat, zwingt man den Gegner damit häufig aus seiner normalem Offense, bringt ihn dazu, etwas anderes zu spielen als er vorhatte, lässt ihn reagieren anstatt agieren, schaltet durch das Doppeln einen gefährlichen Werfer aus, etc.. Wenn die Angreifer in erster Linie an Ballsicherung denken und erst in zweiter an Korbwurf, hat eine Presse schon den gewünschten Erfolg. Ein einziger dummer "Fischer" macht alle Mühe zunichte!
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FLEISS

Es gibt keinen Ersatz für Arbeit. Der Coach und seine Spieler müssen hart arbeiten, da alle lohnenden Ziele nur durch sorgfältige Planung und harte Arbeit zu erreichen sind. Perfektion kann nie erreicht werden, aber sie muß das Ziel sein auf das man zielstrebig hinarbeitet. Man kann niemals sein Ziel erreichen, indem man nach einer Abkürzung oder einen einfachen Weg sucht. Wenn du deine Ziele erreichen willst, komm aus dem Bett!
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FOUL AM WERFER

Einen Werfer solltest Du möglichst nicht foulen. Du gibst ihm die Möglichkeit, drei Punkte zu erzielen oder zumindest zwei Freiwürfe zu bekommen. Besonders ärgerlich sind solche Fouls, wenn man einen Spieler foult, der wahrscheinlich sowieso nicht getroffen hätte. Fast in jedem Spiel sieht man Situationen, in denen ein Werfer bei einem schlechten Wurf aus einer völlig aussichtslosen Position gefoult wird und für einen "Hoffnungswurf" auch noch zwei (oder drei!) Freiwürfe geschenkt bekommt. Dumm sind auch halbherzige, unsaubere Abwehraktionen, bei denen der Werfer nur leicht berührt wird, ohne dass er in seinem Wurf entscheidend behindert wird: er erzielt den Korb und bekommt noch einen Bonusfreiwurf dazu. Foule entweder so, dass der Ball mit Sicherheit nicht in den Korb geht (wobei Du ein „unsportliches Foul“ riskierst!), oder gar nicht. Gegen Ende eines knappen Spiels kann es sich auszahlen, einen Korbleger durch ein Foul zu verhindern, wenn der Schütze die Freiwürfe vor Nervosität vergibt, in den meisten anderen Situationen richtest Du mehr Schaden als Nutzen an. (Siehe auch GEBLOCKTE WÜRFE)
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FREIHEIT

Nimm die Spieler nicht so sehr an die kurze Leine, daß Sie ihre Eigeninitiative verlieren. Sie müssen eine gewisse Entscheidungsfreiheit haben, aber müssen auch auf die Aktion eines Mitspielers richtig reagieren können, um die Raumaufteilung zu behalten. Es ist viel wichtiger, dass sie lernen die grundlegenden Prinzipien des Spiels zu verstehen, als 10 komplizierte Systeme zu lernen, bei denen sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen!
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FREILAUFEN / LÖSEN VOM VERTEIDIGER

1. Um außen angespielt zu werden: Um sich von jemandem zu LÖSEN, ihn abzuschütteln, muss man erst einmal KONTAKT mit ihm haben. Logisch? Logisch! Vielen Spielern ist diese Grundregel aber offensichtlich nicht klar. Sie laufen hin und her, vor und zurück, immer am Verteidiger vorbei, und wundern sich, warum sie nicht freikommen. Dabei ist die Sache so einfach: Laufe direkt auf ihn zu, nimm mit dem angewinkelten Unterarm Kontakt auf (aber ohne ihn zu umzurennen oder zu stoßen!), stoppe ruckartig ab, indem Du einen Fuß zwischen seine Füße stellst, und drücke Dich von diesem Fuß kräftig in die andere Richtung ab - so hat der Verteidiger keine Chance, Dir schnell genug zu folgen. Halte dabei immer Blickkontakt mit dem Ballbesitzer und zeige dann als Ziel für den Pass die dem Verteidiger abgewandte Hand! Diese "Rein-Raus-Bewegung“ nennt man auch "I-Cut", in Anlehnung an die Form des Buchstabens "I". Eine zweite Möglichkeit freizukommen, ist der "V-CUT". Dabei läufst Du wieder von der Flügelposition in Richtung Zone, nimmst Kontakt auf wie beim I-Cut, löst Dich jetzt aber nicht nach außen, sondern nach oben zur Ecke der Freiwurflinie. Dabei kannst Du auch hinten um den Verteidiger herumlaufen oder ein "ROLLING" machen, d.h. Dich praktisch um ihn herumwickeln: wenn Du nach rechts willst, stellst Du Deinen rechten Fuß zwischen die Füße des Verteidigers und machst dann mit dem linken Bein eine halbe Drehung zum Ball hin, so als wäre Dein rechtes Bein die Nadel und Dein linkes der Bleistift eines Zirkels. Jetzt hast Du den Gegenspieler im Rücken und bist sicher anspielbar. Solltest Du jetzt immer noch nicht frei sein (vielleicht konnte Dein Mitspieler gerade nicht passen), machst Du ein sogenanntes "POP-OUT", d.h. Du löst Dich explosiv ("POP!") nach außen, indem Du Dich kräftig vom Innenfuß (d.i. der, der näher zur Zone steht) abdrückst. Kommst Du mit diesen Mitteln nicht frei, dann schlage das Stichwort "STACK" auf. 2. Beim Schneiden in die Zone: Hier gilt das gleiche Prinzip: auf den Verteidiger zulaufen, Kontakt aufnehmen, dann schnell die Richtung wechseln. Wenn Du zu früh, ohne Kontakt aufzunehmen, zum Ball schneidest, kann sich Dein Gegner leicht darauf einstellen. Auch wenn Du von der schwachen Seite (Ballgegenseite) zum Korb schneidest, laufe erst hin zum Verteidiger (der wahrscheinlich abgesunken ist) und löse Dich dann zur Freiwurf- oder Grundlinie hin. 3. Als Dribbler: Dribbelst Du nach vorne und ein Verteidiger ist zwischen Dir und dem Korb, dann dribble zunächst direkt auf ihn zu. So zeigst Du ihm nicht, zu welcher Seite Du willst. Wenn Du zu früh in die beabsichtigte Richtung dribbelst, kann er Dein Tempo aufnehmen und Dich zur Seite abdrängen. Indem Du auf ihn zu dribbelst, frierst Du ihn regelrecht ein und wenn Du erst kurz vor ihm "abbiegst" hat er keine Chance, weil er erst einmal beschleunigen muss.
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FRÜHE FOULS

Das Spiel hat gerade erst begonnen, Du willst einem Gegenspieler den Ball wegschlagen, triffst den Arm - Foul! Du denkst, was soll's, es ist Dein erstes und es gibt nur Seiteneinwurf. Wenn aber 10 Minuten später, nach einigen anderen "unwichtigen" Fouls Deiner Mitspieler, ein Spieler durch die Mannschaftsfoulregel zwei Freiwürfe bekommt und zwei Punkte macht, hast Du mit Deinem "unwichtigen" ersten Foul dem Gegner zwei Punkte geschenkt! Ganz zu schweigen davon, dass Du vielleicht wegen eines "unwichtigen" frühen Fouls das Ende des Spiels nur noch auf der Bank erlebst. Es gibt keine "macht nichts"-Fouls. Jedes dumme, unnötige Foul, und sei es noch so früh im Spiel, kann am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden. Zu Beginn jeder Halbzeit sind die Schiedsrichter erwiesenermaßen am aufmerksamsten, konzentriere Dich also gerade in diesen Phasen besonders und vermeide dumme Fouls.
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FUNDAMENTALS - DIE GRUNDLAGEN

Der Trainer muss seine Spieler sorgfältig mit den Grundlagen des Spiels vertraut machen, und die Fähigkeit vermitteln, diese im Spiel richtig anzuwenden. Sie müssen lernen, schnell und richtig zu reagieren, ohne zu zögern und über ihre Entscheidungen nachdenken zu müssen. Es ist eine Binsenweisheit im Basketball, dass derjenige, der zögert, verliert. Die ganze Grundlage für solides Spiel ist die schnelle Ausführung der Grundtechniken. Eine exzellente Ausführung der Grundlagen kann möglicherweise eine schlechte Spieltaktik kompensieren, aber auch das beste System kann mangelhafte Beherrschung der Grundlagen nicht ausgleichen. Der Trainer muß sicher gehen, dass er sich nie erlaubt, einem komplizierten Spielsystem so viel Zeit zu widmen, dass er sie vom Training der Grundlagen "stehlen" muss.
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GEDULD

Geduld wird von Trainern immer wieder verlangt und von Spielern genauso oft verloren. Anstatt auf eine hochprozentige Wurfchance zu warten oder mit drei, vier einfachen Pässen die Verteidigung auszuspielen, wird immer wieder überhastet die erste halbwegs geeignete Möglichkeit zum Korbwurf oder zum "Traumpass" gesucht und vergeben. Viele spektakuläre Aktionen hätten nie versucht werden dürfen, weil sie nur mit viel Glück erfolgreich endeten, und weil sie bei zehn Versuchen neunmal misslingen. Die richtige "Auswahl" beim Werfen und Passen auch in Stresssituationen ist eine der schwierigsten, aber auch der wichtigsten Entscheidungen, die ein Spieler treffen muss. Da sich kaum feste Regeln aufstellen lassen, die geduldiges von ungeduldigem Spiel unterscheiden, haben so viele Spieler Probleme, ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Geduld und Initiative zu finden. Grundsätzlich solltest Du nur Dinge tun, von denen Du weißt, dass Du sie sicher beherrschst, die also eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit besitzen. Alles, was Du mit Unsicherheit, aus Verlegenheit, Verzweiflung oder mit Gewalt versuchst, solltest Du ganz schnell vergessen, denn mit dem "Prinzip Hoffnung" gewinnt man keine Spiele. Wenn Du vor einem Wurf oder Pass auch nur leise Zweifel hast - lass es sein und warte auf eine bessere Chance!
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GEWOHNHEITEN

Basketball ist eine Spiel der Gewohnheiten, und es braucht Zeit und Geduld, um korrekte Gewohnheiten zu entwickeln und schlechte abzustellen. Einer der größten Fehler der meisten unerfahrenen Trainer ist wahrscheinlich der Mangel an Geduld. Versuche die Spieler beharrlich davon zu überzeugen, dass sie nie nachlässig im Training werden dürfen, weil sie genau so spielen werden, wie sie trainieren. Ständige Konzentration auf das Ziel ist ein Muss.
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GLEICHGEWICHT

Für viele amerikanische Mannschaften gehört regelmäßiger Ballett- oder Jazztanzunterricht zum Trainingsprogramm! Warum? Weil Tanzen in höchstem Maße das Gleichgewichtsgefühl, die Körperbeherrschung schult. Auch ein Basketballspieler muss seinen Körper zu jeder Zeit im Griff haben, um jede seiner Bewegungen selbst kontrollieren zu können. Jeder Wurf, Pass, Schritt oder Stop ohne Gleichgewicht ist eine schlechte Aktion, denn dann bestimmt die Schwerkraft das Resultat, nicht mehr Du selbst. Schulterbreite Fußstellung, gebeugte Knie, ein aufrechter Oberkörper und "Kopf hoch" sind die Merkmale eines stabilen Stands. So wie Autos mit tieferem Schwerpunkt und breiterem Fahrwerk besser auf der Straße liegen, stehst auch Du damit stabiler auf dem Spielfeld. Durch den aufrechten Oberkörper liegt Dein Körperschwerpunkt genau über Deinem "Fahrwerk" - jetzt wirft Dich so schnell keiner um! Viele Spieler richten sich auf und geraten in Rücklage, wenn sie von einem oder mehreren Verteidigern bedrängt werden; sie verlieren das Gleichgewicht und geben einen Hoffnungspass, der meist beim Gegner landet. Gute Spieler bleiben in ihrer tiefen, stabilen Position und schützen den Ball durch flache Sternschritte (s.u.), bis ein Mitspieler frei ist. Auch für den Verteidiger ist Gleichgewicht oberstes Prinzip: ein unkontrollierter Schritt auf den Angreifer zu, ein kurzes Aufrichten aus der Grundstellung - schon hat er verloren Nur wenn Du zu jeder Sekunde des Spiels "stabil" bist, kannst Du Dich kontrolliert bewegen, passen, werfen und springen. Jede andere Aktion wird mehr vom Zufall bestimmt als von Dir selbst.
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GOLDENE BASKETBALL GRUNDREGELN

· Wenn ich den Ball habe, sehe ich ihn nicht, wenn ich ihn nicht habe, sehe ich ihn immer. · In der Defense sehe ich immer gleichzeitig meinen direkten Gegenspieler und den Ball ("Pistols"). · Einen Einwurf mache ich nie unter dem Brett. · Wenn ich im Angriff den Ball haben will, muß ich mich vom Gegenspieler lösen und schnell und gerade in den freien Raum laufen. · Ich beginne nur mit dem Dribbling, wenn kein freier Pass und kein guter Wurf möglich ist. · Ich höre nie auf zu dribbeln, ehe ich nicht weiß, wohin ich den Ball spielen werde. · Wenn der Weg zum Korb frei ist, dribble ich alleine, es sei denn, ein Mitspieler ist vor mir frei. · Wenn mich nur 1 Gegenspieler auf dem Weg zum Korb angreift, versuche ich, an ihm vorbei zu dribbeln, es sei denn, ein Mitspieler ist auf gleicher Höhe oder näher zum Korb frei. · Ich täusche nie "Backdoor" an. · Ich mache auf keinen Fall eine Wende an der Mittellinie. · Ich zeige dem Gegner nicht, was ich als nächstes vorhabe. · Ich bleibe immer auf Überraschungen und Notsituationen vorbereitet.
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HANDARBEIT

Schlechte Spieler glauben, dass Verteidigung hauptsächlich aus Handarbeit besteht. Ein geblockter Wurf, ein abgefangener Pass, einem Dribbler den Ball klauen - alles ein Verdienst der Hände!? Gute Spieler wissen, dass sie nur mit perfekter Beinarbeit in eine Position kommen, in der sie die Hände einsetzen können, ohne dabei zu foulen. Die gleiche Aktion wird nämlich einem schlechten Verteidiger als Foul gepfiffen und einem guten nicht, auch wenn in beiden Fällen der Angreifer wirklich nicht berührt wurde! Foul ist nämlich nicht nur, wenn Du einen Kontakt mit Deinem Gegenspieler verursachst und der Schiedsrichter pfeift, sondern auch, wenn es so aussieht, als würdest Du einen Kontakt verursachen und der Schiedsrichter pfeift! Aus einer schlechten Verteidigungsstellung ist sowohl die Wahrscheinlichkeit, ein Foul zu begehen, als auch die, dass es so aussieht, als sei es ein Foul, wesentlich größer. Wenn Du das begreifst, wirst Du nie mehr verzweifelt beteuern, dass Du "ihn doch gar nicht berührt" hast, sondern Du wirst versuchen, Deine Hände durch eine saubere Beinarbeit so zu unterstützen, dass es nicht mehr wie Foulspiel aussieht. Dann wirst Du plötzlich feststellen, dass Dir manche Fouls nicht gepfiffen werden, eben weil sie nicht so aussehen. Entscheidend ist auch die richtige Handarbeit: wenn Du einen Ball wegschlagen willst, dann schlage nie von oben nach unten. Es bringt Dich aus dem Gleichgewicht (s.o.), sieht aus wie ein Foul und hört sich auch oft so an. Wenn Du von unten nach oben schlägst, triffst Du immer den Ball und nicht die Hand des Gegners, zudem behältst Du Deine stabile Stellung und fällst nicht nach vorne.
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HILFSLINIEN

Wie viele Ballverluste hast Du schon gesehen, bei denen ein Spieler an der Grundlinie zum Korb zieht und dabei auf die Linie tritt? Wie oft dribbeln Spieler gegen Pressverteidigung entlang der Seitenlinie nach vorne und werden dort gedoppelt? Wie viele Rückspiel-, Ausball- und Drei-Sekunden-Pfiffe hast Du schon gehört, weil ein Spieler ganz knapp auf einer Linie stand, die er einen halben Meter weiter vermutet hat? Diese Linien sind "natürliche Feinde" des Angreifers im Basketball und Freunde des Verteidigers. Also halte Dich von Ihnen fern. Ziehe im Geiste Hilfslinien, die etwa einen Meter innerhalb der Auslinien, bzw. etwa eine Fußlänge von der Drei-Sekunden-Zone entfernt verlaufen, und spiele dann so, als wären sie die echten Linien. Wie oft bekommst Du von einem Verteidiger einen leichten Stoß, den der Schiri nicht sieht oder nicht pfeift? Wenn Du dabei direkt an einer Linie stehst oder dribbelst, befördert er Dich ins Aus oder ins Rückfeld, Du verlierst das Gleichgewicht, den Ball und vielleicht auch das Spiel. Wenn Du aber Deine vorgestellten Hilfslinien nie überschreitest, wirst Du nie in diese Gefahr geraten, und anstatt später zu erzählen, wie Du kurz vor Schluss ins Aus gestoßen wurdest, wirst Du das tolle Gefühl genießen, ein knappes Spiel gewonnen zu haben.
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KISS - KEEP IT SIMPLE AND STUPID

Denke daran, daß es weniger wichtig ist, wie viel du tust, sondern vielmehr wie gut du es machst. Darum ist es besser, einige Dinge richtig gut zu trainieren, als zu viele verschiedene, von denen dann nichts richtig beherrscht wird. Mute deinen Spielern nicht zu viel zu. Versuche, eine ausgeglichene Offense zu entwerfen, die für jede Spielerposition eine gleiche Anzahl von Wurfmöglichkeiten liefert, aber verwirre die Spieler nicht dadurch, daß du es in dem Bestreben, dein ganzes Wissen einzubringen, zu kompliziert machst.
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KLEINIGKEITEN

Wenn sich zwischen zwei auf den ersten Blick technisch gleich guten Spielern im Spiel trotzdem ein Klassenunterschied auftut, hat das meistens einen einfachen Grund: der Unterschied liegt in den Kleinigkeiten. Der bessere Spieler hat vielleicht einen etwas längeren ersten Schritt, Passt etwas genauer, stellt einen Block etwas aggressiver oder rollt den Bruchteil einer Sekunde schneller ab. Zentimeter und Zehntelsekunden entscheiden über den Ausgang fast aller Situationen im Basketball. Exaktheit und Perfektion in allen kleinen Dingen machen einen guten Spieler und einen guten Trainer aus. Also maule nicht, wenn Dein Coach zum x-ten Mal Deine Beinarbeit kritisiert - es ist nur zu Deinem Vorteil.
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KLEINIGKEITEN

Übersehe die kleinen Details nicht, denn es sind die kleinen Dinge, die den Unterschied machen können. Vollkommenheit in einigen geringfügigen Details ist oft der einzige Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern, insbesondere auf hohem Spielniveau.
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KNAPPER RÜCKSTAND KURZ VOR SPIELENDE

ALS VERTEIDIGER: In dieser Situation musst Du die normalen Verteidigungsregeln vergessen. Jetzt nutzt es nichts mehr, zwischen Mann und Korb zu bleiben, Du musst etwas riskieren, alles oder nichts. Die gegnerische Mannschaft wird, je nach verbleibender Spielzeit, gar nicht mehr auf den Korb werfen oder ihre 24 Sekunden so lange wie möglich ausnutzen. Das heißt für Dich, dass Du mit vollem Risiko den Passweg zu Deinem Mann zumachen kannst, denn wenn er Dir entwischt, wird er nicht sofort auf den Korb werfen, es sei denn, er ist völlig hirnlos, was Dir dann nur recht sein kann. Du kannst aber davon ausgehen, dass der Coach seinem Team eingeschärft hat, die Zeit auszuspielen. Vielleicht macht er doch den Korb, dann hast Du eben Pech gehabt, aber ohne dieses Risiko hast Du keine Chance, das Spiel noch zu wenden. Ca. 2 Minuten vor Schluß hat man noch ungefähr 4-5 Mal die Chance, auf den Korb der Gegner zu werfen, falls der Gegner die Uhr geschickt ausspielt. Wenn man keine Chance mehr hat, mit diesen Angriffen den Vorsprung einzuholen, dann stoppt man die Uhr. Man muss damit rechnen, dass der Gegner seine 24 Sekunden für einen Angriff ausnutzt. Wenn z.B. bei einem 1-Punkt Rückstand die Spielzeit unter 24 Sekunden ist, muss man die Uhr so früh wie möglich stoppen, weil danach keine Zeit mehr für einen Wurf bleibt, wenn der Gegner ausspielt. Ziel ist es, den Gegner durch ein schnelles Foul an die Freiwurflinie zu schicken, um danach selbst wieder in Ballbesitz zu kommen und den Rückstand zu verringern. Dies passiert natürlich nur, wenn man einen schlechten Freiwerfer foult und dieser seine Freiwürfe vorbeischießt. Steht es unentschieden, sollte man die Uhr nur stoppen, wenn nach den Freiwürfen noch genug Zeit für einen guten Angriff bleibt, und man sollte möglichst nicht den besten Freiwerfer des Gegners (häufig ist das ein Aufbauspieler) foulen. Wenn Deine Mannschaft schon mehr als vier Teamfouls hat, lohnt es sich häufig, den schwächsten Freiwerfer des Gegners zu foulen, damit die Zeit gestoppt wird und er zwei Freiwürfe werfen muss. Wichtig dabei ist, möglichst schnell zu foulen (die Uhr läuft für den Gegner) und vor allem so, dass es nicht als unsportliches Foul gepfiffen wird, da es in diesem Fall mit zwei Freiwürfen und Ballbesitz für den Gegner bestraft würde. Du musst also so aggressiv versuchen, an den Ball zu kommen, dass Du ihn entweder hast oder ein Foul begehst. Angriffe die offensichtlich nicht dem Ball, sondern dem Mann gelten, werden als unsportliche Fouls gepfiffen. ALS ANGREIFER: Wenn Du kurz vor Schluss knapp zurückliegst, wirst Du häufig den gegnerischen Coach schreien hören: "Kein Foul, kein Foul!" Viele Spieler nehmen in solchen Situationen einen Wurf von außen, der auch oft relativ ungestört möglich ist. Die Tatsache, dass der Gegner kein Foul mehr begehen will, kann aber nur eine einzige logische Konsequenz haben: Der Ball muss zum Brett, nie war der Augenblick günstiger. Im Bemühen, nur nicht zu foulen, werden Dir die Verteidiger weniger Gegenwehr entgegensetzen als sonst, wenn Du nur entschlossen genug zum Korb gehst - was nicht heißt, dass Du mit Brachialgewalt in die Zone rasen sollst. Am besten ist ein sauberer Powermove mit einem stabilen, beidbeinigen Abschluss aus zwei bis drei Metern Entfernung. (siehe auch: LETZTER SCHUSS)
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KNAPPER VORSPRUNG KURZ VOR SPIELENDE

Als Verteidiger: Führt dein Team vor dem letzten Angriff des Gegners mit 2 Punkten, besteht die Gefahr, dass er mit einem Dreier in den Schlussekunden das Spiel noch dreht. Dann sollte man den Gegner lieber mit einem Foul an die Freiwurflinie schicken, um anschließend selbst den letzten Wurf zu haben, bzw. die Uhr herunter zu spielen. Führst du mit 3 Punkten, kannst du ebenfalls foulen, um den Ausgleich per Dreier zu verhindern. Foule dabei aber KEINESFALLS einen Spieler beim Wurf! Als Angreifer: Schlechte Freiwerfer sollten den Ball möglichst nicht in die Hand bekommen! Jeder einfache Pass zu einem guten Freiwerfer sollte gegeben werden, um der Defense das Stoppen der Uhr zu erschweren. Optimal ist in dieser Situation eine 2-1-2 Aufstellung, die immer einen sicheren Pass ermöglicht, falls der Gegner doppelt. Lass dich auf keinen Fall zu einem Wurf von Außen verleiten, auch wenn du noch so frei bist. Erlaubt sind nur Korbleger, aber selbst dabei kann es sinnvoll sein, unter dem Korb durchzudribbeln und die Uhr herunter laufen zu lassen, damit der Gegner nicht noch einen Glückswurf versenken kann. Du musst den Vorsprung schon auf 4 Punkte ausbauen können, damit der Wurf gerechtfertigt ist.
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KONDITION

Überzeuge deine Spieler davon, dass Kondition oft der entscheidende Faktor bei zwei ähnlich starken und gut vorbereiteten Teams ist. Jedoch müssen sie, wenn sie ihre bessere Kondition auszunutzen wollen, schon früh im Spiel Druck auf den Gegner ausüben, damit sie sich am Ende bezahlt macht. Grundlagen, Geduld und Selbstvertrauen verlassen dich in dem Maß, wie die Ermüdung zunimmt, so sorge dafür, dass deine Gegner müde werden, bevor Du es wirst. Geistig, moralisch und physisch: Der mentale und moralische Zustand eines Spielers ist von äußerster Wichtigkeit, weil er die physische Kondition bestimmt, wenn die Spieler fleißig und begeistert sind. Ein Spieler, der nicht geistig und moralisch verläßlich ist, wird nie in körperlicher Topform sein, weil er zerstört statt aufbaut und nie sein Optimum erreicht. Das vom Coach gesetzte geistige und moralische Beispiel kann einen starken Einfluß auf den Typ von Spieler haben, den er formt, und von noch größerer Wichtigkeit für den Charakter der jungen Leute, die später seine Obhut verlassen und damit beginnen, andere zu führen.
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KONZENTRATION

"Konzentriere dich auf das Spiel!" Ein immer wieder gehörter Trainerspruch. Nur: Wie geht das eigentlich, was ist Konzentration überhaupt? In der Mathematik versteht man unter konzentrischen Kreisen eine Anzahl von unterschiedlich großen Kreisen, die einen gemeinsamen Mittelpunkt haben. Übertragen auf den Sport bedeutet das: All meine Aufmerksamkeit ist auf die gleiche Sache gerichtet - das Basketballspiel. Nicht auf die Zuschauer, nicht die Schiedsrichter, nicht den Trash-Talk der Gegenspieler. Hören, Sehen, Fühlen, Denken, Handeln --> alles und ausschließlich mit Brennpunkt auf den roten Ball und den Ring, in den er fallen soll. Das ist z.B. auch der Grund, warum hochkonzentrierte Spieler häufig sogar Zurufe ihres Trainers nicht wahrnehmen. Jede Beschäftigung mit etwas anderem beeinträchtigt deine Konzentration auf das Spiel und damit auch deine Leistung, etwa so wie die Leistung eines Computers sinkt, wenn er mehrere Programme gleichzeitig ausführen muss. Das ist leichter gesagt als getan und verlangt einen starken Willen. Aber man kann daran arbeiten und mit jedem kleinen Schritt in diese Richtung steigt der Erfolg auf dem Spielfeld. Nur mit dieser Fähigkeit zur totalen Kozentration kannst du auch aus kritischen Situationen als Gewinner hervorgehen!
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KOORDINATION

Koordination ist die Fähigkeit, die Bewegungen verschiedener Muskel bzw. Körperteile zielgerichtet und präzise miteinander zu verbinden, z.B. beim Korbleger: Strecken des Sprungbeins (Hüfte, Knie, Fußgelenk) Beugen und Hochführen des Knies im Schwungbein, Zielen mit den Augen, Armstreckung, Handgelenks und Fingereinsatz, beidbeinige Landung. Diese Teilbewegungen müssen räumlich (wie weit, wie hoch?) zeitlich (wann und in welcher Reihenfolge?) und dynamisch (wie kräftig?) miteinander koordiniert werden. Um erfolgreich Basketball zu spielen, benötigt man neben den sportartspezifischen Elementen (in diesem Beispiel = Wurftechnik) auch gut ausgeprägte allgemeine koordinative Fähigkeiten, d.h. je vielseitiger die koordinative Grundausbildung eines Sportlers ist, desto besser und schneller lernt er die speziellen Techniken. Es ist also sinnvoll, sich neben dem Basketball auch anderweitig sportlich zu betätigen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Basketballtrainings. Seilspringen ist beispielsweise eine hervorragende Übung, um die Koordination (und auch die Sprungkraft!) zu verbessern. Eine für Basketballer ganz entscheidende Komponente der Koordination, die im Training oft sträflich vernachlässigt und von vielen Spielern unterschätzt wird, ist die Gleichgewichtsfähigkeit. Mangelndes Gleichgewicht ist Ursache Nr. 1 für Schrittfehler, Fehlpässe und Fehlwürfe sowie für Fehler in der Verteidigung! Aus diesem Grund nehmen viele NBA-Profis übrigens Balletstunden! Ein Spieler mit gestreckten Knien ist nicht im Gleichgewicht! Nur wenn die Knie ca. 120 Grad gebeugt sind und sich der Körperschwerpunkt (bei aufrechtem Oberkörper ist das die Hüftmitte) genau über der Standfläche befindet, hat man perfekte Gleichgewichtskontrolle. Nur dann ist man jederzeit Herr seiner Bewegungen in Offense und Defense, mit und ohne Ball. Ein Spieler ohne Gleichgewicht hebt leichter sein Standbein, gibt eher einen Fehlpass und wirft eher vorbei. Schulterbreite Fußstellung, gebeugte Knie und aufrechter Oberkörper sind das Markenzeichen jedes guten Spielers.
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KOPFARBEIT

Basketballspiele zwischen zwei technisch und konditionell gleich starken Mannschaften werden im Kopf entschieden. Konzentration, Cleverness und taktische Disziplin entscheiden dann über ein paar Punkte, die am Ende der Gewinner mehr hat als der Verlierer. Dein Kopf entscheidet über jede Deiner Handlungen. Konzentration auf die richtige Verteidigungsposition oder darauf, den Gegenspieler jedes Mal auszublocken, ist zehnmal wichtiger als Sprungkraft oder Schnelligkeit. Bei gleichem KÖNNEN ist das WOLLEN entscheidend. Willst Du jedes Mal absinken, zurücksprinten, zum Rebound gehen, den Block hart stellen...? Ein Gewinner läuft nicht unbedingt mehr als ein Verlierer, aber sein GEIST arbeitet mehr. Wenn Du nach einem Korberfolg zwei, drei Schritte zurücktrottest und dann plötzlich umdrehst und den Ball abfängst, den ein unaufmerksamer Einwerfer sorglos zum Aufbauspieler Passt, dann brauchst Du dazu keine besonderen körperlichen Fähigkeiten, nur etwas Grips. Mitdenken, das Verhalten des Gegners antizipieren (s.o.), seine Fehler ausnutzen, taktische Vorgaben einhalten, einen sicheren Korbleger machen, anstatt einen wilden Dunking auf den Ring zu hauen, 5 Sekunden vor Schluss nicht auf den Korb zu werfen, wenn man mit einem Punkt führt - das sind Kopffähigkeiten, die einen guten Spieler ausmachen und Spiele gewinnen. Auf der anderen Seite sind es die Kopffehler, die solche Spiele verlieren, wobei es vier "Todsünden" im Basketball gibt, die es wert sind, in eigenen Kapiteln behandelt zu werden: schlechte Verteidigung, schlechte Pässe, schlechte Dribblings und schlechte Würfe.
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KÖRPERSTABILISIERENDE ÜBUNGEN - KSÜ

Basketballer springen und landen, treten an und stoppen, leisten jede Menge Beinarbeit in der Verteidigung - all das trainiert die Beinmuskulatur, insbesondere die vordere Oberschenkelmuskulatur (die Kniestrecker), in hohem Maß. Die Spieler können immer höher springen und immer schneller laufen. Die bei Landungen aus größerer Höhe und Stops aus höherem Tempo geforderte Bauch- und Rückenmuskulatur sowie die rückwärtige Oberschenkelmuskulatur (Kniebeuger) wird jedoch nicht ausreichend mitentwickelt. Das hat zur Folge, daß die Wirbelsäule bei Landungen überbelastet wird, was zu Rückenschmerzen und Bandscheibenschäden führen kann. Ebenso entsteht im Oberschenkel ein Ungleichgewicht (muskuläre Dysbalance) zwischen Kniebeugern und -streckern, was zu chronischen Knieschmerzen (unter Basketballern weit verbreitet: Patellasehnenansatzreizung, Schmerzen unterhalb der Kniescheibe am Übergang der Sehne in den Unterschenkel), Knorpelschäden und im schlimmsten Fall Bänderverletzungen im Kniegelenk führen kann. Die hintere Oberschenkelmuskulatur, deren Sehnen am Unterschenkel ansetzen, ist bei Landungen oder Stops nicht mehr in der Lage, das Knie stabil zu halten, wodurch sich der Unterschenkel leicht nach vorne bewegt (siehe Bild rechts), was zu ständiger Überbelastung der Kniescheibensehne (Patellasehne) und zu hoher Beanspruchung der Kreuzbänder im Knieinneren führt. In Extremsituationen kann dann das vordere Kreuzband reißen. Untersuchungen haben ergeben, daß bei ca. 70% aller Basketballspieler ein solches muskuläres Ungleichgewicht besteht - Folge falschen Trainings! Solche Fehlentwicklungen kann man mit wenig Aufwand durch Körperstabilsationsübungen (kurz: KSÜ) vermeiden bzw. beheben. Die Abbildung unten zeigt drei Übungen, jeweils links in einer einfachen Ausführung für Anfänger, rechts in einer erschwerten für Fortgeschrittene. Jede Übung wird viermal durchgeführt, wobei man anfänglich mit 10 Sek. halten und 5 Sek. Pause arbeitet. Übung 2 muß natürlich für beide Körperseiten durchgeführt werden. Die Haltedauer wird allmählich auf 20-30 Sek. mit 10-15 Sek. Pause gesteigert. Es ist unbedingt auf saubere Ausführung zu achten, der Rücken muß immer gerade gehalten werden. Mit nur 5-10 Minuten Aufwand pro Training (oder zuhause) erreicht man eine sehr gute Verletzungsprophylaxe und zugleich eine Leistungssteigerung, da muskuläres Ungleichgewicht immer zu einer Leistungsminderung in der betreffenden Körperregion führt. Schon bei der D-Jugend sollten diese Übungen Bestandteil jedes Trainings sein. Nehmt Euch die Zeit - den Spielern zuliebe!
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KRITIK

Dem Trainer ALLEIN sollte das Kritisieren der Spieler erlaubt sein, und es sollte immer konstruktiv sein. Erlaube keinem Spieler, einen Mitspieler auf irgendeine Weise zu kritisieren, aufzuziehen oder zu verspotten. Mache deinen Spielern klar, dass deine Kritik dazu da ist, sie zu verbessern. Ein Spieler der nicht kritisiert wird, wurde vermutlich von ihm als hoffnungslos aufgegeben.
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LASS DICH NICHT FOULEN

Wieviele Körbe sind nicht erzielt worden, und wieviele Spiele wurden verloren, weil ein Spieler in einer zweifelhaften oder unübersichtlichen Situation gefoult wurde und der Schiedsrichter es nicht sah? Schiedsrichter sind nicht unfehlbar und gute Spieler kalkulieren das ein. Ein altes Sprichwort sagt: wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Wenn Du gegen drei Verteidiger zum Korb ziehst und dabei gefoult wirst, darfst Du Dich nicht wundern, wenn der Schiedsrichter das Foul nicht sieht. Als Angreifer hast Du es selbst in der Hand, klare, eindeutige Situationen zu schaffen. Wenn Du Dich in wilde Einzelaktionen stürzt, musst Du damit rechnen, am Ende als Verlierer dazustehen.
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LETZTER SCHUSS

Nur wenige Spiele werden durch einen Wurf aus dem Rückfeld gewonnen, aber viele werden verloren, weil ein Spieler einen solchen Glückswurf versucht, obwohl noch drei oder vier Sekunden zu spielen sind. In dieser Zeit kannst Du problemlos von einer Freiwurflinie zur anderen dribbeln und einen Wurf nehmen, der eine realistische Chance hat, in den Korb zu gehen. Viele Spieler scheinen nicht zu wissen, dass der Ball nur vor der Schlusssirene die Hand verlassen haben muss, damit der Wurf zählt. Vier Sekunden sind genug Zeit für einen langen Pass oder einen Dribbelsprint nach vorne. Also keine Panik, cool bleiben und in der letzten Sekunde einen guten Wurf versuchen - die Wahrscheinlichkeit, der Held des Tages zu werden, steigt dadurch enorm. Und wenn ein Mitspieler günstiger steht als Du: lass ihn der Held werden und gib ihm den Ball!
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LINIENLÄUFE - PRO SPRINTS - LINIENPENDEL

Ein beliebtes Trainermittel um Spieler zu bestrafen, aber auch eine sehr intensive Trainingsform zur Schulung der Schnelligkeits- und Kraftausdauer sowie der mentalen Stärke. Muster: Grundlinie - Freiwurflinie - Grundlinie - Mittellinie - Grundlinie - entfernte Freiwurflinie - Grundlinie - entfernte Grundlinie - Grundlinie. Das ganze lässt sich dann auch wieder abbauen (also in umgekehrter Reihenfolge). Im Kindertraining ist diese Übung völlig ungeeignet, da erst im Lauf der Pubertät die hormonellen Vorraussetzungen geschaffen werden, um solche hochintensiven (anaeroben) Belastungen verkraften zu können. Die Muskulatur von Kindern übersäuert dabei sehr schnell, was zu Muskelschmerzen, Unwohlsein und sogar Erbrechen führen kann. Die Kinder erholen sich im Lauf einer Trainingseinheit nicht mehr von einer solchen Belastung!
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MITTELFELD

Beim Fußball mag das Mittelfeld eine entscheidende Rolle spielen, beim Basketball kommt es nur darauf an, es möglichst schnell zu überbrücken. Die meisten entscheidenden Aktionen ereignen sich im Bereich der Drei-Sekunden-Zonen, also versuche immer, den Raum zwischen den beiden Körben so schnell wie möglich zu überwinden. Du setzt damit den Gegner unter enormen Druck, denn wenn er Dein Tempo nicht mitgeht, gerät er in Unterzahl und bekommt große Probleme. Du brauchst dazu natürlich eine gute Kondition, die Du Dir erwirbst, wenn Du auch im Training die Strecke zwischen den beiden Körben immer im Sprint zurücklegst und nicht einer der vielen Mittelfeldjogger wirst. Wie sagt schon das Sprichwort: "wer zuerst kommt, mahlt zuerst".
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NBA - Nur Blinde Aktionen?

"Früher war alles ganz anders!" Ich mag diesen Satz eigentlich überhaupt nicht. Er klingt irgendwie verkalkt, frustriert und verbittert - aber an dieser Stelle fließt er aus tiefster Seele richtig genüßlich aus meinen Fingern in die Tasten. Denn früher war im Fernsehen praktisch kein Basketball zu sehen. Vom Endspiel um die deutsche Meisterschaft gab es einen 3-Minuten-Zusammenschnitt im aktuellen Sportstudio, NBA-Ausschnitte gab es vielleicht einmal im Jahr, wenn ein Sender mal eine Lücke füllen mußte. Es gab kaum Basketball-Klamotten zu kaufen, schon gar nicht die ganzen NBA-Trikots, mit denen heute jeder herumläuft, und auch gute Schuhe bekam man nur schwer, vor allem ab Größe 46. Du denkst jetzt wahrscheinlich: "Mann, wer das geschrieben hat, muß ja lange vor dem Krieg gespielt haben!" Falsch! Dieser Zustand dauerte genau bis 1992, als das erste Dream Team in Barcelona auflief, und das ist gerade mal 6 Jahre her! Die Basketball-Fans in Deutschland trauten damals ihren Augen nicht, als plötzlich komplette Spiele live übertragen wurden. Ich saß nur noch vor der Glotze, um ja nichts zu verpassen, denn niemand wollte so richtig glauben, daß das auch noch nach Olympia so weitergehen sollte. Es ging, und inzwischen ist Basketball aus dem Fernsehprogramm nicht mehr wegzudenken - aber was zuerst wie ein Traum war, wird für mich als Trainer immer mehr zum Alptraum. Schauen wir uns mal einen typischen jugendlichen NBA-Fan etwas genauer an: Er ist ganz verrückt nach Basketball, nein verrückt wäre eine Untertreibung, eher fanatisch, besessen... Er ist ein Riesentalent: schnell, kräftig, technisch schon fast perfekt. Er ist auch ehrgeizig: drei- bis viermal pro Woche Training, den Rest seiner Freizeit verbringt er auf diversen Freiplätzen. Wenn ihn seine Eltern einmal in den Urlaub verschleppen, irrt er tagelang mit glasigem Blick durch die fremde Stadt - verzweifelt auf der Suche nach einem Korb. Soweit, so gut. Genauso war ich als Jugendlicher auch, und ich war immer ganz scharf darauf, Ferien bei meiner Oma in Augsburg zu machen, denn dort gab es direkt auf der anderen Straßenseite den Freiplatz der amerikanischen Kaserne. Oma sah mich immer nur zum Essen - oder auch nicht. Mein damaliger Trainer (Hartmut Diederich) war der beste Spieler den ich kannte - er hatte immerhin beim USC Mainz in der 1. Liga gespielt - und was er mir sagte, war das Maß aller Dinge. Es gab keine anderen Vorbilder, schon gar keine Shaqs und Jordans, und ich hielt mich beim Dunking wahrscheinlich nur deshalb nie am Ring fest, weil es mir einfach nie jemand vorgemacht hatte. Der Jugendliche heute hat dagegen ein großes Problem: wenn er nicht gerade selber spielt, sitzt er vor dem Fernseher - "Inside NBA". Kein Schritt, kein Move, keine Geste seiner Idole entgeht ihm. Später in der Halle wird dann alles haargenau kopiert, was häufig ungefähr so aussieht: Szene 1: 360beißindenringdoppelsaltopowerslamhängnocheinweilchenamringplayoftheweekdunk! WOW!!! Die anderen Typen sind sprachlos, und erst die Mädels ... äähh, der Ring hängt plötzlich in 45o-Position, ist nur noch 2,70m hoch und das Brett ist gesplittert. Technisches Foul und Spiel verloren? Wieso das denn, bei Shaq geht's doch auch? Ach so, in der NBA kostet jede Korbanlage 30.000 Dollar und bei uns 500 DM. Selbst die 12.000 DM teuren hydraulischen Anlagen in Camp Lindsey würde ein Shaq im ersten Versuch niedermachen! SCHADE eigentlich! Aber es sah geil aus! Szene 2: Oneonfivefünfmaldurchdiebeinezweimalbehindthebackspinmovemonster- ... äähh, leider daneben - was? Offensivfoul! Wieso das denn, bei Michael geht's doch auch? Ach so, die dürfen in der NBA in der Defense nicht absinken! SCHADE eigentlich! Aber sah wieder geil aus! Szene 3: playoftheweekunbelievablecrossoverdribblingpower ... äähh, was, Schrittfehler? Wieso das denn, bei Shawn geht's doch auch? Ach so, die dürfen in der NBA einen Schritt mehr machen als wir! SCHADE eigentlich! Aber sah trotzdem geil aus! Szene 4: meingegenspielerziehtzumkorbich-könnteihmeigentlichdenwegzumachenaberich-laßihnextravorbeiunddannmonsterblockbisaufdietribüne ... ääh, was denn, Foul? Aberichhabdochdenballgespielt! Ach so, bin nach dem Block voll auf ihn draufgesprungen! SCHADE eigentlich! Aber geil war’s schon! Szene 5: nochzehnsekundenzuspielenundeinpunktrückstandichnehmdenballmachtmirplatzeinsgegendreiturnaroundfadeawayzweiandere-stehenfreiauchegalinyourfacebuzzerbeater ... ääh, geblockt! Wieso das denn, Michael macht den doch auch immer rein? Ach so, der spielt schon etwas länger, ist etwas besser und trainiert etwas mehr! Schade eigentlich - jedesmal total geil ausgesehen, aber leider das Spiel verloren! Was die meisten Kids heute vor lauter NBA-Top-Tens, Monster-Slam-Highlights, Instant - Super - Slow - Motion - Replays und AND1-Mixtapes leider übersehen, ist die unbedeutende Kleinigkeit, daß die NBA vielleicht zu 5% spektakulär ist - aber die anderen 95% bestehen aus diszipliniertem, total durchdachtem Spiel, in dem absolut nichts dem Zufall überlassen wird. Jeder Schritt, jeder Cut, jeder Block, sogar jede Reboundmöglichkeit wird genaustens geplant - und gnade dem Spieler, der sich nicht an das Konzept hält, die Bank ruft. Da gibt es für jede einzelne Schwachstelle des Gegners einen ausgeklügelten Spielzug, und wenn ein Spieler einen deutlich schwächeren Gegenspieler hat, bekommt er bei jedem Angriff den Ball, bis der gegnerische Coach wechselt. Nicht spektakuläre Einzelaktionen gewinnen NBA-Spiele, sondern die Fähigkeit der Spieler, das, was ihnen die Coaches im Training und in den Auszeiten auf das Chalkboard zeichnen, genau so und keinen Hauch anders auf dem Spielfeld umzusetzen. Wenn Jordan seine vermeintliche One-Man-Show abzieht, ist das nicht etwa Egozock, sondern ein System, in dem jeder Spieler eine genau definierte Rolle spielt, sei es Block stellen, die Seite für ihn freimachen oder "nur" zum Rebound gehen (Rodman!). Es gibt jede Menge sogenannte "Role-Player" in der NBA, die nur für ganz bestimmte Wasserträger-Aufgaben zuständig sind, und wenn der Coach entscheidet, daß Du überhaupt nicht werfen darfst, weil andere im Team das besser können, dann wirfst Du eben nicht - wenn du spielen willst! So ging es z.B. Hendrik Rödl während seiner ersten zwei Jahre in North Carolina, als er zwar viel Spielzeit hatte, aber nicht viel mehr durfte, als passen, Block stellen und gut Defense spielen. Zwei Jahre später war er College-Meister. 1992 auf der NBA-Coach-Clinic in Dortmund führte Detlef Schrempf eine Stunde lang Spielzüge vor, die Seattle damals nur gegen Detroit spielte! Während der NBA-Saison besteht das Training vor allem aus ausgedehnten Mannschaftssitzungen, in denen die Coaches den Spielern ihren bis ins kleinste Detail ausgetüftelten Gameplan für das nächste Spiel erklären. Für jede einzelne Stärke und Schwäche des Gegners gibt es einen bestimmten Spielzug oder eine Verteidigungsmaßnahme. Aber Du glaubst, die NBA sei vor allem spektakulär. NBA heißt vor allem: Nervenstärke Ballkontrolle Absolute Disziplin. Es liegt an Dir: Du kannst mir glauben - und irgendwann ein richtig guter Spieler werden. Oder Du läßt es - und bleibst für immer ein sinnloser Schönzocker mit geilen Moves!
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OFFENSE GRUNDREGELN

Für alle Spieler!
  • immer den Ball sehen
  • immer feste Druckpässe geben, keine „Zirkuspässe"
  • keine Aktion ohne vorher die Defense zu „lesen"
  • wenn Du gedoppelt wirst, tiefe Körperhaltung beibehalten und zwischen den Verteidigern „durchsteigen"
  • suche Deine Stärken, meide Deine Schwächen (und die Deiner Mitspieler). Nimm nur hochprozentige Würfe, nicht solche die Du gerne treffen würdest
  • keine Aktion ohne vorherige Täuschung (außer 1:0 natürlich)
  • keine Aktionen „on-the-run" (ich springe mal in die Zone und hoffe, daß dann  irgendeiner frei ist), nur springen, wenn Du die Aktion selbst mit einem guten Wurf abschließen kannst
  • immer das Gleichgewicht bewahren (tiefer Körperschwerpunkt, schulterbreite Fußstellung)
  • beidbeinigen, stabilen Aktionen (z.B. Powermove) den Vorzug vor einbeinigen, labilen geben (z.B. Korbleger)
  • ein Paß zu einem freien Mitspieler ist immer besser als ein Dribbling 1:1
  • aus Nahdistanz mit beiden Händen gleich gut werfen können
  • Cuts zum Ball immer explosiv und schnell ausführen
  • nie die Geduld verlieren
  • jeder Paß in oder an die Zone bedeutet höchste Gefahr für die Defense und bereitet freie Würfe von Außen vor. Mit vorschnellen Würfen von Außen verspielt man diese Chance
  • Meide die Nähe der Seitenlinien, sie sind zusätzliche Verteidiger. Lass dich niemals von einem Gegenspieler zu einer Auslinie abdrängen, vor allem nicht im Bereich der Mittellinie.

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OFFENSIVE BEINARBEIT

Ready Position/SPD-Position/Tripple Threat Position (S=Schuß, P= Paß, D = Dribbling):Stabiles Gleichgewicht, schulterbreite parallele Fußstellung, Knie gebeugt, Oberkörper aufrecht, Korb bedrohen ("Facing"), Füße zeigen zum Korb, der Blick ist zum Korb gerichtet. Stoppen: Es gibt Sprung- oder Schrittstop, demnach einen oder zwei Kontakte zum Stoppen. Die Priorität liegt eindeutig beim Einkontakt-Sprungstop! Warum? Das Standbein kann anschließend frei gewählt werden; er ist schneller als alle anderen Stops, daher ist eine schnellere Anschlußbewegung möglich (Wurf, Durchbruch); ermöglicht als einziger Stop einen reaktiven, explosiven Absprung; bei Verlust des Gleichgewichts ist ein weiterer Schritt möglich, ohne Schrittfehler zu begehen; weniger Gefahr des Übertretens beim Dreipunktewurf! Nachteil: vom Gleichgewicht her etwas schwieriger zu erlernen als der Schrittstop. Sternschritte: Es gibt 4 Möglichkeiten durch die Kombination vorwärts/rückwärts und rechts/links. Wichtig dabei: Kniebeugung beibehalten, keine "Sambabewegung" (auf und ab). Nach jedem Sternschritt wieder in Ready-Position sein. Die verschiedenen Sternschritte müssen situativ richtig angewendet werden (z.B. weg vom Mann, hin zum Korb, nach Rebound öffnen nach Außen, etc.), den Spielern muß die unterschiedliche Wirkung der einzelnen Varianten klar sein. Starten/Antritt: Der erste Schritt ist entscheidend. Er muss lang, flach und schnell sein, wobei der Fuß des Angreifers mindestens auf gleiche Höhe mit dem des Verteidigers gebracht werden muss. Je nach Standbein und Durchbruchseite sind Passschritt oder Kreuzschritt möglich. Passschritt: Linke Hand dribbelt und linkes Bein macht den ersten Schritt, bzw. rechts/rechts. Kreuzschritt: Linke Hand / rechtes Bein oder anders herum. Schrittfinten: - Durchbruchsfinte (auch Stechschritt oder jab step genannt): Antäuschen eines Durchbruchs mit einem energischen Ausfallschritt, kann mit Wurf oder Durchbruch zur anderen Seite abgeschlossen werden. - Schaukelschritt (rocker step): Kombination aus Stechschritt - Wurffinte - Durchbruch. Sie sind beliebig kombinierbar mit Paß und Wurffinten. Ziel ist es, den Verteidiger durch das Attackieren seines vorderen Fußes aus der stabilen Defensestellung zu bringen.
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ONE-ON-ONE

Das Spiel Eins-gegen-Eins ist eine wesentliche Trainingsform, um Balltechnik, Verteidigungsarbeit und Durchsetzungsvermögen zu verbessern, Du solltest nur immer daran denken, dass Basketball ein Spiel Fünf-gegen-Fünf ist. Es ist kein Problem, sich gegen nur einen Gegenspieler mit zehn Rückwärtsdribblings bis zum Korb zu arbeiten, um dann einen einfachen Wurf aus einem Meter Entfernung zu haben - im richtigen Spiel wirst Du damit keinen Blumentopf erben. Beim Eins-gegen-Eins kannst Du auch zehnmal vor und zurück dribbeln, und fünfzehn Handwechsel machen, bis Du endlich vorbei kommst - im Spiel wird Dein Coach bei einer solchen Aktion wahnsinnig, denn dreißig Sekunden sind zu kurz für sinnloses "Gezappel". Versuche also, Eins-gegen-Eins immer so zu spielen, als sei es Fünf-gegen-Fünf, d.h.: 1. Drei zielstrebige Dribblings müssen genügen 2. Behalte immer den Korb im Blick 3. In höchstens fünf Sekunden sollte Dein Angriff abgeschlossen sein.
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PASSEN

Es gibt ein ganz einfaches Rezept, um jeden Gegner zu schlagen: gib keine Fehlpässe! Keine Verteidigung kann Dir mit Gewalt den Ball abnehmen, sie kann Dich nur unter Druck setzten und hoffen, dass Du Fehler machst. Also bleibe ruhig und spiele sichere Pässe. Aber welcher Trainer kennt nicht die gelangweilten Gesichter bei Passübungen. Alle Spieler denken, sie könnten Passen. Nichts einfacher als das! Und dann gehen sie ins Spiel und geben einen Fehlpass nach dem anderen! Dabei ist Passen so einfach, wenn man ein paar Grundsätze beherzigt: 1. Gib keine Hoffnungspässe, sondern nur solche, von denen Du absolut sicher bist, dass sie auch ankommen. Jeder Fehlpass kann Dich vier (oder mehr) Punkte kosten: zwei (drei), die Dein Team nicht macht und zwei (drei), die die andere Mannschaft dann erzielen kann! Bei jedem noch so schlechten Wurf gibt es noch eine Reboundchance, aber Fehlpässe enden meist mit Schnellangriffen des Gegners. Also gib sichere, feste, kurze Pässe und passe nur, wenn Dein Mitspieler Dir mit Handzeichen und Blickkontakt anzeigt, dass er den Ball auch wirklich haben will. Was nützt es Dir, wenn er Deinen Pass knapp verfehlt und Du denkst: "Den hätte er aber kriegen können..."? Mit "hätte" gewinnt man keine Spiele! 2. Vergiss "Zauberpässe" hinter dem Rücken, durch die Beine usw. Je mehr schwierige, riskante Pässe Du spielst, desto mehr Ballverluste wirst Du produzieren. Jeder "Superpass" ist ein potentieller Fehlpass. Es gibt nur einen "Magic", und der zauberte auch erst, wenn das Spiel schon entschieden war. Seine wahre Stärke war der Blick für freie Mitspieler, die er dann 100%ig genau anspielte, nicht die Zirkuspässe, die er beim All-Star-Game gab. Übrigens: Magic hatte in seiner Mannschaft zwar die meisten Assists, aber auch die meisten Ballverluste! 3. Wenn Dein Gegenspieler Dich eng verteidigt, täusche vor dem Abspiel, um einen sichere Passmöglichkeit zu schaffen. Die drei sichersten Passwege an Deinem Verteidiger vorbei sind a) direkt über seinen Kopf (wenn er keinen Arm oben hat) an seinem Ohr vorbei (wenn er einen Arm oben hat) oder c) als BodenPass an seinem Fuß vorbei (wenn er einen oder beide Arme oben hat). 4. Wenn Du den Ball hältst, lass' Deine Arme immer gebeugt, damit Du blitzschnell, ohne Ausholbewegung passen kannst. Strecke auch bei einer Passtäuschung die Arme nur ganz wenig. 5. Bleibe immer im Gleichgewicht, Knie gebeugt, Oberkörper aufrecht. Sehr viele Fehlpässe passieren, weil der Passgeber die Balance verloren hat. 6. Ein häufiger Fehler ist, den Ball hinter den Kopf zu nehmen, wie beim Fußballeinwurf. Aus dieser Position kannst Du nicht mehr gut und schnell passen, und wenn der Verteidiger Dich jetzt ganz eng deckt, kommst Du aus dieser Position nur noch mit viel Glück heraus.
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PENETRATION

"Penetration" (deutsch: Eindringen) bedeutet, am Gegenspieler vorbei in die Zone zu dribbeln, mit dem Ziel, selbst einen Korb zu erzielen oder einen weiteren Verteidiger auf sich zu ziehen und den Ball dann zu einem freien Mitspieler zu passen. Dabei gibt es einen feinen, aber entscheidenden Unterschied: Der mittelmäßige Spieler dribbelt mit dem Ziel, einen Korb zu machen und passt, wenn es nicht geht, notgedrungen zu irgend einem Mitspieler nach Außen, was oft schief geht. Der gute Spieler dribbelt mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit eines zusätzlichen Verteidigers zu erwecken, um dann ganz bewusst zu dessen Gegenspieler zu passen, der so unbedrängt zum Schuss kommt. Er weiß auch schon vorher, wo die freien Mitspieler stehen!
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PERFEKTION

Der Trainer und die Spieler dürfen nie selbstzufrieden werden, sondern konstant daran arbeiten, besser zu werden. Setze dir IMMER Perfektion zum Ziel, obwohl sie NIE erreicht werden kann.
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POOP

Pivot Out Of Pressure Wenn ein Angreifer in Bedrängnis gerät, weil er sein Dribbling beendet hat und nicht sofort passen kann, sieht man bei unerfahrenen Spielern immer wieder den gleichen Fehler. Der Spieler richtet sich auf, gerät in Rücklage und versucht über die Arme des Verteidigers hinweg zu passen. Wenn man erst einmal das Gleichgewicht verloren hat, bleibt auch gar keine andere Wahl mehr. Das Ergebnis ist meistens ein Fehlpass. Ein erfahrener Spieler behält in dieser Situation die tiefe Körperstellung bei, bringt seinen Körper durch einen tiefen Sternschritt (Pivot) mit einer Vierteldrehung zwischen den Ball und den Verteidiger und fährt seine Ellenbogen aus. Natürlich nicht, um damit den Verteidiger zu treffen, sondern um ihn davon abzuhalten, allzu energisch nach dem Ball zu gehen. In dieser Stellung hat er nun 5 Sekunden Zeit, um zu einem freien Mitspieler zu passen.
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POSITION: AUFBAUSPIELER (GUARD)

Aufgaben:
  • die Strategie des Trainers auf dem Feld umsetzen
  • die Defense lesen und den Angriff dementsprechend organisieren, laut und energisch
  • nach Rebound, Ballgewinn oder gegnerischem Korb schnell für Outlet anbieten
  • nie ohne vorherigen Blick nach vorne losdribbeln
  • den Ball so früh wie möglich passen, grundsätzlich möglichst wenig dribbeln, keine unnötigen Dribbelduelle beim Ballvortrag
  • beim Ballvortrag von den Seitenlinien fernhalten (Gefahr des Doppelns)
  • gegen Presse cool bleiben und nicht in ein Doppeln hineindribbeln
  • nie ohne Not das Dribbling beenden, vor allem nicht kurz hinter oder gar auf der Mittellinie
  • keine Wende an der Mittellinie (Rückspielgefahr)!
  • Absichern gegen Fastbreak

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POSITION: CENTER

Aufgaben:
  • nach gegnerischem Korb schnell einwerfen (aber nie hinter dem Brett!!!), nach Rebound schnell den ersten kurzen Paß geben
  • beim Fastbreak als Trailer folgen und „Trailer" rufen
  • schnell auf High-Post kommen, wenn der Flügel nicht frei wird. Bei Ballerhalt auf High-Post nach innen drehen (günstigere Position für Pass oder Durchbruch)
  • im Posting-up die Ball-Korb-Linie suchen, Verteidigungsdruck nicht ausweichen, sondern dagegenarbeiten; dem Flügel ein klares Ziel zum Anspiel bieten und den Ball durch Blickkontakt fordern. Mit dem angewinkelten anderen Arm den Verteidiger aus dem Paßweg „weghalten", erst kurz vor Fangen des Balls die zweite Hand zum Ball bewegen
  • suche den Kontakt zum Verteidiger, dann weißt Du, wo er ist!
  • nach Ballerhalt im Posting-up immer zuerst diagonal zur Weakside sehen, dort steht meist der freie Schütze
  • keine Aktion zwingen; wenn Du gedoppelt wirst, muß jemand anders frei sein
  • nicht ewig im Posting-up stehenbleiben, wenn der Flügel Dich nicht anspielt (gehe zum Gegenblock, Rückblock, Pick&Roll)
  • immer zum Offensivrebound gehen und den gegnerischen Outlet behindern
  • Blocks aggressiv, tief und breit stellen; sofort nach dem Block abrollen und anbieten
  • in der Zone maximal ein energisches Powerdribbling (beidhändig!) verwenden

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POSITION: FLÜGELSPIELER (FORWARD)

Aufgaben:
  • beim Fastbreak schnell die Seitenspur besetzen, dabei möglichst weit außen laufen (verbessert den Passwinkel)
  • schnell aus Block oder 1:1 vom Verteidiger nach außen lösen, Blocks gut ausnutzen
  • nach Ballerhalt schnell und kontrolliert werfen können
  • nach Ballerhalt und Facing immer in Wurfposition gehen (SPD-, Ready- oder Tripple-Threat-Position), immer korbgefährlich wirken, nicht mit dem Ball über dem Kopf die Absicht zu passen „telegrafieren"
  • nicht zur Baseline ziehen, wenn der Center dort steht
  • nie zur Baseline ziehen und dort den Ball aufnehmen
  • dem Center auf die angebotene Hand passen, Bodenpässe verwenden, vor dem Anspiel täuschen, nach dem Anspiel bewegen (z.B. zur Baseline oder zum Rückblock für den Aufbauspieler)
  • von der Weakside zum Rebound gehen, von der Ballseite absichern gegen Fastbreak
  • Position des Aufbauspielers einnehmen, wenn dieser sie verläßt
  • sichere Einwürfe (Vorfeld) ausführen, Einwurfspielzüge frühzeitig und deulich anzeigen

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POSITIONEN AUF DEM SPIELFELD

Position: Bezeichnungspezielle Aufgaben und Fähigkeiten
1 - Aufbau, Playmaker (point guard)bester Ballhandler, Chefdenker im Team, Distanzschütze
2 - zweiter Aufbau/kleiner Flügel (shooting/off guard)guter Ballhandler, bester Distanzschütze
3 - kleiner Flügel (small forward)guter Distanzschütze, Fastbreaker
4 - großer Flügel/kleinerer Center (power forward)guter Drive zum Korb, reboundstark, Mitteldistanzschütze
5 - Centerbester Post-up-Spieler, bester Rebounder, spielt überwiegend an der Zone mit dem Rücken zum Korb

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POSTING-UP

Es ist schwierig, für diesen Begriff ein geeignetes deutsches Wort zu finden, denn "Posting-up" bedeutet, sich in der Centerposition unmittelbar an der Zone mit dem Rücken zum Korb zum Anspiel anzubieten. Dabei gibt es drei Grundregeln: 1. SUCHE DIE RICHTIGE POSITION 2. BIETE EIN DEUTLICHES, SICHERES ZIEL 3. LIES DIE VERTEIDIGUNG. 1. POSITION: Die optimale Position dafür liegt auf der Ball-Korb-Linie, d.h. auf der gedachten Verbindungslinie zwischen dem Ballbesitzer und dem Korb, denn in dieser Position kann der Verteidiger das Zuspiel nur verhindern, wenn er zwischen dem Ballbesitzer und dem Center verteidigt, also von vorne deckt. Wenn er seitlich verteidigt, muss er die Position zwischen Mann und Korb aufgeben und ein Pass zur ihm abgewandten Seite bedeutet freie Bahn zum Korb für den Angreifer. Steht der Angreifer dagegen nicht auf der Ball-Korb-Linie, lässt sich das Zuspiel leicht durch seitliche Verteidigung unterbinden. Als guter Centerspieler musst Du Dir zum Anbieten immer die Ball-Korb-Linie suchen, um ein möglichst risikoloses und effektives Anspiel zu ermöglichen. In allen Fällen brauchst du einen stabilen Stand um die Position zu behaupten, also Knie gebeugt, Füße mehr als schulterbreit auseinander, Oberkörper aufrecht. 2. ZIEL ZEIGEN: Dabei zeigst Du die dem (seitlich stehenden) Verteidiger abgewandte Hand als Ziel für den Passgeber, während Du mit dem in Schulterhöhe angewinkelten anderen Arm den Verteidiger aus dem Passweg aussperrst. Erst wenn Deine Fanghand Ballkontakt hat, löst Du den Sperrarm von Deinem Gegenspieler und führst ihn zum Ball - gib den Kontakt nicht zu früh auf, sonst kann der Verteidiger an Dir vorbei in den Passweg schneiden. 3. VERTEIDIGUNG LESEN: Jetzt hast Du so gut wie gewonnen, denn der Verteidiger steht seitlich von Dir und Du kannst mit einem langen Sternschritt rückwärts (DROP-STEP) und einem POWER-DRIBBLING direkt zum Korb ziehen: steht er hoch, gehst Du tief und umgekehrt. Ist er genau hinter Dir, lockst Du ihn mit einer Täuschung zu einer Seite und gehst dann zur anderen. Nimm Dir nie eine bestimmte Aktion vor, sondern nutze die Stellung des Verteidigers aus.
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POWER-DRIBBLING

Jeder Spieler weiß, dass ein regelgerechtes Dribbling nur mit einer Hand erlaubt ist. Kaum einer weiß aber, dass man den Ball mit beiden Händen dribbeln und wieder fangen darf, wenn man nur ein einziges Dribbling durchführt. Bei einem Powermove in Korbnähe ist dies ein großer Vorteil, denn der Verteidiger hat dadurch praktisch keine Möglichkeit, ohne Foul an den Ball zu kommen, wenn man ihn mit beiden Händen direkt zwischen beiden Füßen aufsetzt und ihn erst kurz vor dem Bodenkontakt loslässt.
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POWER-MOVE

Der Powermove hat gegenüber dem Korbleger mehr und mehr vom einige entscheidende Vorteile: 1. Du stoppst, springst und landest beidbeinig, wodurch jedes Bein nur die Hälfte der Belastung aushalten muss. Dadurch wird die Gefahr von Gelenkverletzungen und -verschleiß erheblich vermindert. 2. Aufgrund der stabilen beidbeinigen Position kannst Du bis zum letzten Moment entscheiden, ob Du den Wurf abbrechen, verzögern oder nur antäuschen willst. Beim Korbleger hast Du keine Wahl mehr sobald Du die Kontakte begonnen hast, der Verteidiger weiß genau, wann Du abspringen wirst. 3. Durch die Beinarbeit seitwärts bringst Du Deinen Körper zwischen den Ball und den Verteidiger, der Wurf ist also schwerer abzuwehren. 4. Im Gegensatz zum KL kannst Du beim PM senkrecht nach oben springen, was die Gefahr eines Offensivfouls erheblich vermindert. 5. Durch den beidbeinigen, senkrechten Sprung hast Du in der Luft eine viel stabilere Position. Dadurch wird zum einen die Verletzungsgefahr bei Fouls erheblich reduziert, zum anderen bist Du trotz Foul in der Lage, den Ball im Korb unterzubringen. Demgegenüber hat der Korbleger nur zwei Vorteile: 1. Er ist technisch etwas einfacher 2. Du kannst etwas höher springen und weiter vom Korb entfernt abspringen. Den Powermove solltest Du also immer dann anwenden, wenn Du von einem Gegenspieler bedrängt wirst und Dir nicht ganz sicher bist, dass Dein Vorsprung vor ihm groß genug ist. Der wesentliche Unterschied zum Korbleger besteht darin, dass die letzten beiden Schritte keine normalen Laufschritte, sondern Sidesteps (Nachstellschritte) wie bei der Verteidigungsarbeit sind. Beim Powermove von rechts zeigt also Deine linke Schulter zum Korb.
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QUIVERN

Quivern ist eine Konditionsübung, bei der du in Verteidigungsstellung so schnell wie möglich abwechselnd die Füße hebst. Dabei berühren die Fersen nicht den Boden. Im Spiel ist es natürlich Unsinn, vor dem Gegenspieler zu Quivern (es sei denn, du willst dass er einen Lachkrampf bekommt und den Ball fallen lässt), aber das Prinzip, nicht auf den Fersen zu stehen und ständig Spannung in der Beinmuskulatur zu haben, ist Grundlage für eine gute Verteidigungsarbeit.
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REBOUND

Viele Spieler verbringen jede Menge Zeit im Kraftraum, um ihre Sprungkraft zu steigern. Sie schaffen dann irgendwann einen Dunk, aber trotzdem holen sie nicht mehr Rebounds als vorher! Warum? Weil sie nicht ausblocken! Dabei ist es so einfach: Bei einem gegnerischen Wurf schaust du nicht dem Ball nach, sondern nimmst erst einmal deinen Gegenspieler energisch auf den Rücken, d.h. du drückst ihm deinen Allerwertesten in den Bauch. In Amiland heißt das freundlich "Butt to gut" (Hintern in die Eingeweide). Dabei hebst du die Arme so, dass die Oberarme etwa waagerecht sind, die Ellenbogen nach Außen zeigen und ca. 90 Grad gebeugt sind. Die Handflächen zeigen zum Korb. So kann der Gegner kaum an dir vorbei laufen, und er kann auch nicht deine ausgestreckten Arme als Hebel benutzen, um sich um dich herum zu drehen. Dem so Ausgeblockten vergeht meistens die Lust noch zu springen, vor allem ist die Gefahr, dass er durch den engen Kontakt dabei ein Foul bekäme, sehr hoch. Das bisschen Technik ist wesentlich effektiver als im Kraftraum Eisen zu fressen. Natürlich kann ein Plus an Sprungkraft nicht schaden, aber ohne die richtige Ausblocktechnik bleibt sie meistens wirkungslos!
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RICHTIG PASSEN

· Beobachte dein Paßziel genau, aber telegrafiere den Pass nicht mit den Augen! · Sei dir bei jeder Aktion jederzeit im Klaren, wohin du passen kannst! · Passe schnell und ohne Ansatz aus den Handgelenken! · Bewege dich unmittelbar nach deinem Paß, um eventuell "give and go" zu spielen! · Sichere deine Pässe durch Täuschungen! · Passe immer auf die Seite deines Mitspielers, auf der der Verteidiger nicht steht!
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SCHIEDSRICHTER

Es stimmt! Schiedsrichter treffen Fehlentscheidungen. Schiedsrichter sind oft schlecht, manchmal indiskutabel, spotten jeder Beschreibung...genau wie Du! Wieviele Fehler machst Du in jedem Spiel? Wie oft denkst Du, dass Dein Mitspieler frei ist, und gibst dann doch einen Fehlpass. Wie viele 100%ige Chancen hast Du schon vergeben, wie oft schlecht verteidigt? Wie oft trifft ein Trainer Fehlentscheidungen, indem er schlecht wechselt oder die falsche Taktik wählt? Und da regst Du Dich auf, wenn ein Foul nicht gesehen wird, ein Schrittfehler keiner war oder ein Einwurf falsch gegeben wird. Schiedsrichter sind auch nur Menschen. Und kein Schiedsrichter der Welt wird jemals eine Entscheidung zurücknehmen, weil er angemeckert oder gar beschimpft wird. Im Gegenteil: ein Schiri ist keine Maschine, seine Emotionen fließen zwangsläufig mit in seine Entscheidungen ein. Mit Kritik und "Gemoser" bringst Du ihn nur gegen Dich auf und erreichst höchstens, dass er in Zweifelsfällen gegen Dich entscheidet. Dann beschwerst Du Dich noch mehr, bekommst ein technisches Foul, konzentrierst Dich nicht mehr auf Dein Spiel, sondern auf den Schiedsrichter, bringst Unruhe in die gesamte Mannschaft...und verlierst das Spiel! Gerade schlechte Spieler suchen die Ursache für ihr eigenes Versagen immer wieder beim Schiri: man vergibt einen Korbleger und reklamiert dann, es sei Foul gewesen. Ein guter Spieler trifft trotz Foul und rechnet damit, dass es vielleicht übersehen wird. Selbst wenn Du überzeugt bist, dass die Schiedsrichter bewusst parteiisch pfeifen - werden sie etwa besser, wenn Du Dich aufregst? Im Gegenteil, Du machst es damit nur noch schlimmer. Bleib ruhig und konzentriere Dich auf Dein Spiel. Als COACH musst Du in dieser Beziehung ein absolutes Vorbild sein. Du kannst nicht erwarten, dass Deine Spieler ruhig und konzentriert bleiben, während Du wie ein HB-Männchen an der Seitenlinie herumspringst und Dich über die Schiris aufregst - ganz abgesehen davon, dass Du vor lauter Ärger den Überblick über das Spielgeschehen und die Leistungen Deiner eigenen Spieler verlierst. Rechne mit schwachen Schiedsrichterleistungen und bleib ruhig - sie sitzen eh am längeren Hebel.
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SCHLECHTE WÜRFE

Das Schlimmste im Angriff sind sicherlich schlechte Pässe, aber gleich danach kommen die schlechten Würfe. Immer wieder verlieren schlechte Würfe Spiele und trotzdem sieht man sie unendlich oft. Was ist ein schlechter Wurf? Alle Spieler glauben, es zu wissen, aber vermutlich wissen es die meisten nicht. Sehen wir uns ein Beispiel an: warum wirfst Du nicht jedes Mal von der Mittellinie? Na klar, die Wahrscheinlichkeit zu treffen ist nicht besonders hoch, man geht besser näher heran und nimmt einen einfacheren Wurf, jeder weiß das! Und trotzdem endet die Einsicht bei den meisten Spielern kurz hinter der Mittellinie, denn aus irgendeinem merkwürdigen Grund halten sie alle möglichen Arten von Sky-Hooks, eingeflogenen Rittbergern, Sprungwürfen aus der Drehung im Zurückspringen und hastigen 6m-Würfen für "gute Würfe"... Wenn der Coach dann fragt, "Warum hast Du diesen schnellen Dreier geworfen?" hört er immer wieder: "Das ist mein Schuss, den treffe ich." Und wirklich, er trifft ihn: etwas häufiger als von der Mittellinie, aber wesentlich seltener als einen Korbleger rechts oder einen ruhigen Wurf aus 4 Metern. Wenn nicht gerade die 24 Sekunden zu Ende gehen oder Du eine Minute vor Schluss drei Dreier brauchst um noch zu gewinnen, gibt es keinen Grund für schnelle, schlechte Würfe. Nur Teams, die überhaupt kein Zutrauen in ihr Passspiel haben, sollten Hoffnungswürfe aus 7 Metern abfeuern, ansonsten ist es immer besser, die Verteidigung arbeiten zu lassen und zu versuchen, mit etwas mehr Bewegung und ein paar weiteren Pässen zu einem einfachen Korb zu kommen. Viele Spieler sehen das nicht ein, aber die erfolgreichsten Mannschaften sind immer die, die solange passen, bis sie einen wirklich guten, hochprozentigen Wurf bekommen. Je länger der Angriff dauert, desto müder und unaufmerksamer wird die Verteidigung und desto besser werden Deine Wurf- und Reboundchancen. Wenn Du als Flügel schon nach dem ersten Pass wirfst, auch wenn Du ganz frei bist, ist die Verteidigung noch voll konzentriert, steht richtig und wird Dir kaum einen Offensivrebound erlauben. Solche Würfe sind für jede Verteidigung eine Wohltat: sie muss keinen Block bekämpfen, keinen schneidenden Spieler verteidigen, auf keine Täuschung reagieren, sie muss nur ausblocken. Du dagegen hast gerade noch verteidigt, bist nach vorne gesprintet und hast einen Puls von 180 - keine gute Voraussetzung für einen ruhigen Wurf. Nimm nie einen Wurf nach dem ersten Pass, es sei denn, es ist ein Korbleger oder ein Schnellangriff in Überzahl! Das Problem der Spieler ist nicht, dass sie den Unterschied zwischen einem Sky-Hook und einem Korbleger nicht kennen, sondern dass sie den Unterschied zwischen einem 45%-Wurf und einem 60%-Wurf nicht begreifen. Der Unterschied ist gar nicht so groß, beide Würfe gehen relativ oft in den Korb, aber mit 60% Trefferquote gewinnt man Spiele, und mit 45% verliert man sie! Was ist der Unterschied zwischen einem 45%-Wurf und einem 60%-Wurf? Nicht sehr viel: ein bisschen mehr Zeit, ein Schritt näher am Korb, ein bisschen mehr Ruhe und Sicherheit, ein bisschen mehr Gleichgewicht, nichts, woraus der Coach eine feste Regel machen könnte - ein bisschen mehr hier und ein bisschen mehr da, aber wenn man am Schluss ein Pünktchen besser ist als der Gegner, dann ist zwischen den Teams auch kein großer Unterschied - außer dass die einen gewonnen haben und die anderen verloren.
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SCHNELLIGKEIT

Schnelligkeit ist eine der wichtigsten motorischen Grundeigenschaften eines Basketballspielers. Leider ist sie auch die am schlechtesten trainierbare Komponente, da sie in hohem Maß von genetischen Voraussetzungen abhängig ist. Grundsätzliches zum Schnelligkeitstraining: - Bewegungstechnik und -koordination haben eine überragende Bedeutung für Schnelligkeitsleistungen - Maximal- und Schnellkraft wirken sich positiv auf Schnelligkeit aus - eine Erhöhung der Maximalkraft in Verbindung mit koordinativ-technischen Übungen steigert hochgradig die Schnelligkeitsleistung, Krafttraining mit überproportionaler Zunahme an Körpermasse ist jedoch nicht geeignet. Für Basketballer ist daher das sogenannte intramuskuläre Koordinationstraining (die Kraftzunahme resultiert hierbei überwiegend aus einer Kraftzunahme der einzelnen Muskelfaser, ohne großes Dickenwachstum, und aus dem verbesserten Zusammenspiel der Muskelfasern) mit Belastungen von mindestens 70% der Maximalkraft bei 6 Wiederholungen (5% mehr Gewicht = 1 Wh. weniger) in 4-6 Serien zweckmäßig (siehe unten). - Muskuläre Dysbalancen (Beuger-Strecker-Ungleichgewicht, z.B. zwischen zwischen vorderer und hinterer Oberschenkelmuskulatur), häufig verursacht durch falsches, einseitiges Training, bewirken einen erheblichen Verlust an Schnelligkeit und erhöhen das Verletzungsrisiko - Muskuläre Dehnfähigkeit optimiert die Muskelausbildung und somit die Schnelligkeitsleistung - Spezifische (lokale) Ausdauer hat positive Wirkungen auf die Schnelligkeitsleistung - im Schnelligkeitstraining geht Qualität vor Quantität, d.h.: höchstmögliche Schnelligkeit wird durch einen komplizierten Steuerungs- und Regelungsprozeß erzielt - man verbessert seine Schnelligkeit nur bei maximal schneller Bewegungsausführung. - Schnelligkeitsübungen mit submaximaler Geschwindigkeit fördern Bewegungsmuster im Gehirn mit ebenfalls submaximaler Geschwindigkeitsausprägung, nicht mit maximaler, d.h.: zu viele Läufe im submaximalen Bereich machen den Sprinter langsamer! Daraus folgert für die Trainingspraxis: 1. Schnelligkeitsübungen nur im ausgeruhten Zustand, also zu Beginn des Trainings (nach intensivem Aufwärmen!) durchführen 2. schon bei geringen Geschwindigkeits- oder Präzisionsverlusten die Übungen sofort einstellen 3. ausreichend lange Serienpausen (2-4 Min.) einhalten, je müder die Spieler werden, desto länger die Pausen
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SELBSTVERTRAUEN

Du musst dich darauf vorbereiten zu gewinnen, um ein Gewinner zu sein, und Du kannst andere nicht vorbereiten, ohne selbst vorbereitet zu sein. Selbstvertrauen kommt davon, vorbereitet und in guter Verfassung zu sein. Vergiss nicht, deine Playmaker und Verteidigungsspezialisten bei jeder Gelegenheit öffentlich zu hervorzuheben. Die Korbschützen bekommen ohnehin genug Beifall um ihr Ego zu stärken, aber die anderen dürfen dabei nicht vergessen werden. Benutze einen positiven Ansatz um Stolz auf das eigene Spiel zu entwickeln, sowohl defensiv als auch offensiv. Bereite dich auf deine Gegner vor, aber mache dir nie Sorgen wegen ihnen. Lasse sie sich deinetwegen sorgen. Bestehe darauf, daß der Korbschütze sich immer bei dem Mitspieler, dessen Paß zu seinem Korb führte, bedankt und das alle ihrem Mitspieler Beifall spenden, der gerade eine gute Aktion ausgeführt hat.
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SPD-POSITION / READY POSITION / GRUNDSTELLUNG

Der Begriff "SPD-Position" hat natürlich nichts mit der gleichnamigen Partei zu tun, ist aber trotzdem in gewisser Weise "politisch": er bezeichnet nämlich die Grundstellung des Ballbesitzers beim Positionsangriff, die dem Angreifer alle Möglichkeiten offen lässt. Dabei steht 'S' für SCHIESSEN, 'P' für PASSEN und 'D' für DRIBBELN. Die Amerikaner nennen diese Grundstellung "Ready-Position" oder "Tripple-Threat-Position", d.h. dreifache Bedrohung des Korbes durch Schuss-, Pass- und Dribbelmöglichkeit und zwar in dieser Rangfolge Das bedeutet, das Du als erstes sehen musst, ob Du frei für einen guten Wurf bist, als zweites, ob Du einen Mitspieler durch einen Pass in einen gute Position bringen kannst und erst, wenn diese beiden Möglichkeiten ausscheiden, kannst Du mit einem Dribbling einen Durchbruch versuchen. Einer der größten Fehler, den Du als Angreifer machen kannst, ist der, nicht gefährlich zu wirken. Auch wenn Du kein besonders guter Schütze bist, musst Du wenigstens so tun, als wärst Du einer! Wenn Du im Angriff immer nur den Ball zum nächsten Mitspieler weiterpasst, ohne den Korb in irgendeiner Weise zu bedrohen, merkt Dein Verteidiger schnell, dass Du gar nicht werfen willst und deckt Dich nicht mehr eng. Damit wirst Du zu einer Belastung für Deine Mitspieler, die jetzt zu viert gegen fünf Verteidiger spielen müssen. Wie kannst Du also dem Verteidiger Gefahr signalisieren? Zunächst musst Du Dich jedes Mal, wenn Du den Ball bekommst, mit einem Sternschritt zum Korb drehen und ihn ansehen. Diese Aktion heißt englisch "Facing". Nimm dabei eine schulterbreite Fußstellung ein und gehe so tief in die Knie, wie Du es bei einem Wurf tun würdest. So stehst Du stabil und kannst alle Aktionen schnell ausführen. Halte den Ball etwa in Kinnhöhe, die Wurfhand schussbereit hinter dem Ball, und schaue über den Ball zum Korb. Der Blick zum Korb ist extrem wichtig, denn erst dadurch zeigst Du dem Verteidiger, dass Du überhaupt an einen Schuss ('S') denkst. Wenn er jetzt eng an Dich herangeht, um einen Wurf zu verhindern, kannst Du zu einem freien Mitspieler passen ('P') oder mit einem Dribbling am Verteidiger vorbeiziehen ('D').
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SPIEL GEGEN PRESSVERTEIDIGUNG

Warum funktioniert eine Pressverteidigung nie im Training? Weil die Angreifer wissen was kommt, nicht unter Stress stehen und die Presse in aller Ruhe ausspielen können. Jede Presse lebt vom Überraschungsmoment und der daraus resultierenden Panik der Angreifer. Beherzigt man ein paar Grundsätze, kann man jede Pressverteidigung ausspielen und sogar einfache Punkte dagegen erzielen: 1. Cool bleiben! Keine hastigen Panikaktionen (Hoffnungspässe, Kopf runter und Losdribbeln, etc.), sondern die Art der Presse analysieren (Mann oder Zone) und die geeignete Gegenmaßnahme (Pressbreak) einleiten. 2. Auslinien sind Verbündete der Presse, also halte dich von ihnen fern. Wenn du das Doppeln kommen siehst, dribble nicht todesmutig hinein, sondern gib rechtzeitig einen festen Pass zum nächsten freien Mitspieler. Verboten ist allerdings ein langer Diagonalpass über das Feld, darauf spekuliert die Presse! 3. Wird der Ballbesitzer dennoch gedoppelt, Ruhe bewahren, keinen riskanten Paß geben, und lieber einen 5-Sekunden-Pfiff riskieren als einen Fehlpaß. Den Ball in Ready-Position sichern, die tiefe Körperstellung beibehalten und mit einem Sternschritt zwischen den beiden Verteidigern "durchsteigen". Auf keinen Fall aufrichten und versuchen, über die erhobenen Arme der Verteidiger zu passen, das ist die klassische Fehlpasssituation! 4. Egal welche Presse gespielt wird, jede Presse versucht durch Doppeln Druck auszuüben und Ballgewinne zu erzielen. Doppeln heißt aber auch: Ein Angreifer ist ungedeckt, den gilt es zu finden. Die wirkungsvollste Aufstellung gegen jede Art von Presse ist eine 2-1-2, wie die Fünf auf dem Würfel. Dabei hat ein gedoppelter Spieler immer drei Passmöglichkeiten und normaler Weise schafft man ein 3-2-Überzahlspiel, sobald der Ball zum Spieler in der Mitte oder an der Seite gepasst wurde. 5. Lass dich nicht zu einem schnellen Abschluss von Außen verleiten. Entweder du kommst durch das Überzahlspiel zu einem Wurf am Brett, oder du stellst das Spiel auf und leitest die Set-Offense (Positionsangriff) ein. Eine Presse wird häufig bei Rückstand gespielt und will das Spiel schnell machen, es gibt also keinen Grund, diesen Plan auch noch zu unterstützen!
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STOPPEN DER UHR

Wann stoppt man die Uhr durch taktische Fouls? Wenn wir die Uhr stoppen, dann am Ende des Spiels, falls der Rückstand nicht zu groß ist. Ca. 2 Minuten vor Schluß hat man noch ungefähr 4-5 Mal die Chance, auf den Korb der Gegner zu werfen, falls der Gegner die Uhr geschickt ausspielt. Wenn man keine Chance mehr hat mit diesen Angriffen den Vorsprung einzuholen, dann stoppt man die Uhr. Man muss damit rechnen, dass der Gegner seine 24 Sekunden für einen Angriff ausnutzt. Wenn z.B. bei einem 1-Punkt Rückstand die Spielzeit unter 24 Sekunden ist, muss man die Uhr so früh wie möglich stoppen, weil danach keine Zeit mehr für einen Wurf bleibt, wenn der Gegner ausspielt. Ziel ist es, den Gegner durch ein schnelles Foul an die Freiwurflinie zu schicken, um selbst danach wieder in Ballbesitz zu kommen und den Rückstand zu verringern. Dies passiert natürlich nur, wenn man einen schlechten Freiwerfer foult und dieser seine Freiwürfe vorbeischießt. Steht es unentschieden, sollte man die Uhr nur stoppen, wenn nach den Freiwürfen noch genug Zeit für einen guten Angriff bleibt, und man sollte möglichst nicht den besten Freiwerfer des Gegners (häufig ist das ein Aufbauspieler) foulen. Notwendige Mannschaftsfouls am Ende des Spiels Das stoppen der Uhr durch Fouls ist nur effektiv, wenn man bereits 4 Mannschaftsfouls auf dem Konto hat. Ist das nicht der Fall, bringt ein Foul nur Einwurf an der Seite. Deshalb ist bei sehr knappen Spielen darauf zu achten, daß kurz vor Schluss die Mannschaftsfoulgrenze erreicht ist, um den Gegner bei jedem Foul an die Freiwurflinie zu schicken. Wie stoppt man die Uhr? Festhalten oder richtig hart foulen führt zu unsportlichen Fouls, bei denen der Gegner nach den Freiwürfen wieder in Ballbesitz kommt. Um die Uhr zu stoppen, sollte man einfach nur versuchen so schnell wie möglich so nach dem Ball zu schlagen, daß man entweder den Ball wegnehmen kann oder ein Foul macht. Ein guter Schiedsrichter wird merken, ob man die Uhr stoppen will oder nicht und deshalb frühzeitig bei geringem Kontakt pfeifen. Taktische Fouls um einen Fastbreak zu verhindern Bei Unterzahlsituationen kann man einfache Körbe verhindern, indem man - genauso wie beim Uhr stoppen - aggressiv versucht an den Ball zu kommen, bevor der Angreifer zum Wurf oder Korbleger ansetzt. Die Folge ist dann zwar ein Foul für den Verteidiger, aber dafür gibt es nur Einwurf Seite oder schlimmstenfalls zwei Freiwürfe.
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TÄUSCHUNGEN / FINTEN

Das Problem mit Täuschungen ist, das sie häufig so schlecht sind, das kein Verteidiger der Welt darauf hereinfällt. Getäuscht hat sich oft nur der Spieler, der glaubt, damit jemanden täuschen zu können. Das fängt damit an, dass Täuschungen in der falschen Situation angewandt werden (wer glaubt Dir schon eine Wurftäuschung an der Mittellinie?) und hört damit auf, dass sie so hektisch ausgeführt werden, dass der Verteidiger gar keine Chance hat, darauf zu reagieren. Wenn Du fintierst, musst Du Dir vornehmen, die Aktion, die Du antäuschst, wirklich durchführen zu wollen - erst im letzten Moment entscheidest Du Dich anders. Das heißt auch, dass Du bereit sein musst, die eigentlich nur angetäuschte Aktion tatsächlich durchzuführen, falls der Verteidiger auf die Täuschung nicht reagiert. Beispiel: Du machst eine Schritttäuschung nach links und der Verteidiger verändert seine Position nicht - also gehst Du links vorbei und nicht rechts, wie Du es ursprünglich vorhattest. Entscheidend ist, dass Du beobachtest, was der Verteidiger macht (man nennt das "die Verteidigung lesen")und entsprechend flexibel reagierst. Wenn Du Dir eine bestimmte Aktion vornimmst und sie stur durchziehst, wirst Du nur gegen ganz schlechte Gegenspieler Erfolg haben. Häufig sieht man auch Spieler noch täuschen, wenn sie völlig frei vor dem Korb stehen. Das macht keinen Sinn - es gibt nur dem Verteidiger die Chance, heranzukommen und zeigt, dass der Spieler (oder sein Trainer?) sich noch nie Gedanken gemacht hat, was mit einer Finte eigentlich bezweckt wird. Täuschungen sind kein Selbstzweck, sie sind nur sinnvoll, wenn man sie bewusst, mit einem bestimmten Ziel anwendet. Reagiert Dein Verteidiger nicht wie erwartet, musst Du Deinen ursprünglichen Plan ändern. Diese Flexibilität zeichnet gute Spieler aus. Verteidiger werden selten mit wirklich guten Täuschungen konfrontiert - und gerade deshalb sind gute Finten so überaus wirksam.
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TEAMGEIST

Der Trainer muß all seine psychologischen Fähigkeiten und Möglichkeiten darauf verwenden, einen guten Teamgeist in seiner Mannschaft zu entwickeln. Teamwork und Uneigennützigkeit müssen bei jeder Gelegenheit ermutigt werden, und jeder Spieler muß darauf begierig, nicht nur bereit sein, seinen persönlichen Ruhm für das Wohl des Teams zu opfern. Egoismus, Neid, Ich-Bezogenheit und gegenseitige Kritik können den Teamgeist zerstören und das Potential jedes Teams ruinieren. Der Trainer muß sich darüber im Klaren sein und ständig aufmerksam sein, um solche Entwicklungen dadurch zu verhindern, daß er sie schon an der Wurzel packt, bevor sich Probleme entwickeln.
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V1 - VERTEIDIGUNG IM PASSWEG

Wenn dein Gegenspieler den Ball nicht hat, ist es dein Job als Verteidiger, dass er ihn nicht (mehr) bekommt. Bei Wechsel von VB (Verteidigung am Ballbesitzer) zu V1 (einen Pass vom Ballbesitzer entfernt) machst du einen push Step (Gleitschritt, Slide) in Passrichtung ("Jump with the pass") und überspielst den Angreifer seitlich ("half deny"). Das heißt, ist der Ball links von dir, steht dein linker Fuß vorne, die Linke Hand schließt den Passweg (Handfläche zum Ball!) und du stehst einen Schritt näher zum Ball als dein Gegenspieler. Die tiefe Verteidigungsgrundstellung (Knie gebeugt, Füße mehr als schulterbreit auseinander, Gewicht auf dem Vorderfuß) behältst du natürlich bei! Je weiter der Ball sich von dir entfernt, desto mehr sinkst du zum Ball hin ab, in Richtung Korb-Korb-Linie. Suche dabei eine Position, in der du immer sowohl den Ball als auch deinen Gegenspieler sehen kannst, ohne den Kopf drehen zu müssen. Der Ball, du und dein Gegenspieler bilden dabei ein flaches Dreieck.
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V2- VERTEIDIGUNG AUF DER HELPSIDE

Ist dein Gegenspieler mehr als einen direkten Pass vom Ballbesitzer entfernt, befindest du dich auf der Weakside (Helpside, ballfreie Seite) und sinkst auf die Korb-Korb-Linie ab. Diese Position nennt man "V2", "Help position" oder "PISTOLS"-Position, d.h. der Verteidiger steht in einem Dreieck mit seinem Gegenspieler und dem Ball, wobei er, ohne den Kopf drehen zu müssen, immer beide im Blick haben muß. Als Hilfe zeigt eine Hand zum Ball, die andere zum eigenen Gegenspieler. Hilft der tiefere Weak-Side-Spieler gegen einen durchgebrochenen Angreifer aus, muß sein höher stehender Mitspieler unter den Korb absinken, um dessen Mann zu übernehmen: "Hilf dem Helfer".
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VERTEIDIGUNG AM BALLBESITZER

Für "gute" Spieler, die Verteidigung nur als notwendiges Übel betrachten, wird dieser Abschnitt ziemlich uninteressant sein. Ein guter Verteidiger sollte sich aber über einige Punkte im klaren sein, wenn sein Gegenspieler den Ball hat: 1. Verteidigungsposition, Beinarbeit und Gleichgewicht Ein ewiges Problem ist, dass alle Trainer ihre Spieler in einer noch, noch, noch tieferen Verteidigungsstellung sehen wollen, und dass alle Spieler lieber mit durchgedrückten Knien verteidigen wollen. Wie tief solltest Du sein? Als Faustregel kannst Du Dir merken, dass Dein Kopf immer niedriger sein sollte, als der des Angreifers. Das heißt aber nicht, dass Du eine Verbeugung mit Hüftknick vor ihm machen sollst. Halte Deinen Oberkörper aufrecht und gehe soweit in die Knie, bis Du die nötige "Tiefe" erreicht hast (das hat natürlich seine Grenzen, wenn Du als 2m-Riese einen Zwerg deckst, aber das sollte selten vorkommen). Durch den aufrechten Oberkörper liegt Dein Körperschwerpunkt genau über Deinen Füßen, d.h. Du hast optimales Gleichgewicht und kannst blitzschnell reagieren. Verteidige mit etwa einer Armlänge Abstand, damit Du sowohl einen Wurf als auch einen Durchbruch verhindern kannst. "Ferndeckung" mit 3 Metern Abstand übt keinen Druck aus, der Angreifer kann in aller Ruhe überlegen, was er tun will, und das ist sicher nichts Gutes für Dein Team. Also "störe seine Kreise", damit er Fehler macht. Anders ist es, wenn Du weißt, dass er ein schlechter Schütze ist und Du ihn zum Werfen zwingen willst. Vergiß aber nicht, ihn danach auszublocken! Neben den gebeugten Knien und dem aufrechten Oberkörper ist auch die Fußstellung entscheidend. Deine Füße sollten immer mindestens schulterbreit auseinander stehen. Mit enger Fußstellung kannst Du gut Skifahren, aber nicht Basketball spielen. Mach Dich breit, um dem Angreifer zu signalisieren: "Hier kommst Du nicht vorbei!" Eine schmale Verteidigungsstellung lädt den Angreifer förmlich ein, einen Durchbruch zu versuchen. Durch die breite, tiefe Stellung hast Du auch optimale Standfestigkeit und bist durch Finten nicht so leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen - ein hoher, schmaler Gegenstand fällt eher um, als ein niedriger, breiter! Bewegt sich Dein Gegenspieler, dann folge ihm mit kurzen schnellen Gleitschritten, lass IMMER BEIDE FÜSSE AM BODEN und behalte immer Deine tiefe, schulterbreite Stellung bei. Wenn Du den Bodenkontakt verlierst, kannst Du nicht mehr reagieren. Bewege Dich so seitwärts, vorwärts, rückwärts, aber nie auf und ab; Deine Hüfte muss immer auf der gleichen Höhe bleiben. Wenn Du die Füße schließt oder auf- und abdotzt wie ein Känguruh, verlierst Du das stabile Gleichgewicht und bist leicht auszuspielen. 2. Armarbeit Um eines gleich klarzustellen: Verteidigung ist vielleicht zu 90% Beinarbeit und zu 10 % Armarbeit. Die meisten dummen Fehler in der Verteidigung passieren, weil die Spieler zu faul sind, ihre Beine zu benutzen, und statt dessen lieber mit den Armen "fischen". Gute Armarbeit ist nur auf der Basis einer perfekten Beinarbeit möglich! Solange Du Dich nicht mit Deinen Beinen in eine gute Verteidigungsposition bewegt hast, ist jede Armarbeit sinnlos und verursacht Fouls. Wenn Du einen Dribbler deckst, verteidige mit einer Hand an seiner Hüfte ("touching"), es sei denn, der Schiedsrichter untersagt es. Die andere Hand zeigt mit der Handfläche nach oben zum Ball. Schlage nie von oben nach unten, wenn Du einen Ball herausspielen willst, Du wirst immer die Hand treffen. Schlage mit der Handfläche von unten nach oben, aber verliere dabei nicht das Gleichgewicht, beuge Dich nicht nach vorne, sonst foulst Du oder der Angreifer zieht vorbei. Es ist auch sehr unwahrscheinlich, einem guten Dribbler den Ball herauszuspielen, aber Du musst ihn ständig beschäftigen, damit er sich auf Dich konzentrieren muss und möglicherweise seinen freien Mitspieler nicht sieht. Hast Du einen Dribbler gestoppt, gehe ganz dicht an ihn heran, wedele mit den Armen und rufe laut "Ball, Ball", damit Deine Mitspieler wissen, dass sie alle Passwege zumachen müssen. Schlage nicht nach dem Ball, das gibt nur Fouls! Versuche, einen FehlPass zu provozieren oder einen 5-Sekunden-Pfiff, mit einem Foul machst Du nur Deine bis dahin gute Verteidigungsarbeit wieder zunichte. Wenn der Ballbesitzer noch nicht gedribbelt hat, halte eine Hand hoch, um einen möglichen Wurf zu stören (ist Dein linker Fuß vorne - linke Hand hoch, und umgekehrt) und zeige mit der anderen - Handfläche nach oben - auf seinen Bauch. So kann er nicht in Ruhe werfen und muss zudem aufpassen, dass Du ihm nicht den Ball wegschlägst. Auch hier gilt: behalte Dein stabiles Gleichgewicht - Arm hochgestreckt, aber Knie tief gebeugt. Richte Dich nie auf, wenn der Angreifer eine Wurffinte macht, sonst hast Du verloren. Lass ihn eher von außen werfen als vorbeiziehen (welchen Wurf wird er wohl eher treffen?). 3. Aktion statt Reaktion Wer reagieren muss, hat immer schlechte Karten. Die Reaktionszeit von 2-3 Zehntelsekunden reicht dem Angreifer meist aus, um sich einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Viele Spieler glauben, in der Verteidigung könnten sie nur reagieren - ein großer Irrtum! Der Spieler mit dem Ball kann drei Dinge tun: Schießen, Passen oder Dribbeln. Indem Du ihn eng deckst (s.o.) machst Du ihm das Schießen und Passen schwer. Wenn Du Dich nun noch in der Verteidigungsposition auf eine Seite von ihm stellst, ihm also eine Seite anbietest, zwingst Du ihn, zu dieser Seite zu dribbeln oder zu passen - er muss also auf Deine Verteidigung reagieren. Du weißt nun, wohin er gehen wird, falls er dribbelt, und, was genauso wichtig ist, Deine Mitspieler sehen es auch und wissen, wo sie Dir aushelfen müssen. Du kannst alle Täuschungen ignorieren, denn Du lässt ihm kaum noch eine Wahl: entweder er nimmt einen schlechten Wurf oder er geht in die Richtung, auf die Du vorbereitet bist. Du diktierst, was passiert, und das verbessert Deine Karten erheblich. Stehe nie einfach da, sondern bewege Arme und Beine, starte Scheinangriffe auf den Ball, biete immer eine Seite an, sonst verschlechtern sich Deine Chancen erheblich - sei aktiv! 4. Eine Seite anbieten Es gibt unter den Trainern verschiedene Auffassungen darüber, welche Seite man einem Ballbesitzer anbieten sollte. Wichtig ist, dass alle Spieler einer Mannschaft nach den Vorgaben des Trainers arbeiten und nicht jeder das tut, was er persönlich für "richtig" hält. Gibt es keine solche Vorgabe, solltest Du grundsätzlich versuchen, einen Dribbler aus der Mitte zur Seite abzudrängen, am besten auf seine schwache Hand (man kann ihm auch seine starke Seite anbieten, wenn man ihn in eine "Falle" locken will - siehe "PRESSVERTEIDIGUNG"). Wenn sich der Angreifer bereits auf einer Seite befindet, versuche, ihn zur nächsten Auslinie zu drängen, denn jede Linie ist ein zusätzlicher Verteidiger, außerdem führt dieser Weg weg vom Korb. Einem Ballbesitzer den Weg nach innen anzubieten, halte ich für ungünstig, denn erstens hängt in der Mitte der Korb und zweitens hat der Angreifer dort viel mehr Passmöglichkeiten.
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WEAK SIDE WINS THE GAME

Wenn man das Basketballfeld in Längsrichtung mit einer gedachten Korb-Korb-Linie teilt (Verbindung zwischen den beiden Körben), gibt es immer eine Seite auf der sich der Ball gerade befindet (ball side) und eine, auf der er nicht ist (weak side). Dazu passend gibt es den Coaches Spruch "Weak side wins the game". Auf den ersten Blick klingt das unsinnig, denn wie will man das Spiel mit der Seite gewinnen, auf der nicht der Ball ist?! Tatsächlich ist es aber so, dass in der Offense die Spieler auf der Weakside nur erfolgreich agieren können, wenn die Spieler auf der Weakside ihre Verteidiger ständig beschäftigen, bzw. sich mit Blocks und Cuts zum Ball in gute Positionen bringen. Für die Defense ist die weak side (help side) ebenso wichtig, denn die Qualität einer Verteidigung zeigt sich vor allem in einer effektiven help side.
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WÜNSCHEN...

...allein wird dir keinen Erfolg bringen, sondern gezielte Planung, Durchhaltevermögen, Trainingsfleiß und Begeisterungsfähigkeit!
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Xs AND Os

Diese Redewendung bedeutet im Basketball soviel wie das A & O, oder das Einmaleins. In taktischen Zeichnungen steht X für einen Verteidiger, O für einen Angreifer. Nur wer seine Xs and Os kennt, kann ein guter Spieler bzw Coach werden.
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ZONENVERTEIDIGUNG - PRINZIPIEN

Jede Zone funktioniert nach den gleichen Prinzipien, vor allem dem "Prinzip des nächsten Mannes" - Englisch: next man principle. (Es sei denn man kann sich eine Kreisliga-C-Winke-Winke-Zone erlauben, weil der Gegner von Außen eh nichts trifft) Das heißt: - bei einem Pass verteidigt immer der nächste Verteidiger in Passrichtung den neuen Ballbesitzer. - Kein Verteidiger läuft einem Pass hinterher, es sei denn man will doppeln. - Bei einem Cut bleibt der zuständige Verteidiger solange bei dem Cutter, bis er ihn an einen anderen übergeben hat, und kehrt dann auf seine Position zurück. Eine Grundregel wie "Der Center nimmt immer den High Post" gibt es daher nicht, denn die Verschiebung in einer Zone hängt immer von der Aufstellung und den Laufwegen der Offense ab. Wenn man eine gute Zone spielen will, braucht man also intelligente Spieler, die die Offense lesen können und je nach Situation richtig entscheiden können. Viele aufeinander folgende oder auch gleichzeitige Cuts und schnelles Passspiel bringen aber auch die allerbeste Zone gehörig ins Schwimmen, weswegen zumindest auf den Außenpositionen immer freie Wurfgelegenheiten entstehen.
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